9 von 26 Bewertungen von Mitarbeiter:innen(gefiltert)kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
9 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
kununu Prüfprozess
9 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Selbstständiges Arbeiten, kurze Abstimmungswege, schöne Projekte, angenehme Kolleg*innen, Fairness und Flexibilität. Mehr Agilität als in großen Unternehmen.
Themen, die man sich vorgenommen hat, auch wirklich „durchziehen“. Das Problem ist intern jedoch auch bekannt und man ist dahingehend bemüht.
Angenehme Atmosphäre, in der ein überdurchschnittlich selbstständiges Arbeiten möglich ist und die Entscheidungswege kurz sind. Wer diesen Arbeitsstil schätzt, ist hier richtig.
Früher war DRSP führend am Markt und wohl ziemlich bekannt. Inzwischen sind es tendenziell weniger Kund*innen, die DRSP von sich aus kennen. Wenn man dann zusammenarbeitet, fällt das Kund*innenfeedback meist positiv aus und es kommt dementsprechend nicht selten zu Weiterempfehlungen, was für ein gutes Image als Dienstleister spricht. Der Ruf als Arbeitgeber leidet unter uralten Bewertungen aus Zeiten, in denen es in der Firma unter der ehemaligen Geschäftsführung wohl noch ganz anders zuging. Darüber hinaus unter Einzelnen, die sich anscheinend nicht so wohlgefühlt haben, aber trotzdem durchweg lange im Unternehmen geblieben sind, was für mich persönlich etwas widersprüchlich ist.
Die Work-Life-Balance ist sehr gut! Sowohl bezüglich der Arbeitszeiten, die flexibel abgestimmt werden können, als auch bzgl. der sehr geringen Überstunden. Jede*r hat ab und an mal private Termine, die in den Arbeitszeiten liegen und problemlos angekündigt und wahrgenommen werden können. Insgesamt ist die Flexibilität groß.
Es gibt ein jährliches Weiterbildungsbudget, das flexibel genutzt werden kann. Mehr ist möglich, wenn eine Weiterbildung für den Job sinnvoll ist. Wer Wünsche proaktiv anspricht, hat gute Chancen, damit erfolgreich zu sein. Die Karriereperspektiven sind in jedem kleinen Betrieb begrenzt. In gewissem Maße ist ein Vorankommen aber möglich – sowohl was den Titel, die Verantwortung und die Aufgaben als auch das Gehalt angeht. Zudem war das Unternehmen in der Vergangenheit durchaus eine Talent-Schmiede und ein Tür-Öffner. Es gibt mehrere ehemalige Mitarbeitende, die nach vielen Jahren bei DRSP gewechselt haben und Karriere-technisch gut dastehen.
Gute Leistungen werden belohnt, Gehälter werden – wie überall, wo es keine Tarifverträge gibt – individuell verhandelt. Dabei wird bspw. die relevante Berufserfahrung mit einbezogen. Ohne das geprüft haben zu können, denke ich, dass das Gehaltsniveau mind. im Branchendurchschnitt liegt, tendenziell wahrscheinlich sogar etwas darüber. Was weitere Leistungen angeht, gibt man sich Mühe. Es gibt bspw. eine Fahrkostenpauschale, vermögenswirksame Leistungen sowie Rabatte auf nachhaltige Produkte und Dienstleistungen via einer Online-Plattform. Auch bei diesem Thema ist die Geschäftsführung offen für Vorschläge und es sind auch schon weitere schöne Benefits in Planung. Mit den zahlreichen Leistungen eines Konzerns kann man das, was kleine Firmen bieten können, nie 1:1 vergleichen, aber das Gesamtpaket ist schon gut!
Es gibt Bemühungen, bspw. in Form von Weihnachtsspenden für wohltätige Zwecke (Tier- und Umweltschutz, Baumpflanzungen u. Ä.). Zudem ist die Geschäftsführung für Vorschläge aus dem Kollegium offen. Falls bspw. jemand an Corporate Volunteering interessiert wäre, ist sowas sicherlich umsetzbar. Insgesamt ist DRSP weder besonders umwelt- und sozialbewusst, noch wird das Thema ignoriert oder als irrelevant erachtet. Realistisch betrachtet würde ich das Ganze irgendwo in der goldenen Mitte einordnen mit Interesse daran, sich weiter zu verbessern und realistischem Bewusstsein dafür, dass Luft nach oben besteht.
