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Meeresstiftung
Bewertung

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Alltagschaos und Planlos-Strategien in der Führungsebene

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 für dieses Unternehmen in Hamburg gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Das Arbeitsklima habe ich als sehr unangenehm empfunden. Die Führungsperson übertrug mir Aufgaben in Besprechungen meist chaotisch und gehetzt. Prioritäten waren für mich dabei kaum erkennbar und wechselten oft täglich, was mir sehr viel Energie raubte und gezielte Arbeit fast unmöglich machte. Es wurde oft Druck durch die Führungsperson aufgebaut und noch mehr gefordert, auch wenn ich bereits einen sehr hohen Arbeitseinsatz zeigte. Aufgaben wurden oft auch außerhalb meines eigenen Aufgabenbereichs und an mehrere Mitarbeiter*innen gleichzeitig verteilt, was zu erheblicher Ineffizienz führte. Die Arbeitsatmosphäre war dominiert von ständig und chaotisch einprasselnden Arbeitsaufgaben der Führungsperson und es kostete mich unnötig Zeit, diese zu filtern, zu sortieren und aufzuarbeiten. Daher stellte sich bei mir selten ein Gefühl des Arbeitsfortschritts ein, es fühlte sich eher so an als würde ich permanent auf der Stelle treten.

Image

Die DMS ist mit vielen nationalen und internationalen Kontakten vernetzt und hat viele Projekte mit spannenden Ansätzen. Es passierte mir allerdings sehr häufig, dass ich auf Veranstaltungen, in E-Mails und Telefonaten auf sehr negative Erfahrungen von Kooperatoren mit der DMS angesprochen und dabei über die sehr hohe Fluktuation der Mitarbeiter*innen bei der DMS informiert wurde.

Work-Life-Balance

Die Führungsperson nimmt meiner Meinung nach fast alle Projekte an, ohne zu hinterfragen, ob sie in den Zeitplan des Teams passen und ob sie sinnvoll für die Strategie der Stiftung sind. Von den Mitarbeiter*innen im Kernteam wird dann erwartet, dass all diese Projekte ohne ausreichende Hintergrundinformationen gestemmt werden - auch durch regelmäßige und unbezahlte Überstunden. Diese Überstunden wurden mir gegenüber mehrfach als „Ehrenamt für den Meeresschutz“ kommuniziert und schlichtweg von mir erwartet. Aufgaben wurden mir auch regelmäßig außerhalb meiner Arbeitszeiten per WhatsApp und E-Mail übertragen.

Karriere/Weiterbildung

Man muss sich sehr schnell in verschiedene Themenbereiche einarbeiten, was sehr spannend sein kann und einem viele neue Kontakte und Perspektiven eröffnen kann. Ich sollte jedoch fast ausschließlich der Führungsperson zuarbeiten, die fast alle Entscheidungen alleine traf und meine Verbesserungsvorschläge leider zumeist ignorierte. Weiterbildungsmöglichkeiten wurden mir gegenüber nicht erwähnt.

Gehalt/Benefits

Die Bezahlung für die vereinbarte Arbeitszeit war in Ordnung.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Meiner Meinung nach geht es bei der DMS nur nach außen hin primär um Meeresschutz, im Zentrum steht die Selbstinszenierung der Führungsperson. Qualifizierte und ambitionierte Mitarbeiter*innen arbeiten fast ausschließlich der Führungsperson zu, welche sich dann auf Veranstaltungen und in der Presse als Kämpfer für den Meeresschutz inszeniert. Allerdings werden die einzelnen Projekte der Meeresstiftung meines Erachtens dabei gar nicht gezielt vorangetrieben, sondern es wird nur oberflächlich über sie gesprochen. Ein besonderes Umwelt-/und Sozialbewusstsein kann ich daher leider nicht bescheinigen.

Kollegenzusammenhalt

Unter den Kollegen im Kernteam war der Zusammenhalt und die Atmosphäre gut. Das Team der Ehrenamtlichen und Freelancer ist groß und es herrscht dort eine positive Atmosphäre. Allerdings kämpfte im Kernteam vor Ort aufgrund des organisatorischen Chaos jeder für sich selbst, was den Austausch und die Teamarbeit sehr erschwerte. Die sehr hohe Fluktuation der Mitarbeiter*innen belastete das Team zusätzlich.

Umgang mit älteren Kollegen

Gut durchmischte Altersstruktur.

Vorgesetztenverhalten

Von Seiten der Führungsperson bekam ich leider für mich kaum brauchbaren fachlichen und organisatorischen Input zu den Projekten. Eine Einarbeitungszeit gab es für mich bei der DMS nicht, obwohl mir das mehrfach versprochen wurde. Als „Onboarding“ wurde ich auf mehrere Ordner und Videos auf dem Server verwiesen und es wurden mir dutzende E-Mails aus Kommunikationen vor meinem Arbeitsantritt weitergeleitet. An meinem ersten Arbeitstag bekam ich eine Liste von Arbeitsaufgaben über WhatsApp zugeschickt ohne ausreichende Hintergrundinformationen. Insgesamt machte die Führungsebene von Anfang an einen sehr unprofessionellen Eindruck auf mich, sowohl fachlich als auch zwischenmenschlich.

Arbeitsbedingungen

Schönes Büro in einem Altbau in zentraler Lage. Ausstattung in Ordnung. Gegen Kabelsalat, der aus den Wänden kommt, wird allerdings nichts unternommen.

Kommunikation

Informationen zu den einzelnen Projekten und Arbeitsaufgaben wurden mir durch die Führungsperson meist gehetzt, unorganisiert, ohne ausreichende Hintergrundinformationen und ohne die Möglichkeit für gezielte Nachfragen übertragen. Meine E-Mails wurden oft nur überflogen und eine Antwort knapp und oft auch am Thema vorbei schnell und ohne Prüfung ins Handy diktiert. Bei Treffen im Team, aber auch mit Partnern und Sponsoren konnte ich öfter erleben, dass die Führungsperson unvorbereitet erschien oder am Thema vorbei kommunizierte.

Gleichberechtigung

Vor allem Frauen im Kernteam, Führungsperson männlich.

Interessante Aufgaben

Die Projekte sind zu spannenden Themen und breit gefächert, allerdings stagnieren diese meines Erachtens durch die chaotische Organisation in der Führungsebene und durch die dadurch verursachte hohe Fluktuation der Mitarbeiter*innen. Zumeist war ich damit beschäftigt der Führungsperson quasi auf Abruf zuzuarbeiten, d.h. E-Mails schreiben, Treffen organisieren und vorbereiten, Protokolle schreiben, Kontakte in die Adressdatenbank eintragen und das Chaos an Informationen und Aufgaben filtern, sortieren und aufarbeiten. Die Umsetzung meiner eigenen fachlichen Ideen zu den Projekten und qualitativ hochwertiges Projektmanagement waren in diesem Alltagschaos zeitlich leider für mich kaum möglich. Bei der DMS trifft man sehr viele spannende Menschen aus allen möglichen Branchen. Allerdings befand ich mich zunehmend im Zwiespalt diesen Arbeitgeber gegenüber Kooperatoren und Sponsoren zu repräsentieren, da die Inhalte der DMS meiner Meinung nach durch die Führungsperson meist nicht ausreichend fundiert und professionell präsentiert wurden.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.