Ihr Unternehmen?

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Bewertung

Ihr Unternehmen?

Starke Mitarbeitende, schlechte Führung und wenig Selbstreflexion

2,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Marketing / Produktmanagement in Leipzig gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Viele Kolleginnen und Kollegen.

Das monatliche Firmenfrühstück.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Beförderung von Personen in Führungspositionen, die keinerlei Kompetenz dazu aufweisen und reihenweise Mitarbeitende aus diesem Grund vergraulen.

Verweigerung jeglicher Transparenz über Unternehmensentscheidungen.

Die Unternehmenskultur ist durch wirtschaftlichen Druck, einzelne “Führungspersonen” und Personalfluktuation leider toxisch geprägt.

Verbesserungsvorschläge

Beförderung von Personen zu Führungskräften nach Eignung und Kompetenz.

Feedback von Mitarbeitenden ernst nehmen.

Weniger persönliche Befindlichkeiten in die Arbeit einfließen lassen.

Diversität auch in der Führungsebene etablieren.

Arbeitsatmosphäre

Kommt sehr auf die Personen an, die sich im Raum befinden. Die normalen Mitarbeitenden und die meisten Abteilungsleiter gehen untereinander sehr freundschaftlich miteinander um und man bekommt auch inhaltliche und moralische Unterstützung von jenen.

Mein eigener Vorgesetzter hat leider ein sehr negatives, angespanntes Arbeitsumfeld geschaffen. In über einem Jahr Arbeit bekam ich kein einziges wertschätzendes Wort, ein “Danke” musste ich aktiv einfordern. Wurde die Arbeit zu seiner Zufriedenheit erledigt, wurde es ignoriert. Wusste ich bei Aufgaben nicht weiter oder erfüllte diese nicht zur Zufriedenheit, gab es harsche und sehr persönliche Kritik.

Zusätzlich redete mein direkter Vorgesetzter durchgehend schlecht über so gut wie jeden anderen Mitarbeitenden, was mich zunehmend verunsicherte und meine Laune im Arbeitsalltag oft verschlechterte. Mir wurde teilweise “untersagt” Aufgaben für oder mit anderen Abteilungen umzusetzen, wenn mein Vorgesetzter schlecht auf den/die Abteilungsleiter:in zu sprechen war.

Image

Nach außen ist das Image des Unternehmens recht gut.

Nach innen ist das Image mehr als verbesserungswürdig. Viele Mitarbeitende haben sich häufig negativ und unzufrieden geäußert, es scheinen jedoch die finanziellen Vorteile zu überwiegen. Die interne Unternehmensorganisation kann nur als chaotisch beschrieben werden, Führungspersonen werden teilweise nicht ernst genommen.

Work-Life-Balance

Hier kann sich kein Mitarbeitender beschweren, es wird viel Homeoffice gemacht. Manche Kolleg:innen hat man nie im Büro gesehen.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt von den meisten Angestellten ist sehr stark und freundschaftlich, man könnte es auch als “Trauma-Bonding” bezeichnen. Das hat im Alltag oft geholfen nicht die Nerven zu verlieren.

Ich hatte leider keine weiteren Mitarbeitenden in meinem Team, weshalb ich in einigen Situationen sehr auf mich alleine gestellt war. Ich bekam jedoch sehr viel Unterstützung und auch Zuspruch aus anderen Teams.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhältnis zu meinem direkten Vorgesetzen hat mich die gesamte Zeit extrem belastet.

Es wurde starkes Micromanagement betrieben, jedes Wort wurde geprüft, verändert oder eben einfach verworfen. Leider ging dieser Prozess Hand in Hand mit starkem Mansplaining, das sich teilweise über Stunden zog. Dieses Verhalten wurde auch bei anderen Mitarbeitenden an den Tag gelegt, was ich als störend und auch als erniedrigend empfand.
Es fehlt von Anfang an an Führungskompetenz und Strategien veränderten sich beinahe täglich. Als ich diese "Vorgehensweise" nicht verstand, wurden meine Fähigkeiten und meine Persönlichkeit kritisiert. In Feedbackgesprächen ging es selten um meine Ergebnisse, sondern um meine Wortwahl in privaten Gesprächen, andere Mitarbeitende oder wieder um meine Persönlichkeit.
Berufliche Korrespondenzen wurden an die private Partnerin meines Vorgesetzten weitergeleitet. Ihre Meinung, z.B. zu meiner "kühlen" Art zu antworten, wurde mir dann als objektive Wahrheit präsentiert. Diese Art der Beweisführung kam mehrfach vor und hat mich sehr verwirrt.

Zusammengefasst wurde jede meiner Handlungen persönlich genommen oder auf eine private Schiene geleitet.

Arbeitsbedingungen

Das Büro sowie der Arbeitsstandort sind alles andere als ideal. Über diesen Zustand herrscht aber allgemeiner Konsens und ist deshalb auch in Arbeit, soweit ich weiß.

Kommunikation

Unternehmensweit herrscht eine sehr schlechte Art der Kommunikation, die offenbar seit der Gründung mitgetragen wird. Entscheidungen werden sehr spät weitergegeben und sind oft nicht nachvollziehbar. Öffentliche Kritik an diesen Entscheidungen wird von der Führungsebene einfach gelöscht und/oder ignoriert.

Der Buschfunk jedoch funktioniert 1A.

Gleichberechtigung

Die oberste Führungsriege macht kein Geheimnis daraus, was sie von Gleichberechtigung hält. Das Verhältnis von Mitarbeitenden kann man als divers bezeichnen, ab der Position “Abteilungsleiter” herrscht jedoch starke Homogenität.

Interessante Aufgaben

Insgesamt kann ich nicht behaupten, dass meine Aufgaben sonderlich interessant waren. Aufgaben habe ich mir grundsätzlich selbst gesucht, was sich oft eher als Beschäftigungstherapie angefühlt hat.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.