Im Allgemeinen ist der Zusammenhalt gut. Homeoffice- und Remote-bedingt befinden sich nicht alle Kolleg*innen am selben Ort, sodass dieses Thema wahrscheinlich besonders individuell wahrgenommen wird.
Es wird keinerlei Unterschied gemacht.
Durchweg freundlich, fair und auf Augenhöhe inkl. Politik der offenen Tür und einem jederzeit offenen Ohr für die eigenen Belange. Die Geschäftsführung ist hier „mitten im Geschehen“ und operativ selbst stark mit eingebunden. Flache Hierarchien sind hier Realität. Es wird nicht stark und an sehr „langer Leine“ geführt, sodass eher Personen ins Team passen, die gern ziemlich eigenverantwortlich und selbstständig arbeiten. Für mich persönlich ist das ideal. Natürlich hat es gelegentlich auch Nachteile, da manchmal Situationen entstehen, in denen unklar ist, wer entscheidungsbefugt ist. Das kommt aber selten vor und lässt sich einfach klären. Somit überwiegen die Vorteile eindeutig.
Die Arbeitsbedingungen sind gut. Die Arbeitsausstattung ist hochwertig. Wenn jemand einen individuellen Wunsch äußert, der einfach nur finanziert werden muss, aber keinen größeren organisatorischen Aufwand nach sich zieht, wurde dem meines Wissens bis dato immer entsprochen. Die Lage und Büroräumlichkeiten könnten besser sein, bspw. mangelt es aktuell leider an einem richtigen Meeting-Raum.
Die Kommunikation im Team empfinde ich als gut. Es gibt wöchentliche virtuelle Team-Meetings, in denen jegliche Themen angesprochen werden können – Fachliches, Informelles, Fragen etc.
Ich habe keinerlei Diskriminierung wahrgenommen.
Ich kann hier nur für meine eigene Position sprechen, da ich dies für sehr individuell halte und es interessiert sich natürlich nicht jeder Mensch für dasselbe. Meine eigenen Aufgaben sind interessant und durch die Verschiedenartigkeit der Kund*innen und Projekte kann immer mal etwas Neues dazugelernt werden. Da man im Arbeitsalltag oftmals nicht so stark durchgetaktet ist, dass gar kein Raum bleibt, um über den Tellerrand zu blicken, ist es zudem möglich, sich eigeninitiativ mit eigenen fachbezogenen Themen zu befassen (neue Produkte, Programme etc.) oder sich weiterzubilden.
Man sollte zu seinem Wort stehen und nicht nach dem Mund anderer reden.
Natürlich kann man Kollegen finden, mit denen man sich persönlich gut versteht. Die Gefahr, dass hinten rum aber was anderes läuft, ist sehr hoch. Vertrauen ist gefährlich.
Unternehmen gibt sich als modern und offen aus, das stimmt nicht mit der Realität überein.
Wenn man sich selbst kümmert und gut argumentiert, warum eine Weiterbildung wichtig ist, ist durchaus was möglich.
Karriereaufstiege werden mit neuen Titeln suggeriert, viel ändern tut sich nichts.
Ich habe kein Umwelt- oder Sozialbewusstsein bemerkt.
Aufgrund einer toxischen Grundathmosphäre besteht immer die Gefahr, dass einem in den Rücken gefallen oder man gegeneinander ausgespielt wird.
Es wird keinen Unterschied gemacht.
Nach dem GF-Wechsel wurde es etwas besser, aber im Endeffekt hat sich nur die Kommunikation miteinander geändert, nicht das Verhalten.
Veraltete Programme, keine ergonomischen Arbeitsplätze, akribische Kontrolle der Arbeitszeit - Rechtfertigung bei "zu wenigen" Überstunden nötig
Es wird viel kommuniziert, wenig gesagt und noch weniger davon auch umgesetzt.
Wenn man sich mit teilen der alten Geschäftsführung gut versteht, ist alles besser. Ansonsten werden alle gleich behandelt.
