Gute Chefs gehen , Belastung und offenen Baustellen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gut ist vor allem der starke Zusammenhalt vieler Mitarbeitender im Alltag. Trotz hoher Belastung unterstützen sich viele gegenseitig und halten den Betrieb gemeinsam am Laufen. Auch die direkte und menschliche Art der Führung durch unsere PDL und dem Chef wurde von vielen positiv wahrgenommet.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Vor allem im Küchenteam ist die Stimmung aus meiner Sicht inzwischen absolut kritisch, da kann man nur die Augen rollen. Fehlender Zusammenhalt, schlechte Kommunikation und ständige Unruhe belasten nicht nur das Team selbst, sondern wirken sich spürbar auf das gesamte Haus aus. Dass mit unserem EL nun auch noch eine engagierte Führungskraft das Haus verlässt, verstärkt dieses Gefühl zusätzlich.
Verbesserungsvorschläge
Gute Mitarbeitende und engagierte Führungskräfte sollten aus meiner Sicht stärker unterstützt und langfristig gehalten werden. Warum gehen gute Chefs und Kollegen? Außerdem wünsche ich mir klarere Strukturen, eine verlässlichere Dienstplanung und generell mehr Entlastung im oft sehr belastenden Arbeitsalltag.
Arbeitsatmosphäre
Man hat die Veränderung bei DOREA Bremen-Vegesack schon gespürt, bevor offiziell bekannt wurde, dass unsere EL das Haus verlassen wird. Vorher war die Atmosphäre trotz aller Herausforderungen oft geprägt von Dynamik, Humor und dem Gefühl, dass Dinge angepackt werden. Es wurde viel kommuniziert, manchmal direkt, manchmal unbequem,aber meistens mit dem Eindruck, dass jemand da ist, der Verantwortung übernimmt und sichtbar präsent ist.
Nach der Bekanntgabe seiner Kündigung hat sich die Stimmung im Haus verändert. Viele Mitarbeitende wirkten verunsichert, manche enttäuscht, andere nachdenklich. Gerade im Alltag merkte man, dass Gespräche häufiger um die Zukunft, Veränderungen und offene Fragen kreisten. Es entstand das Gefühl, dass ein Stück Stabilität wegbricht. Besonders für mich und Kollegen , die eng mit ihm zusammengearbeitet haben, war deutlich spürbar, dass nicht einfach nur eine Leitung geht, sondern jemand, der das Haus mit seiner coolen Art geprägt hat.
Viele fragen sich inzwischen auch, ob seitens der Geschäftsführung wirklich genug getan wurde, um engagierte und starke Führungskräfte langfristig zu halten. Gute Chefs wachsen nicht auf Bäumen.
Image
Das Image ist in Ordnung. Es wird stetig besser und es den letzten Monaten ebenfalls auch emotionaler gestiegen.
Work-Life-Balance
Viele Mitarbeitende wünschen sich wieder mehr echte Work-Life-Balance. Der dauerhafte Druck, spontane Ausfälle und die hohe emotionale Belastung führen zunehmend dazu, dass Erholung kaum noch möglich ist. Wer dauerhaft nur funktioniert, kann auf Dauer weder gute Pflege leisten noch gesund bleiben. Gleichzeitig merkt man aber auch, dass sowohl die Pflegedienstleitung als auch die Einrichtungsleitung enorm bemüht waren, es möglichst jedem recht zu machen und individuelle Lösungen zu finden.
Karriere/Weiterbildung
Ist möglich.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist in den letzten Monaten gut gestiegen und kann sich sehen lassen. Ich bin diesbezüglich absolut zufrieden!
Kollegenzusammenhalt
Besonders kritisch wird von vielen Mitarbeitenden inzwischen der kollegiale Zusammenhalt im Küchenteam gesehen. Die Stimmung wird dort teilweise als absolut drüber wahrgenommen. Statt eines gemeinsamen Miteinanders entstehen immer wieder Spannungen, Grüppchenbildung und eine Kommunikation, die eher gegeneinander als miteinander läuft. Für viele ist längst der Punkt erreicht, an dem hier eigentlich sämtliche Alarmglocken läuten müssten.
Vorgesetztenverhalten
Viele Mitarbeitende haben unserer PDL und EL als menschlich, fair und nahbar erlebt. Man konnte offen reden, wurde ernst genommen und hatte oft eher das Gefühl von Miteinander statt *Chef von oben herab*…. So einen empatischen und emotional mitnehmen Menschen als Einrichtungsleiter habe ich noch nie erlebt. Ungewöhnlich toll.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen werden von vielen Mitarbeitenden kritisch gesehen. Hoher Druck, Personalmangel, spontane Ausfälle und dauerhafte Belastung gehören leider oft zum Alltag. Vieles wird zwar mit Einsatz und Teamgeist aufgefangen, trotzdem fühlen sich viele dauerhaft am Limit.
Kommunikation
Besonders deutlich wurde in dieser Zeit auch, wie wichtig gute Kommunikation in einem Haus wie DOREA Bremen-Vegesack ist. Viele Mitarbeitende hatten zuletzt das Gefühl, dass offene Worte, spontane Gespräche auf dem Flur oder ein ehrliches „Wie geht’s euch?“ immer seltener geworden sind. Gerade in Phasen von Veränderungen braucht es Führung, Transparenz und das Gefühl, mitgenommen zu werden – nicht nur organisatorisch, sondern auch menschlich.
Unser Einrichtungsleiter ist bzw war jemand, der präsent war, Dinge angesprochen hat und auch unbequeme Themen nicht einfach ausgesessen hat. Natürlich war nicht immer jeder einer Meinung, aber viele Mitarbeitende wussten zumindest, woran sie sind.
Interessante Aufgaben
Neben der eigentlichen Pflege gab es viele spannende Themen, neue Ideen und Veränderungen im Haus. Dadurch hatten viele Mitarbeitende das Gefühl, aktiv mitgestalten zu können statt einfach nur „Dienst nach Plan“ zu machen. Der Chef hat sich besonders dahingehend engagiert, dass alle mitarbeitenden sich am Doreaaward engagieren. Wir konnten super mitwirken. Fortbildungen werden offen präsentiert.