Es hätte gerne länger gehen dürfen...
Gut am Arbeitgeber finde ich
...das grundsätzlich viele Chancen da sind und das ein Zusammenhalt und eine Wertschätzung auf ähnlichen hierarchischen Ebenen auch nach dem Ausscheiden gegeben ist und das kreativer und beruflicher Entwicklung - wenn auch manchmal unwissentlich - eine Chance gegeben wird
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
...das schon mal schlecht über einen oder übel nach geredet wird und das hier eine bessere Mediation und ein offenerer Umhang von oben nach unten kaum erfolgt ist
Verbesserungsvorschläge
Offenere Kommunikation, die auch mal den hierarchischen Weg verlässt und dadurch persönlicher und direkter wird. Keine Mutmaßungen, Annahmen oder Nebelkerzen kreieren, die zu Unsicherheit oder Stress unter den Mitarbeitern führen. Mehr Lob für Einzelne oder auch Gruppen, mehr Freiraum für Kreativität und Entfaltung, mehr Mut zu ungewöhnlichen Entscheidungen
Arbeitsatmosphäre
Grundsätzlich herrschte eine gute Arbeitsatmosphäre, auch wenn gerade das Vorgesetztenverhalten von Abteilung zu Abteilung sehr unterschiedlich gehandhabt wurde. Auffällig war hingegen, dass manche Kollegen hinter Vielem Misskommunikation gedeutet hatten, was es wiederum nicht einfach machte, hier Missverständnisse auszuräumen. Außerdem fiel es einigen Kollegen nicht leicht, Eigeninitiative zu loben, Verantwortungsübernahme anzuerkennen und Kreativität nachzuvollziehen.
Image
Generell spricht/sprach man gut über die Firma und die drei Kernmarken, inwieweit sich das nach der Übernahme durch den Konzern noch mehr ins Gegenteil verkehrt hat, bleibt offen.
Work-Life-Balance
Hier passte nahezu alles, da es Vertrauensarbeitszeiten, Freizeitausgleich, Urlaub zu fast jedweder Zeit (Weihnachten war schwierig, mir aber nicht so wichtig) und spontane freie Tage möglich waren.
Karriere/Weiterbildung
Persönlich war das ein Auf und Ab, denn hier wird so ein wenig mit dem Holzhammer entschieden, wenn etwas nicht läuft - denn dann ist sogar eine (gefühlte) Degradierung drin, auch wenn einem das auf das erste Ohr anders verkauft wird. Grundsätzlich sind aber nicht viele Chancen da, karrieretechnisch aufzusteigen. Wenn diese aber geboten sind und man sich dieser annimmt, kann das schon sehr lukrativ für den (späteren) Lebensweg sein
Gehalt/Benefits
Sozialleistungen durch z.B. eine BKV und diverse AddOns (JobRad, JobTicket, FitnessCenter) gut abgedeckt, Gehalt branchenbedingt eher am unteren Ende
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Soweit ich das noch erinnere, gab es zahlreiche Vorschläge und auch einige Umsetzungen (goGreen, papierloses Büro etc.)
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der einzelnen Abteilungen gut (bis auf die ein oder andere atmosphärische Störung), interdisziplinär auch. Was nicht gut war, dass einzelne Mitarbeiter Intrigen hinter Stellenumbesetzungen vermuteten und diese das dann gegen den unbeteiligten neuen Vorgesetzten eingesetzt haben
Umgang mit älteren Kollegen
Hier gab es kaum etwas zu beanstanden
Vorgesetztenverhalten
Zielvereinbarungsgespräche und Mitarbeitergespräche fanden (fast) immer auf Augenhöhe statt, die Gespräche mit der Geschäftsführung waren eher ein Drahtseilakt und manchmal auch nicht wirklich erfreulich
Arbeitsbedingungen
Grundsätzlich gut, da vor allem die Arbeitsgeräte durch eine hauseigene IT und den Konzern in einem bestmöglichen Zustand waren. Lediglich die Innentemperatur in den Büros im Sommer war selbst durch bereit gestellte Klimageräte eine große Herausforderung.
Kommunikation
Es wurde eventuell sogar ein wenig zu viel kommuniziert, allerdings galt das nicht immer den richtigen Themen. Ein bisschen mehr Beteiligung an übergreifenden Strategieentscheidungen, vor allem von Seiten der rechtzeitigen Informationsvermittlung hätte zur Klärung vieler Missverständnisse führen können.
Gleichberechtigung
Es gab zwei weibliche Führungskräfte während meines Beschäftigungsverhältnisses - von daher ist da noch Luft nach oben
Interessante Aufgaben
Grundsätzlich waren es tolle Aufgaben und ein Arbeitsbereich der mich sehr erfüllt hat. Leider gab es zuweilen unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich Kreativität, Prozessgrenze und Eigenverantwortung, die - und das ist das eigentlich schwerwiegende - entweder gar nicht oder hinter dem Rücken kommuniziert wurde


