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Bewertung

Keinen Tag bereut, gegangen zu sein

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Leipzig gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre habe ich während meiner Zeit als sehr angespannt wahrgenommen. Man ist nur eine Nummer und bekommt dies auch zu spüren. Fairness konnte ich von Vorgesetzten nicht wahrnehmen, sondern es wurde nach Sympathie gehandelt. Auch wurde über Mitarbeiter schlecht geredet von der Führungsposition, wenn diese nicht im Raum waren. Allgemein hatte ich das Gefühl in einem Diktaturähnlichen Verhältnis zu sein - Viele Mitarbeiter schienen unzufrieden, trauten sich aber nicht, dies offen anzusprechen und machten auf gute Miene.

Image

Nach außen wirkt das Unternehmen deutlich positiver, als ich es intern erlebt habe. Wenn ich erwähnt habe, dort zu arbeiten, habe ich sowohl von Teilnehmern der Weiterbildungen als auch von Mitarbeitern anderer Unternehmen häufig kritische Rückmeldungen gehört.

Work-Life-Balance

Schlecht, keine Homeoffice Möglichkeit, obwohl es die Arbeitsbedingungen erlauben würde, nur 25 Urlaubstage, Überstunden werden nicht erfasst und 50h Arbeit pro Woche kommentarlos gefordert. Arzttermine während der Arbeitszeit nicht möglich.

Karriere/Weiterbildung

keinerlei Angebot oder Möglichkeit

Gehalt/Benefits

kein nennenswertes Gehalt oder Benefits

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Müll wurde nicht getrennt und auch sonst habe ich nichts davon mitbekommen, dass dem Unternehmen die Umwelt wichtig sei. Der aller wichtigste Punkt auf der Agenda war immer möglichst viel Geld einzunehmen, koste es was es wolle.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war für mich einer der größten Pluspunkte im Unternehmen. Die meisten Kollegen waren freundlich, hilfsbereit und offen. Dennoch hatte ich den Eindruck, dass man nicht jedem uneingeschränkt vertrauen sollte. Einige Kollegen wirkten auf mich zudem eher oberflächlich und wenig nahbar. Insgesamt habe ich die Zusammenarbeit im Team aber überwiegend positiv erlebt.

Umgang mit älteren Kollegen

Das Team bestand nur aus sehr jungen Mitarbeitern. Mehr erfahrene Kollegen hätten der Arbeitsatmosphäre und dem Austausch vermutlich gutgetan. Stattdessen hatte ich den Eindruck, dass vor allem junge Mitarbeiter eingestellt wurden, die weniger kritisch hinterfragen und höhere Belastungen eher akzeptieren.

Vorgesetztenverhalten

kontrollierend, ermahnend, Lob gab es nicht.

Arbeitsbedingungen

Alles sehr modern, neueste Laptops, höhenverstellbare Schreibtische, viel Tageslicht und ergonomische Mäuse. Allerdings nur Großraumbüros.

Kommunikation

Die Kommunikation von der Bewerbungsübersendung, über Einarbeitung bis hin zur Kündigung verlief gut. Mir fehlte jedoch häufiger der analgoge persönliche Austausch und es wurde genervt auf eine Online Bibliothek verwiesen, wenn man Fragen hatte. Häufige Feedbackgespräche empfand ich als gut.

Gleichberechtigung

Meiner Erfahrung nach gab es bei der Gleichberechtigung keine erkennbaren Unterschiede zwischen einzelnen Gruppen. Entscheidend schien eher zu sein, wie gut man sich mit der Geschäftsführung oder den Vorgesetzten verstand. Persönliche Beziehungen wirkten auf mich teilweise wichtiger als objektive Kriterien.

Interessante Aufgaben

Stumpfes Abarbeiten, komplette Unterforderung, keine Freiheiten wie man die Aufgaben erledigen darf, sondern nur nach einer Schritt für Schritt Anleitung.

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Arbeitgeber-Kommentar

Sarah Gothe, HR Managerin
Sarah GotheHR Managerin

Hallo ehemalige Kollegin, hallo ehemaliger Kollege,
Deine Bewertung stellt mit 1,8 Sternen eine deutliche Kritik dar. Die Eindrücke, die Du schilderst, weichen in großen Teilen von dem ab, wie wir unsere Arbeit bei Distart wahrnehmen und uns vorstellen. Es ist mir wichtig, auf alle bewerteten Themen einzugehen und die Punkte zu hinterfragen, bei denen es mir auf Grundlage der vorliegenden Informationen schwerfällt, konkrete Maßnahmen abzuleiten.

