Arbeitsbedingungen und Führungsverhalten im Betrieb
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben ist nur noch sehr wenig bis kaum etwas. Insgesamt führt die aktuelle Situation dazu, dass ich mich zunehmend nach einem neuen Arbeitsplatz umschaue.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Negativ hervorzuheben sind insbesondere einzelne Führungskräfte in der Produktion sowie der Produktionsleiter, die zugesagte Maßnahmen und Absprachen nicht konsequent umsetzen. Zudem entsteht der Eindruck, dass der Wert der Mitarbeitenden und deren Anliegen nicht ausreichend berücksichtigt wird.
Verbesserungsvorschläge
Als Verbesserungsvorschlag wird angeregt, den Segmentleiter in der Dreherei auszutauschen, da dieser Mitarbeitende nach Wahrnehmung stark psychisch unter Druck setzt und teilweise auch durch unangemessenes Verhalten auffällt, während seine Führungskompetenz in Frage gestellt wird.
Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft den Produktionsleiter, der über das beschriebene Verhalten informiert ist. Teilweise wurde er auch direkt in Situationen angesprochen oder war selbst anwesend, ohne jedoch einzugreifen. Dieses Dulden des Verhaltens trägt dazu bei, dass die bestehenden Probleme weiterhin bestehen bleiben.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist von starkem Druck geprägt. Mitarbeitende sollen durchgehend an den Maschinen arbeiten, während der Segmentleiter zusätzlichen Druck ausübt und unangemessene Kommentare macht. Da der Produktionsleiter dieses Verhalten duldet, entsteht ein belastendes Arbeitsklima, das die Motivation deutlich senkt.
Image
Nach außen wird versucht, ein positives Unternehmensimage aufrechtzuerhalten, das jedoch teilweise stark beschönigt wird. Im Inneren sieht die Realität für die Produktionsmitarbeitenden deutlich anders aus, da sie im Arbeitsalltag erhebliche Belastungen und Einschränkungen hinnehmen.
Work-Life-Balance
Eine ausgewogene Work-Life-Balance ist kaum gegeben. Es wird erwartet, fünf bis sechs Tage pro Woche zu arbeiten, wodurch die Belastung unter der Woche sehr hoch ist. Selbst das Wochenende reicht oft nicht aus, um sich im Schichtbetrieb ausreichend zu erholen, da die Mitarbeitenden dauerhaft unter Anspannung stehen.
Karriere/Weiterbildung
Im Bereich Karriere und Weiterbildung werden Mitarbeitenden häufig Versprechen gemacht, um sie zu mehr Leistung zu motivieren. Diese Zusagen werden jedoch in der Regel nicht eingehalten. Weiterbildungsangebote finden kaum statt, und neue Mitarbeitende werden nur unzureichend oder gar nicht eingearbeitet, da der Fokus primär auf reibungsloser Funktion liegt.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt wird durch das Verhalten der Vorgesetzten eher unterbunden. Mitarbeitende sollen isoliert an ihren Maschinen arbeiten, und selbst kurze Gespräche untereinander werden kritisch hinterfragt. Bereits ein kurzer Austausch führt zu abwertenden Bemerkungen, etwa ob man zu wenig ausgelastet sei, was den Teamgeist zusätzlich belasten tut.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Arbeitskollegen sollte sich deutlich verbessern. Ihre langjährige Erfahrung und ihr Beitrag zum Aufbau des Betriebs werden nicht ausreichend gewürdigt, obwohl sie eine wichtige Rolle im Unternehmen einnehmen.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhältnis zu den Vorgesetzten ist angespannt und wenig wertschätzend. Grundlegende Umgangsformen wie ein Gruß oder ein respektvoller Blickkontakt bleiben häufig aus, wodurch sich Mitarbeitende herabgesetzt und wie eine austauschbare Nummer fühlen. Statt Unterstützung steht vor allem Kontrolle im Vordergrund, etwa durch gezielte Fehlersuche oder Überwachung von Pausen. Der ständige Druck und Stress wirken sich zusätzlich belastend auf die Mitarbeitenden aus und führt zu einzelnen Fällen zu gesundheitlichen Ausfällen im Betrieb
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind durch eine unzureichende Luftzufuhr und mangelnde Absaugung stark belastet. Besonders im Sommer steigen die Temperaturen in der Halle auf bis zu 37 bis 40 Grad, begleitet von stickiger, ölhaltiger und verschmutzter Luft. Rücksicht auf die erschwerten Arbeitsbedingungen wird kaum genommen, etwa durch kurze Erholungsphasen oder die Möglichkeit, sich bei Bedarf kurz hinzusetzen oder frische Luft zu schnappen. Als einzige Maßnahme stehen Getränkespender und ein Industrielüfter zentral in der Halle. Stark belastend für alle Kollegen in der Produktion.
Kommunikation
Eine konstruktive Kommunikation zwischen Vorgesetzten und Produktionsmitarbeitenden findet kaum statt. Stattdessen wird hauptsächlich erwartet, dass die Mitarbeitenden reibungslos funktionieren und möglichst viele Maschine gleichzeitig betreibt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt sowie die Sozialleistungen stehen in vielen Fällen nicht im angemessenen Verhältnis zu den ausgeübten Tätigkeiten. Mitarbeitende sind häufig unterbezahlt, obwohl sie Leistungen erbringen, die eigentlich eine höhere Eingruppierung sowie eine zusätzliche Belastungszulage rechtfertigen würden.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung ist kaum gegeben, da Entscheidungen häufig nach persönlicher Sympathie getroffen werden. Engagement und Weiterbildungsbemühungen von Mitarbeitenden werden nicht angemessen wertgeschätzt. Dies führt unter anderem zu unterschiedlichen Gehalts- bzw. Eingruppierungen, die als unfair empfunden werden und Unruhe im gesamten Betrieb.
Interessante Aufgaben
Interessante Aufgaben sind kaum vorhanden, da die Tätigkeit überwiegend aus monotoner, sich ständig wiederholender Arbeit besteht. Über acht Stunden täglich und an fünf Tagen pro Woche wird im Wesentlichen immer derselbe Ablauf ausgeführt. Wünsche nach Workshops oder Weiterbildungen werden nicht gefördert oder umgesetzt, wodurch die persönliche und berufliche Entwicklung stagniert und Mitarbeitende über Jahre hinweg auf derselben Position verbleiben.