Viele unterschiedliche Kunden, man lernt immer dazu.
Wenn man Lust hat, sich anzubiedern, wird man auch entsprechend gefördert
Hier weint alle paar Wochen jemand heimlich auf dem Klo
Die Arbeitnehmer nicht immer nur mit leeren Aussagen vertrösten, sondern auch mal wirklich entsprechend handeln
Aus der Schweiz nur Druck, Unverständnis und Verachtung
Geregelte Arbeitszeiten für eine Agentur - wird aber nicht gern gesehen
Hier geht's nicht nach Kompetenz sondern nach dem Geschmack der Schweiz
Das einzige, was mich hier gehalten hat
Hier wird kein Unterschied gemacht
Absolute Enttäuschung
Fähnchen im Wind
Gegenüber der Schweiz werden so ziemlich alle vor den Bus geworfen
Man kriegt nur das, worauf andere keine Lust hatten
Durch die Kollegen und die fröhliche Stimmung herrscht immer eine gute Atmosphäre zum Arbeiten. Man hilft sich gegenseitig und alle haben ein offenes Ohr bei Problemen.
Das Unternehmen hat in der Branche schon eine gewisse Bekanntheit.
Die Arbeitszeiten sind wirklich human, man arbeitet entweder von 8 Uhr bis 16.30 Uhr oder fängt erst um 10.30 Uhr an und bleibt bis 19 Uhr. Überstunden habe ich selten gemacht und die Wochenenden sind frei.
Ich denke, dass alle, die sich engagieren und auch Interesse am Unternehmen haben, die Möglichkeit zum Aufstieg hätten. Aber natürlich ist das Unternehmen klein und die Möglichkeiten zur Übernahme einer höheren Position sowie zur Verantwortungsübernahme sind damit begrenzt.
Weiterbildungen werden meines Erachtens vernachlässigt. Mein Interesse, mich mehr einzubringen und dafür gern auch weiterzubilden, wurde nicht gehört. Weiterbildungen habe ich überhaupt erst bei einer Kollegin mitbekommen, hier besteht sicherlich Optimierungsbedarf.
Das Gehalt ist völlig in Ordnung und wird auch bei steigendem Arbeitsaufwand/Seniorität angepasst. Zudem gibt es für die Mitarbeiter, die dies brauchen, ein Diensthandy.
Konkrete Maßnahmen dazu habe ich nicht erlebt. Die gab es aber in der Vergangenheit wohl.
Müll wird natürlich getrennt.
Der Kollegen-Zusammenhalt ist fantastisch, es herrscht eine sehr offene und fröhliche Atmosphäre im Team. Zu Geburtstagen trifft mans ich oder grillt spontan nach der Arbeit gemeinsam. Auch die Pausen im Pausenraum oder im Außenbereich muss man nie allein verbringen. Das Team ist fantastisch; alle Mitarbeiter sind integriert und alle verstehen sich gut. Ich habe mich sehr wohl gefühlt!
Es gibt wenige Kollegen 45+, diese werden genauso behandelt wie alle anderen auch. Es wurden auch immer wieder Kollegen 45+ eingestellt.
Es tut sich wirklich was! Ich möchte auf die Vorredner der vergangenen Jahre eingehen und sagen, dass sich gerade einiges im Wandel befindet. Ja, es gab lange Zeit viele Probleme, aber diese wurden erkannt und es hat sich etwas getan. Was auch daran liegt, dass es inzwischen personelle Veränderungen gibt und "frischen Wind". Vor allem die Kommunikation wird inzwischen gefördert durch die Einführung von wöchentlichen team-übergreifenden Meetings und die größere Einbindung aller Teams in übergreifende Projekte. Außerdem werden regelmäßige Feedback-Gespräche gehalten und man hat ein offenes Ohr für die Wünsche der neuen Mitarbeiter. Das finde ich sehr angenehm, da auch ich noch andere Zeiten erlebt habe.
Zu meinen Chefs habe ich ein sehr offenes und freundliches Verhältnis; man schätzt sich in einem kleinen Team. Insgesamt sind alle wirklich bemüht, einen anderen Weg zu gehen als noch vor einem Jahr. Ich habe diese Veränderung deutlich gespürt!