Arbeitsatmosphäre: Wir möchten ein offenes Umfeld schaffen, in dem Feedback und auch kritische Themen jederzeit ohne Bedenken angesprochen werden können. Bei den geschilderten Erlebnissen gehen unser Anspruch und Deine Wahrnehmung komplett auseinander. Wir nehmen Deinen Impuls mit und prüfen intern, inwiefern diese Wahrnehmung auch von anderen Mitarbeitenden geteilt wird.

Kommunikation: Es freut mich zu lesen, dass die Prozesse von Bewerbung bis Kündigung für Dich gut verliefen. Deinen Wunsch nach mehr analogem Austausch statt reinem Verweis auf digitale Bibliotheken kann ich gut nachempfinden. Bei welchen Themen hättest Du Dir mehr persönliche Gespräche gewünscht?

Kollegenzusammenhalt: Dass Du den Zusammenhalt im Team überwiegend positiv und freundlich erlebt hast, freut mich.

Work-Life-Balance: Bei uns ist Homeoffice kein Standard, sondern in Ausnahmefällen möglich – das stimmt. Wir platzieren dieses Thema frühzeitig im Bewerbungsprozess, um Menschen anzusprechen, die gerne ins Büro kommen und von unserer Pro-Office-Kultur profitieren. Unsere Aufgaben erlauben Homeoffice, das stimmt ebenfalls. Wir möchten jedoch ein nahbares & freundschaftliches Miteinander schaffen und sind überzeugt, dass unsere Pro-Office-Philosophie darauf einzahlt.

Vorgesetztenverhalten: Dass Du das Verhalten als kontrollierend und ermahnend empfunden hast und Dir Lob gefehlt hat, tut mir leid zu lesen. Konkrete Beispiele würden mir helfen zu verstehen, an welchen Stellen Du das Verhalten Deiner Führungskraft so wahrgenommen hast und ob es die Möglichkeit gab, dahingehend Feedback zu äußern.

Interessante Aufgaben: Für viele Prozesse haben wir sehr gut funktionierende Leitfäden entwickelt, die vor allem Orientierung und Leitplanken bieten sollen. Aufgaben, die sich wie stumpfes Abarbeiten anfühlen, versuchen wir grundsätzlich Stück für Stück durch die KI zu eliminieren. Hier sind wir für Verbesserungsvorschläge offen und möchten uns gerne kontinuierlich weiterentwickeln.

Gleichberechtigung: Wir versuchen, Entscheidungen stets objektiv und unter Abwägung des individuellen und betrieblichen Rahmens zu treffen.

Umgang mit älteren Kollegen: Unser Team in Leipzig ist aktuell in der Tat sehr jung und dynamisch. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass kritisches Hinterfragen unerwünscht ist – im Gegenteil, wir sind offen für konstruktiven Austausch auf Augenhöhe und sehen absolut den Wert, den ein noch bunterer Mix aus unterschiedlichen Erfahrungsstufen für uns alle haben könnte.

Arbeitsbedingungen: Es freut uns, dass Du unsere moderne, ergonomische Büroausstattung und das Tageslicht positiv hervorhebst. Zum Thema Großraumbüros möchte ich ergänzen, dass unsere Büros bis auf wenige Ausnahmen mit 4–6 Personen besetzt sind.

Umwelt-/Sozialbewusstsein: Nachhaltigkeit ist uns wichtig. Deine Kritik zur Mülltrennung nehmen wir als Impuls für unseren Vermieter, das „Scaling Space“, mit, das sich um die Mülltrennung für unsere Mietflächen kümmert.

Gehalt/Benefits: Distart bezahlt im Vergleich zu anderen Unternehmen in ähnlicher Größe und Ausrichtung überdurchschnittliche Gehälter. Mit einem Zuschuss für die betriebliche Altersvorsorge, einer betrieblichen Krankenkasse und der Option, nach 6 Monaten Betriebszugehörigkeit individuell zwischen Sachbezug, Deutschlandticket oder dem E-Gym-Wellpass zu wählen, sehen wir uns hier im Vergleich zu anderen Arbeitgebern ebenfalls ganz weit vorn.

Image: Dass Du intern ein anderes Bild wahrgenommen hast als das, was wir nach außen transportieren, zeigt uns, dass Anspruch und Deine Realität hier nicht gematcht haben.

Karriere/Weiterbildung: Unser Anspruch ist es, individuelle Entwicklungspfade zu schaffen. Wir sehen ebenfalls Entwicklungspotenzial und bearbeiten dieses Thema aktuell intensiv.

Falls noch nicht passiert, würde ich mich freuen, wenn Du ein persönliches Austrittsgespräch wahrnimmst oder uns über unsere HR-Hotline +49 341 9288041 oder per E-Mail kontaktierst. Mir hilft es sehr, Deine Sichtweisen aus erster Hand zu erfahren, um die Themen besser einzuordnen und konkrete Maßnahmen abzuleiten.

Ganz liebe Grüße,
Sarah aus dem HR-Team

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.