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NRW
Vorstellungsgespräche

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2 Bewertungen von Bewerbern

Bewerber:innen Score: 4,0
Score-Details

2 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.

- Unhöflich und Unprofessionell - - Mangelnder fairer Umgang mit Bewerber*innen - - Keine Feedbackkultur -

3,3
Absage
Bewerber/inHat sich 2025 in Düsseldorf als politische*n Gewerkschaftssekretär*in als Jugendbildungsreferent*in (d/w/m) für den Bezirk Nordrhein-Westfalen beworben und eine Absage erhalten.

Verbesserungsvorschläge

Gespräch mit vier Personen: zwei Führungskräfte der zu besetzenden Stelle, ein Mitglied des BR, ein Personaler (Gesprächsführung)

Hauptkritik: Die Art und weise der Absage (Siehe unten)

Das Gespräch war aus meiner Sicht in Ordnung, wenn auch etwas komisch. Die Fragen waren auf die Stelle angepasst auch wenn ich nicht verstanden habe, was mein gegenüber mit der Frage herausfinden möchte.

Positiv:
Das Bewerbungsgespräch fand an einem sehr heißen Tag statt. Bereits im Voraus bekam ich die Information, dass aufgrund der Temperatur ein leichter/luftiger Kleidungsstil in Ordnung ist, sofern es der Situation angemessen ist.
Es wurde proaktiv die Fahrkostenerstattung angestoßen.

Negativ:

Das Bewerbungsgespräch:
Während dem Gespräch kam im Subton an, dass der DGB ein Engagement über die Arbeitszeit hinaus erwartet da man vorher ja auch ehrenamtlich für den DGB unterwegs war. Zumindest kam das Gefühl bei mir an.

Am Ende des Gesprächs war es dem Personaler sehr wichtig zu betonen, dass die Probezeit 6 Monate beträgt und er innerhalb dieser Zeit auch sehr genau auf die Leistung schaut. Zudem würde er auch von seinem Recht gebrauch machen, eine Probezeitkündigung auszusprechen. Das war eine komische Situation aus zwei Gründen:

1. Logischerweise ist die Probezeit dafür da, um herauszufinden ob man zusammen passt. Für beide Seiten. Die Art und weise wie dies Vermittelt wurde war für mich einschüchternd.

2. Das KSchG findet erst nach 6 Monaten ununterbrochenen Arbeitsverhältnis Anwendung (§1 Abs.1) Daher lässt sich jemand innerhalb dieser Zeit immer verhältnismäßig einfach "rausschmeißen", auch ohne Probezeit.
Vielleicht sollte man grade mit so einer Ansprache die Probezeit verkürzen um nach Ablauf "das wahre Gesicht" der neu eingestellten Person zu sehen. Denn denen ist auch oft nicht bewusst, dass sie erst nach 6 Monaten den Kündigungsschutz nach KSchG haben.

Nach dem Gespräch hatte ich ohnehin Zweifel, ob ein Wechsel der richtige Schritt für mich ist und ob der DGB als Arbeitgeber zu mir passt. Die Absage hat mir diese Entscheidung letztlich abgenommen.

Die Absage:
Das war mit Sicherheit das komischste Telefonat was ich in einem Beruflichen Kontext führen durfte. Der Personaler rief mich am Ende der vereinbarten Rückmeldezeit an. Nach zwei Floskeln wie "Schön dich kennen gelernt zu haben" oder "Danke, das du deinen Hut in den Ring geworfen hast" wurde dann die Absage mit der Begründung "wir haben uns für wen anderes entschieden" ausgesprochen. Soweit, so in Ordnung für mich. Ich habe mich als erstes für das Gespräch bedankt und anschließend gesagt das ich es natürlich schade finde. Zudem hatte ich grade dazu angesetzt, dass ich dem DGB natürlich ehrenamtlich erhalten bleibe, wo ich mit einem "ja, ok, ja, tschüss" unterbrochen wurde. Das Gespräch wurde abrupt beendet. Das gesamte Telefonat hat exakt 30 Sekunden gedauert. Mal abgesehen davon, dass dieses Verhalten sehr unprofessionell und unhöflich wirkt, hätte ich gerne noch einen Termin für Feedback vereinbart. Ich bin der Meinung, dass man durch Absagen am meisten lernen kann und ich möchte ja logischerweise stetig an mir arbeiten. Zudem kenne ich das so aus anderen Bewerbungsprozessen. Wie gesagt, kam ich gar nicht dazu Feedback einzufordern.

Nach der Absage:
Wenige Tage nach der Absage hat der DGB Instagram Account des Bezirks NRW eine offene Stellen Ausschreibung für exakt diese Stelle gepostet. Also nicht nur, dass die Absage unprofessionell und unhöflich war, sie wirkte in dem Kontext zumindest widersprüchlich und erweckte den Eindruck von Intransparenz.

Man fühlt sich grade als ehrenamtliches Mitglied des DGBs in so einer Situation überhaupt nicht Wert geschätzt. Grade der DGB hat Probleme, vor allem jüngere engagierte Menschen zu gewinnen. Auch das war teil des Gesprächs. Beispielsweise: "Wie kann man (junge) Leute anwerben?"
Bevor man neue ehrenamtliche Leute dazu holt, sollte man vielleicht den Fokus darauf legen, die bestehenden zumindest so Wertschätzend zu behandeln, dass sie bleiben.

Es kann natürlich sein, dass die zunächst ausgewählte Person kurzfristig abgesprungen ist. Hätte ich im Telefonat die Möglichkeit gehabt, einen Feedback Termin zu erfragen, hätte ich das dort angesprochen. Sollte die Begründung der Absage jedoch bewusst unzutreffend gewesen sein, entsteht zumindest der Eindruck, dass entweder Konflikte vermieden werden sollten oder es generell an einem professionellen Umgang mit Bewerbenden fehlt.

Alles in allem eine komische Erfahrung. Für mich persönlich kommt eine weitere Bewerbung beim DGB nicht mehr in Frage. Grade auch weil sich die anderen Bewertungen hier mit meinem Bauchgefühl gleichen.

Das Gehalt empfinde ich hier eher unterdurchschnittlich für die Aufgaben und Verantwortungen.

Ich weise darauf hin, dass es sich hierbei ausschließlich um meine Eindrücke handelt.

Bewerbungsfragen

Warum die Bewerbung beim DGB und nicht bei einer Mitgliedsgewerkschaft in dieser Position? - relativ einfach: Dieses Stellenbild ist sehr rar. Die einfachste und logischste Antwort: weil sie ausgeschrieben war.


Erklärung der weiteren Schritte

Professionalität des Gesprächs

Zufriedenstellende Reaktion

Wertschätzende Behandlung

Vollständigkeit der Infos

Erwartbarkeit des Prozesses

Zufriedenstellende Antworten

Zeitgerechte Zu- oder Absage

Angenehme Atmosphäre

Schnelle Antwort

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Sehr angenehme Gesprächsatmosphäre

4,7
Absage
Bewerber/inHat sich 2019 in Düsseldorf als Referatssekretär beworben und eine Absage erhalten.

Bewerbungsfragen

  • Hobbies, Interessen
  • Warum hat ihr Studium so lange gedauert?
  • Warum waren Sie nur so kurz bei Arbeitgeber xy?
  • Welche Ideen haben Sie für die Öffentlichkeitsarbeit?
  • Wie könnte man seine Bekanntheit im Internet steigern?

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