Die Räume sind eher kahl und nüchtern gehalten. Wenn man lange genug nörgelt, kriegt man auch einen neuen Computer, auf den älteren ist effizientes Arbeiten zum Teil schwierig. Auch die Betreuung durch die externe IT ist eher mäßig, was oft zur Frustration der Mitarbeiter führt. Hier müsste eventuell mehr Geld in die Hand genommen werden, aber an sich kann man zufrieden sein.
Das Büro ist ansonsten mit allem ausgestattet was man braucht. Es gibt eine Tee-Küche, wo man sich auf dem Herd oder in der Mikrowelle auch mal ein schnelles Essen zubereiten kann. Tee und Kaffee werden gestellt.
Die Umgebung des Büros ist wenig aufregend. Es gibt keine Läden oder Restaurants, außer einem Steakhaus - aber das spart Geld! Außerdem stärkt es das Team, weil alle in der Pause da bleiben und miteinander essen.
Für die Autofahrer stehen am Haus ausreichend Parkplätze zur Verfügung.
Inzwischen ist sie besser geworden, meine Erfahrung insgesamt ist allerdings zu einem großen Teil auch noch durch fehlende Kommunikation gezeichnet. Mein Wunsch, mich verstärkt einzubringen, wurde leider lange nicht erhört.
Jetzt hat sich aber, wie oben bereits geschrieben, einiges getan und die Kommunikation ist positiv einzuschätzen.
Diskriminierung in irgend einer Form habe ich nicht erlebt.
Die Kunden sind wirklich sehr interessant und reichen vom internationalen DAX-Konzern zum regionalen Mittelständler. Dafür sind die Aufgaben eher wenig abwechslungsreich und wiederholen sich schnell. Wenn man nur das Tagesgeschäft bearbeitet, kann das schnell eintönig werden - für mich hat irgendwann die Herausforderung gefehlt.
Inzwischen wird mein Team allerdings verstärkt in Projekte eingebunden und man kriegt eigenverantwortliche Zusatzaufgaben. Das sorgt für Abwechslung. Leider habe ich davon nicht lange etwas gehabt.
spannende Kunden (von erfolgreichen Mittelständlern bis zu großen DAX-Konzernen); interessante, vielseitige und herausfordernde Aufgaben; Möglichkeit der Mitarbeit/Unterstützung in anderen Unternehmensbereichen; Kollegenzusammenhalt und Arbeitsatmosphäre ; gemeinsame Team-Aktivitäten
die Lage der Firma; teilweise auch eintönige Aufgaben
Durch den großen Zusammenhalt unter den Kollegen sowie das gute Teamwork ist die Arbeitsatmosphäre durch Harmonie, Spaß und gegenseitige Unterstützung geprägt. Wir treffen uns auch in unserer Freizeit zu After-Work-Bierchen, Grillen und Geburtstagsfeiern.
Die Arbeitszeit von acht Stunden pro Tag wird in der Regel nicht übertroffen, sodass eine gute Work-Life-Balance besteht. Es gibt einen Früh- (08:00 Uhr bis 16:30 Uhr) und einen Spätdienst (10:30 Uhr bis 19:00 Uhr), der innerhalb der Teams fair aufgeteilt und individuell abgestimmt wird. Die Mittagspause ist 30 Minuten lang, kann bei Bedarf jedoch auch verlängert werden. Überstunden fallen lediglich zu Zeiten von Urlaubsvertretungen oder Krankheitsfällen an. In ganz seltenen Fällen kommt es vor, dass, bspw. zur Erfüllung spezieller Kundenwünsche (eilige Aufträge, größere Projekte) vereinzelnd Überstunden geleistet werden. Geleistete Überstunden können abgebummelt werden. In Spezial/Sonderfällen findet alternativ eine Vergütung statt.
Weiterbildungsbedarf wird erkannt oder angesprochen und miteinander besprochen. Mitarbeiter haben die Möglichkeit, vereinzelnd Weiterbildungen zu besuchen. Eigeninitiative, Mitdenken und Interesse an einem Blick über den Tellerrand ist gewünscht. Intern wird großer Wert auf ein gutes Wissensmanagement und Wissenstransfer gelegt.
