Bitte ändert was, sonst gehen die Leute!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Dienstwagen, Getränke und vereinzelt nette Teamevents.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Unternehmenskultur ist von Angst und Kontrolle geprägt. Kritik wurde zwar freundlich verpackt, hatte aber meist negative Folgen. Wer einen Fehler machte, war schnell unten durch – selbst als Auszubildende. Mir wurde sogar nahegelegt, zu überlegen, ob die Ausbildung überhaupt das Richtige für mich sei. (Ich habe sie später bei einem anderen Arbeitgeber mit 94 % erfolgreich abgeschlossen.)
Das Mobbing ging so weit, dass nicht nur über mich, sondern auch über andere Azubis und sogar ein verliebtes Paar im Betrieb offen gelästert wurde. Eigentlich hatte man bei jedem etwas auszusetzen und es wurde immer persönlich. Statt Konflikte zu lösen, griff die Geschäftsführung Partei – meist nicht für die Betroffenen. Die Kolleginnen waren eher Täterinnen als Unterstützerinnen, und Lästern war ein fester Bestandteil des Büroalltags.
Der Druck auf Azubis war enorm: Mir wurde einmal zugemutet, ein komplettes Büro drei Wochen lang allein zu führen – fehlerfrei, versteht sich. Als ich krank war, wurde ich trotzdem telefonisch ins Büro bestellt, um eine Besichtigung zu übernehmen, zu der letztlich niemand kam und bei jener eine andere Kollegin zusätzlich dabei war. Solches Verhalten ist weder professionell noch menschlich.
Mitarbeiter werden regelrecht „geschult“ und psychologisch beeinflusst, um den Eindruck von großartiger Führung zu erzeugen. In Wahrheit herrscht eine Atmosphäre der Ungleichbehandlung und hoher Fluktuation – ich habe mich persönlich mit vier Ex-Mitarbeiter*innen in Verbindung gesetzt, denen es ähnlich erging.
Am Ende wurde mir eine Kündigung in der Ausbildung nach der Probezeit hingelegt. Ohne, dass sie wahrscheinlich nach Prüfung von Anwalt rechtens gewesen wäre. (Rechtliche Vorgehensweise mit Abmahnungen wurde nicht richtig eingehalten; 2 Abmahnungen die nicht Aussagekräftig waren)
Gut dass ich im Hintergrund bereits zu dem Zeitpunkt schon einen neuen Arbeitgeber gefunden hatte, bei dem ich in einem wundervollen Team arbeiten darf.
Ich habe auch Fehler gemacht, aus denen ich gelernt habe, das gebe ich zu. Aber man kann in der Ausbildung -von Hernawachsenden/Jugendlichen nicht erwarten, dass ich/diese fehlerfrei bin/sind. Vielleicht antwortet der Chef diesmal nicht nur mit Ausreden, sondern nimmt sich meine Worte- und auch die der anderen Bewerter- zu Herzen und sorgt dafür, dass neue Mitarbeitende es besser haben.
!Traut euch zu gehen wenn die Arbeit euch nicht gut tut. Es wird besseres kommen!
Verbesserungsvorschläge
• Echte Fehlerkultur: unterstützen statt verunsichern
• Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden
• Azubis fördern statt brechen
• Professionelle Führung, die Mitarbeitende ernst nimmt
Vielleicht antwortet der Chef diesmal nicht nur mit Ausreden, sondern sorgt dafür, dass neue Mitarbeitende es besser haben.
Arbeitsatmosphäre
Geprägt von Lästern, Angst und Konkurrenzdenken.
Image
Nach außen wirkt es harmonisch, innen brodelt es. Die hohe Fluktuation spricht für sich.
Work-Life-Balance
Kaum Flexibilität, Homeoffice nur auf dem Papier. ( Chef sagt das hätte sich mittlerweile geändert…)
Karriere/Weiterbildung
Es werden nur gezielte Leute weitergebildet.
Gehalt/Benefits
Ich kann nur das Azubi Gehalt beurteilen. Den Rest habe ich nur so gehört: das neuen Modell scheint wohl nicht so blendend zu sein. Man sammelt Punkte durch Verkauf/ Vermietung und dadurch staffelt sich die prozentuale Provision. Da die bestandsleitung aber alle Objekte verteilt und alles an sich reißt, kann man auch keine Punkte sammeln
Kollegenzusammenhalt
Viele schauen weg, wenn andere schlecht behandelt werden. (Kann der Chef nicht beurteilen, da er in einem ganz anderen Büro sitzt)
Umgang mit älteren Kollegen
Nichts auszusetzen
Vorgesetztenverhalten
Nicht neutral, sondern parteiisch – je nach Sympathie.
Arbeitsbedingungen
Arbeitsmaterialien werden gestellt, Büro ist sehr offen/ bisschen wie ein Co-Working space
Gleichberechtigung
Hauptsächlich Frauen angestellt obwohl die Immobilibranche nicht Frauen-dominant ist
Interessante Aufgaben
Sehr abwechslungsreich. Learning By doing. Wenn man nicht der Mensch für eigenständige Erarbeitung ist, dann ist dies der falsche beruf. Ich konnte viel lernen
