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Bewertung

Tolle und gute Ausbildung, die noch verbessert werden könnte. Schlechte Übernahmebedingungen.

4,6
Empfohlen
Ex-Auszubildende/rHat 2019 eine Ausbildung zum/zur Auszubildende/r im Bereich Produktion bei DB Cargo AG in Nürnberg abgeschlossen.

Gut am Arbeitgeber finde ich

-Die Inhalte werden intensiv und ausführlich vermittelt. Man erhält die nötige Handlungssicherheit und das nötige Wissen um die Prüfungen mit guten Ergebnissen absolvieren zu können und lernt nicht nur monoton den Fragenkatalog auswendig.
-Die Ausbildung dient als solide Basis und kann dazu verwendet werden, um anschließend bei jedem Eisenbahnunternehmen tätig zu werden und ermöglicht auch einen leichten Wechsel zum Personenverkehr.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

-Dass ausgelernte Azubis über Jahre für die Weiterbildung zum Streckenlokführer auf der E-Lok blockiert werden und dabei völlig außer Acht gelassen wird, dass die gute Ausbildung bei konkurierende Unternehmen gerne gesehen wird und das Personal davon rennt.

Verbesserungsvorschläge

-Als "Eisenbahner*in" sollte man eine Ausbildung auf allen Traktionsarten erhalten um fachlich in allen Bereichen fit zu sein, das ist leider nicht gegeben.
-Die Ausbildung könnte noch um den bisher weggelassenen Themenbereich anzeigegeführte Züge (LZB/ETCS) erweitert werden.
-Es wird leider zum Teil in Bezug auf die Ausbildung und ganz besonders für die Zeit nach der Ausbildung vieles mündlich versprochen. Vieles wird dann leider erst nach mehrmaliger Aufforderung, langer Wartezeit oder gar nicht eingehalten. Auf mündliche Zusagen kann man sich nicht verlassen.

Die Ausbilder

Sind fachlich absolut kompetent und vermitteln die Inhalte auf höchstem Niveau. Es wird in der Regel die richtige Balance zwischen nötiger Ernsthaftigkeit und angebrachter Lockerheit gefunden, dabei wird immer ein respektvoller und wertschätzender Umgang mit den Azubis gepflegt. Die direkten Führungskräfte sind fast jederzeit persönlich erreichbar, haben immer ein offenes Ohr für Anliegen und helfen gerne weiter.

Spaßfaktor

Wer sich für das Thema Eisenbahn begeistern kann wird seinen Spaß haben. Auch der Umgang mit den Kollegen bereitet Freude bei der Arbeit.

Aufgaben/Tätigkeiten

Vermittelt werden alle für die Abschlussprüfung nötigen Kenntnisse. Der Schwerpunkt liegt entsprechend des Geschäftsbereich im Güterverkehr und im Rangieren. Neben der Fahrberechtigung erhält man eine Ausbildung zum Bremsprobeberechtigten, Wagenprüfer und Rangierbegleiter. Die Fahrausbildung findet leider nur auf einer Dieselrangierlok statt. E-Lokomotiven spielen in der Ausbildung leider keine relevante Rolle.

Variation

Die Ausbildung wird von einem roten Faden durchzogen. Zu Beginn werden grundsätzliche Einblicke gewährt, anschließend werden aufeinander aufbauende Grundqualifikationen vermittelt bis hin zum Erwerb der Fahrberechtigung. Durch die kontinuierliche Entwicklung der Themen wird die Ausbildung nie monoton.

Respekt

Bei Lernschwierigkeiten wird geholfen und Fragen werden wertungsfrei beantwortet. Für eigene Arbeitsweisen und Ideen im Rahmen der Vorschriften ist man offen. Diskussionen zur Auslegung des Regelwerks sind gerne gesehen und können ergebnisoffen geführt werden.

Karrierechancen

Man muss sich bewusst sein, dass die Zielsetzung eine ausschließliche Übernahme als LokRANGIERführer ist. Die Ausbildung ermöglicht einem jedoch langfristig innerhalb des Eisenbahnwesen vieles. Weiterentwicklungen in Richtung Streckenlokführer, Ausbilder, Disponente oder Gruppenleiter sind grundsätzlich möglich. Wartefristen für Weiterentwicklungen und Fortbildungen werden jedoch leider oft unehrlich kommuniziert und sind letztendlich oft länger als ursprünglich versprochen, wodurch Mitarbeiter zum Teil an Entwicklungen gehindert werden.

Arbeitsatmosphäre

Die Ausbildungszeit ist gut bemessen, sodass Inhalte mehrfach wiederholt werden können und es nie zu Zeitdruck und Stress kommt.

Ausbildungsvergütung

Der tariflich geregelte Lohn ist bereits beim Einstieg mit über 1000€ Brutto überdurchschnittlich gut. Außerdem gibt es die Möglichkeit für einen Mietkostenzuschusses und eine betriebliche Altersvorsorge. Für den Arbeitsweg gibt es ein kosten- und steuerfreies Ticket und Reisekosten können großzügig geltend gemacht werden. Ein dreizehntes Gehalt ist selbstverständlich.

Arbeitszeiten

Neben den Arbeitszeiten bleibt immer genug Zeit fürs Lernen und die persönliche Freizeit. Man darf oft vor und nie nach dem Feierabend gehen.