Die Bezahlung ist gut und liegt leicht über dem Branchendurchschnitt. Am Ende des Jahres wird eine leistungsabhängige Prämie ausgezahlt.
Es besteht ein großer Zusammenhalt unter den Kollegen. Die Zusammenarbeit in den Teams sowie zwischen den einzelnen Teams funktioniert sehr gut. Das Teamwork wird auch durch Events, wie bspw. der gemeinsamen Teilnahme am Norderstedter Firmenlauf gefördert und ausgebaut.
Der Umgang mit Kollegen 45+ ist tadellos (siehe Gleichberechtigung).
Zu meinem Vorgesetzten habe ich ein vertrauensvolles Verhältnis, das durch einen regelmäßigen Austausch und Feedbacks geprägt ist. Für Wünsche und Anregungen gibt es ein offenes Ohr.
Helle Büroräume, die maximal mit bis zu drei Mitarbeitern pro Büro belegt sind, zwei Monitore pro Arbeitsplatz oder alternativ ein großer Apple iMac, eine voll ausgestattete Küche, für Kaffeeliebhaber eine Nespresso-Maschine, für Teeliebhaber diverse Teesorten zur kostenlosen Verwendung stellen sehr gute Arbeitsbedingungen dar. Weiterhin gibt es einen Pausenraum sowie eine kleine Terrasse, die bei gutem Wetter von den Kolleginnen und Kollegen gern für die Mittagspause unter freiem Himmel genutzt wird. Für das Aufsuchen von Restaurants während der Mittagspause ist die Lage der Firma nicht optimal. Es gibt ein gutes Steakhouse in der Nähe. Weitere Restaurants sind fußläufig leider nicht erreichbar. Aus diesem Grund bringen sich die meisten Mitarbeiter ihr Essen selbst mit oder bestellen gelegentlich bei Lieferdiensten.
Eine einwandfreie Kommunikation ist das A und O und wirkt sich schnell auf viele verschiedene Bereiche aus. Die interne Kommunikation bei drsp war in der Vergangenheit nicht immer optimal. Mittlerweile wurde diese durch verschiedene Maßnahmen gestärkt, ist jedoch noch ausbaufähig.
Alle Mitarbeiter werden gleich behandelt. Niemand wird ausgeschlossen oder diskriminiert.
Speziell durch die Betreuung großer Konzerne im gesamten D-A-C-H-Gebiet ergibt sich ein vielseitiger und interessanter Aufgabenbereich. Neben der leicht eintönigen Abwicklung zahlreicher Anzeigenschaltungen, die einen Großteil des Tagesgeschäfts ausmachen, sind es vor allem umfangreiche Mediaplanungen und Kampagnen, die herausfordern und Spaß bereiten.
Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit häufiger Probleme mit einer eher schlechten Stimmung unter den Mitarbeitern, nach einigen Veränderungen arbeitet es sich inzwischen aber sehr entspannt und angenehm.
Die Agentur hat in der HR-Branche eine hohe Bekanntheit und ein gutes Ansehen. Man arbeitet für teils sehr renommierte Kunden.
Ein bisschen Flexibilität und Entgegenkommen wird erwartet. Die Arbeitszeiten sind aber alles in allem absolut familientauglich. Der Urlaubsanspruch bewegt sich im marktüblichen Rahmen und steigt mit Betriebszugehörigkeit.
Weiterbildung wird gefördert, aber nicht systematisch, sondern über individuelle Absprachen. Man muss anklopfen (dann wird in der Regel auch aufgetan).
Das Gehalt ist nach meiner Einschätzung marktüblich, ggf. etwas über Branchendurchschnitt. Dazu gibt es einen Fahrtkostenzuschuss und vermögenswirksame Leistungen. In bestimmten Funktionen sind auch weitere Benefits wie Smartphone und Laptop drin.
In der Vergangenheit wurde zum Beispiel der Deutsche Kinderschutzbund sehr stark unterstützt.
Die Kollegen sind nett, der Umgang ist entspannt, die Zusammenarbeit macht Spaß.
Die Generation 45+ ist eher unterrepräsentiert. Das bedeutet aber keine Diskriminierung und war auch schon mal anders. Das Durchschnittsalter liegt geschätzt bei 35 Jahren.
