Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist der Kitt, der das Wohnen zusammenhält
Arbeitsatmosphäre
Die allgemeine Atmosphäre ist beherrscht von schlechter Stimmung unter den Kollegen und teilweise auch unter den Bewohnern. Personalmangel sowie eine immens hohe Personalfluktuation machen das alltägliche Arbeiten zur Überlebensaufgabe und sorgen für Überlastung und das Gefühl, nicht gehört oder gesehen zu werden.
Work-Life-Balance
Die Kette betrachtet Work-Life-Balance in etwa wie Friedrich Merz. :-)
Rufbereitschaften, Wochenend- und Feiertagsdienste, Spätdienst und Schichten, die auch gerne ganz spontan mal umgeworfen werden - hier alles ganz normal und wird als Selbstverständlichkeit erachtet.
Außer natürlich für einige wenige Leute, für die gerne Ausnahmen gemacht werden. Hier sind alle gleich - nur manche sind eben etwas gleicher.
Kollegenzusammenhalt
Bis auf wenige Ausnahmen ist der Kollegenzusammenhalt wohl das Einzige, das man aktuell bei der Kette lobend erwähnen muss.
Umgang mit älteren Kollegen
Teils, teils.
Vorgesetztenverhalten
Kommt wohl auf den oder die Vorgesetzte/n an. Manche sind engagiert. Andere existieren halt. Zumindest auf dem Dienstplan. :)
Kommunikation
Also wenn mit Kommunikation der Flurfunk gemeint ist: TOP! :)
Ansonsten ist die Kommunikation seitens Leitungen dürftig bis mangelhaft. Ab und an kriegte man auch noch einen fiesen Spruch von der Leitung gedrückt anstatt lobender/anerkennender Worte. :)
Zu ihrer Verteidigung muss man wohl anführen, dass sie im Allgemeinen genauso mit Arbeit zugeschüttet werden und dann menschlich statt professionell agieren. Die ganze Per-Du-Ebene, die flache Hierarchien suggerieren soll, trägt dann auch manchmal zu einem flapsigen Tonfall bei.
Gleichberechtigung
Nö. Und am Ende baden den Frust eh immer die schwächsten Glieder der "Kette" aus.
Interessante Aufgaben
In der Theorie gibt es die. In der Praxis verbringt man die meiste Zeit damit, Ärzte abzuklappern, Medis zu managen, zu putzen und die Aufgaben stellvertretend für Bewohner zu übernehmen, die schon längst kapiert haben, dass sie zumindest an dieser Stelle am längeren Hebel sitzen.
Ach ja: Nicht zu vergessen sind auch die Sozialraumteams. Da sitzt man dann mal gut und gerne 2 Stunden seiner Arbeitszeit gemeinsam ab und ist am Ende genauso schlau wie vorher. Nur noch ein bisschen dösiger unterwegs. Und der ein oder andere Kollege weiß immer noch nicht, wofür die eigentlich gut sein sollen...