Wenn eine Red-Flag ein Arbeitgeber wäre
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die vereinzelten Kunden, mit denen sich das Unternehmen übermäßig schmückt, gehören schon zu den attraktiveren in der Branche.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Alles andere.
Arbeitsatmosphäre
Jede Aufgabe hat Priorität 1, egal wie klein und unwichtig sie ist. GF kommt schlecht gelaunt in die Firma, die Mitarbeitenden müssen darunter leiden. Entweder 200% oder 0% - es gibt keine normalen Tage.
Work-Life-Balance
Branchenüblich schlecht, zusätzlich kommt ein Workaholic-GF der schamlos die Arbeit über Notfälle stellt.
Gehalt/Benefits
Gehälter werden stets auf dem letzten Drücker überwiesen und sind regelmäßig unpünktlich. Fahrtkostenerstattungen werden häufig vergessen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Primärheizmittel ist eine Ölheizung, welche aufgrund der fehlenden Isolierung auch viel genutzt werden muss. Die Arbeit in der Branche selber ist nach aktuellem Stand kaum umweltgerecht umsetzbar.
Kollegenzusammenhalt
Trauma-Sharing unter Mitarbeitenden funktioniert sehr gut - das einzig gute an diesem Unternehmen ist, dass trotz jährlicher Rotation des Personalstandes jedes mal gute Leute gefunden werden.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Arbeitnehmer werden eingestellt und ihrer Zeitplanung nach eingeplant. Langjährige Bedienstete (davon gibt es auch im Grunde keine) werden jedoch nicht geschätzt oder gefördert.
Arbeitsbedingungen
Einige Arbeitsplätze sind mit elektrischen Stehschreibtischen ausgestattet. Mitarbeitende erhalten idR. moderne refurbished MacBooks.
Das Büro besteht aus einer nicht isolierten Lagerhalle ohne direkte Außenfenster. Die primäre Heizquelle ist ein entsprechend lauter Hallen-Lüfter, welcher jedoch nur ganz oder garnicht einschaltbar ist. Während der Lüfter läuft ist eine Unterhaltung im Raum nur schwer möglich.
Die Deckenbeleuchtung fällt immer weiter aus und es war nie ein Fokus, diese zu Reparieren.
Das Büro des Chefs ist ein kleinerer Raum mit schließbarer Tür und einzelner Heizung.
Kommunikation
Versprochen sind regelmäßige Personalgespräche - trotz kaum Vollzeit-Festangestellten (durchschnittlich zwischen zwei und vier) haben diese innerhalb eines Jahres nicht stattgefunden.
Interessante Aufgaben
Die einzige funktionierende Komponente innerhalb der Geschäftsführung ist der Verkauf - hier kommen im Jahr schon 3-4 interessante Events zusammen, welche jedoch aufgrund von schlechter Planung und katastrophaler Personalführung allumfassend keine guten Erfahrungen sind.