Es gibt für jeden der drei Geschäftsbereiche einen individuellen Verantwortlichen. Insgesamt sind die Hierarchien extrem flach, so dass die Geschäftsführung in der Regel immer nur eine Tür bzw. einen Anruf entfernt ist.
Es wird größtenteils in Einzel- und Zweierbüros gearbeitet. Die Räume sind hell und sauber, viele Mitarbeiter arbeiten mit iMacs. Die Atmosphäre ist vielleicht nicht ganz so "trendy" wie in mancher klassischen Werbeagentur, aber das Gesamtpaket stimmt. Küche und Pausenraum sind vorhanden.
Mehr geht natürlich immer, aber die Strukturen sind überschaubar. Wer fragt, dem wird gern weitergeholfen bzw. er erhält alle benötigten Infos.
Das Verhältnis "männlich/weiblich" beträgt ca. 40:60, beide Geschlechter sind absolut gleichberechtigt. Es werden immer wieder auch junge Mütter in Teilzeit beschäftigt.
Zu den Kunden zählen einige der Top-Adressen der deutschen und Schweizer Wirtschaft. Das Aufgabenspektrum reicht von eher standardisierten Abläufen (Schaltung von Stellenausschreibungen) bis hin zu extrem vielseitigen Kommunikationsprojekten. Seit 2013 wird auch eine eigene Karrieremesse in Zürich veranstaltet. Langeweile kommt selten auf.
Die Kollegen, der Zusammenhalt unter den Kollegen und die Zusammenarbeit mit tollen Kunden.
Das Führungsverhalten gegenüber den Mitarbeitern ist unzumutbar. Ich kann wirklich niemandem empfehlen dort anzufangen der an Leib und Seele nicht krank werden will.
Die Zeiten haben sich geändert. Es gibt jetzt Kununu und andere Arbeitgeberbewertungsportale und die Mitarbeiter haben (endlich) die Möglichkeit nach außen zu treten und offen zu machen, wie es innerhalb einer Firma tatsächlich aussieht. Ich kann drsp nur dringend empfehlen den Führungsstil komplett zu ändern, dies muss mit einem Austausch der entsprechenden Personen einhergehen. Die Geschäftsführung sollte anfangen ihr eigenes Verhalten zu reflektieren und Seminare besuchen, wie Mitarbeiter heutzutage geführt werden wollen. Unabhängige Berater könnten dabei sicherlich hilfreich sein. Eine Agentur, die sich selber als Beratungsunternehmen zu den Themen Mitarbeiterrekrutierung und Mitarbeiterbindung schimpft sollte hier als allererstes anfangen etwas zu ändern. Alles andere ist mehr als peinlich.
Die Atmosphäre ist Aufgrund des diktatorischen Führungsstils sehr schlecht. Es herrscht eine von Angst geprägte Unternehmenskultur. Das können auch die tollen Kollegen nicht ausgleichen.
Bei den Kunden gilt die Agentur als angesehen. Die permanenten Wechsel in der Kundenbetreuung wird sicherlich nicht gerne gesehen, aber hingenommen, da die Aufträge immer reibungslos funktionieren. Und jeder Mitarbeiter stets bemüht ist alle Kunden bestmöglich zufrieden zu stellen. Als Arbeitgeber ist das Image grandios schlecht. Warum wird wohl ausreichend deutlich.
Es gibt Phasen, wo die Arbeitszeiten von 40 Stunden pro Woche eingehalten werden können und es gibt andere Phasen, wo man auch schon mal 50-55 Stunden pro Woche in der Agentur sitzt und man froh ist, wenn man es schafft zwischendurch etwas zu essen. Es wird keine Rücksicht genommen auf private Termine, die ein Mitarbeiter hat. Die Kunden müssen in der Zeit zwischen 8 und 19 Uhr bedient werden. So dass sich alle Teams in einem Schichtsystem befinden. Das heißt aber nicht, dass diejenigen, die um 8 kommen auch pünktlich um halb fünf gehen dürfen – das gilt vor allem für die Account Manager. Durch den enormen Arbeitsdruck und die vorherrschende Angst, entsteht bei den meisten Mitarbeitern über kurz oder lang die Situation, dass sie sich abends und am Wochenende nicht mehr so entspannen und erholen können, wie sie es wollen und sollen…das Ergebnis ist, dass von Work-Life-Balance nichts übrig bleibt, selbst wenn das Büro pünktlich verlassen werden kann.
