10 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
10 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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10 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Hat sich die UNESCO in Bonn in ihrer 75-jährigen Geschichte zu einer zukunftsorientierten Organisation entwickelt oder steht sie heute eher für verkrustete Strukturen und schwerfällige Kommunikationswege? Meine Erfahrung spricht leider für Letzteres.
Schon die Personalabteilung hinterlässt keinen professionellen Eindruck: Auf wiederholte Nachfrage weder eine Eingangsbestätigung der Bewerbung noch eine Rückmeldung zu Rückfragen. Schweigen scheint hier das bevorzugte Kommunikationsmittel zu sein. Selbst im Krankheits- oder Urlaubsfall wäre zumindest eine automatische Abwesenheitsnotiz zu erwarten. Eine Organisation, die ihre Schwerpunkte in Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation sieht, sollte diese Grundsätze im eigenen Haus vorleben.
Auch das Vorstellungsgespräch war vergleichsweise kurz. Mit nur 30 Minuten angesetzt, erinnerte es eher an Speed-Dating als an ein klassisches Auswahlverfahren. Eine Vorstellung der UNESCO fand nicht statt. Gerade dieser Teil schafft normalerweise Vertrauen, bietet Einblicke in Arbeitsweise und Werte und zeigt, dass Bewerber als potenzielle Partner auf Augenhöhe wahrgenommen werden. Stattdessen wurden Fragen wiederholt, die im Anschreiben längst beantwortet waren. Die Atmosphäre blieb distanziert und oberflächlich, und meine eigenen Fragen wurden knapp kommentiert. Auf Plattformen wie Kununu berichten andere Bewerber sogar davon, dass keine ihrer Fragen beantwortet wurden. Das verstärkt den Eindruck eines stark formalen und wenig dialogorientierten Verfahrens.
Zurück bleibt das Bild einer Organisation, die ihren eigenen Ansprüchen in puncto Qualität und Nachhaltigkeit nicht gerecht wird.
Wer auf Zuverlässigkeit, Kommunikation und Planungssicherheit angewiesen ist, dem rate ich von einer Bewerbung bei kulturweit ab.
Meine Freundin und ich haben uns im Januar 2025 beworben, wurden eine Runde weitergelassen, hatten eine Videokonferenz (sie sogar ein Vorstellungsgespräch) und dann monatelang Funkstille. Abgesehen von einigen automatisch generierten Mails, immer mit dem identischen Text, in denen allgemein darauf hingewiesen wurde, dass noch Plätze vergeben würden, kam keinerlei persönliche Rückmeldung. Weder Zusage noch Absage.
Heute ist Juli 2025, laut System sollte das Auswahlverfahren abgeschlossen sein. Doch offiziell wissen wir beide noch immer nichts. Hätten wir uns ausschließlich auf kulturweit verlassen, stünden wir jetzt, 2 Monate vor dem möglichen Ausreisezeitpunkt im September, ohne jegliche Perspektive da. Etwas Neues zu finden, ist zu diesem Zeitpunkt extrem schwierig.
Die Idee hinter kulturweit ist sicher gut, die Umsetzung leider katastrophal!
Knapp bemessenes, allerdings strukturiertes und insofern faires, wenn auch sehr formelles Vorstellungsgespräch. Zeitnahe Rückmeldung wurde angekündigt (auch aufgrund des vorgesehenen Eintrittsdatums).
Dann allerdings überhaupt keine Rückmeldung mehr bzw. stets nur auf Anfrage und darüber hinaus ohne jegliche Transparenz über die Gründe für die Prozessverzögerung sowie ohne Prognose über plausible Zeithorizonte. Nach unzähligen Wochen – erneut nur auf Anfrage – die Rückmeldung, die Stelle sei mittlerweile anderweitig vergeben worden, in einer Formulierung, die nicht wirklich zum zuvor Kommunizierten zu passen scheint. Leider eine sehr enttäuschende Erfahrung.
kommunizieren
Das Vorstellungsgespräch muss so getimt werden, dass Bewerbende ihre Fragen vorbringen können, um sich ein Bild vom potentiellen Arbeitgeber/ Job machen zu können. Das ist absolutes Minimum an Professionalität und das kleine 1 mal 1 für einen wertschätzenden Umgang mit Bewerbenden.
Im Vorstellungsgespräch gemachte Aussagen - etwa zum weiteren Verlauf, zur Rückmeldung, zum Zeithorizont - sollten auch realistisch und wahrheitsgemäß sein . Andernfalls bleibt nur ein schlechter und enttäuschender Eindruck vom Arbeitgeber zurück.
Anstatt 2 Wochen habe ich nach 6 Wochen eine unpersönliche Absage per Email erhalten, nachdem die Leitung im Vorstellungsgespräch behauptete “Feedback sei bei uns Brot und Butter”.
Einer solchen Behauptung sollten Taten folgen!
Auf E-Mails antworten
Nett, dass man im Vergleich zu Ministerien ein Einstiegsprogramm hat.
Unnett ist die Bezahlung und der Habitus im Bewerbungsprozess (zwei Tage Leute interviewen für einen Job, bei dem man für 1.500 EUR und erweitertem Praktikantenportfolio noch unglaublich dankbar sein soll a la "Wir bieten Ihnen auch einen Bildungsgutschein an. Ist das nicht toll? Da kann man dann mal einen Kurs machen"). Um das Theater für Nachfolger/innen zu entzaubern, schreibe ich jedes Bewerbungsdetail nieder. Viel Spaß.
So verdient kununu Geld.