Die Karrieremöglichkeiten sind sehr eingeschränkt. Es handelt sich um eine kleine Agentur mit geringen Aufstiegsmöglichkeiten. Grundsätzlich ist der Aufstieg zwar möglich, aber das System richtet sich auch hier nicht nach Leistung sondern nach Beliebtheit. Das gleiche gilt für Weiterbildungen. Die meisten Mitarbeiter erhalten – trotz Versprechen in Vorstellungsgesprächen – keine Weiterbildungen, manche aber schon. Hier gibt es weder Gerechtigkeit noch ein erkennbares System.
Das Gehalt an sich ist in Ordnung und wird pünktlich gezahlt, wenn man zu den beliebten Mitarbeitern gehört, kann man auch ganz ordentliche Bonuszahlungen erhalten. Diese werden aber nach Gutdünken in unterschiedlicher Höhe ausgeschüttet. Zusätzlich gibt es einen Fahrtkostenzuschlag und nach der Probezeit vermögenswirksame Leistungen. Ein großer Teil der Überstunden ist mit dem Gehalt abgegolten, der Rest wird in der Regel bezahlt, aber auch nur dann, wenn es der Geschäftsführung in den Kram passt. Häufig muss man sich die vertraglich vereinbraten zu bezahlenden Überstunden doch erkämpfen. Wer den Mut hat, bekommt im schlimmsten Fall auf anderem Wege eins auf den Deckel.
Es wird pingelig darauf geachtet, dass die Mitarbeiter abends das Licht ausschalten. Ein Nachbar hat den Auftrag zu überprüfen, ob das auch ordnungsgemäß ausgeführt wurde. Falls nicht, hat es Konsequenzen für den „Schuldigen“. Der Müll wird getrennt.
Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist enorm. Innerhalb der einzelnen Teams sowie Teamübergreifend klappt die Zusammenarbeit gut, die persönliche Unterstützung ist ausgeprägt. Egal, ob inhaltlicher oder persönlicher Natur – auch wenn mal Tränen fließen – ist immer jemand da, der einen in den Arm nimmt. Die Kollegen werden hier schnell zu Freunden. Sicherlich hängt das auch damit zusammen, dass man sich hier gegenseitig vor den (willkürlichen) Angriffen von Seiten der Geschäftsführung schützen möchte. Die Fluktuation ist allerdings auf Grund des Führungsstils sehr hoch, so dass immer wieder neue Teamkonstellationen entstehen.
Am Umgang mit den Kollegen 45+ ist nichts auszusetzen. Es gibt nicht viele Kollegen in dieser Alterskategorie sowie einer langen Betriebszugehörigkeit.
Die Geschäftsführung ist im Verhalten gegenüber den Mitarbeitern entweder ignorant oder verhält sich ungerecht bis hin zu beleidigend. Es wird keinerlei Rücksicht genommen auf die Kapazitäten und Kräfte der Mitarbeiter. Wenn ein Mitarbeiter zusammenbricht, wird er eben ausgetauscht – wie eine Maschine. Die Geschäftsführung ist nicht in der Lage eine adäquate Personalplanung zu betreiben, deshalb wurden in den letzten Monaten mehrfach neue Mitarbeiter eingestellt, um sie dann noch innerhalb der Probezeit wieder zu entlassen, da man feststellen musste, dass gerade eine Auftragsflaute ist. Sobald das Geschäft wieder anzieht werden wieder neue Leute eingestellt, die dann eben wieder entlassen werden, wenn es gerade nicht mehr passt. Auch so kann man einen Betrieb führen. Auch kranke Mitarbeiter werden nicht gerne gesehen. Krankmeldungen können dazu führen in einen negativen Fokus zu geraten und dadurch zu den Mitarbeitern "aufzusteigen" die besonders viel fertig gemacht werden oder es wird sich direkt auf dem schnellsten Wege von dem Mitarbeiter getrennt.
Zudem wird Mitarbeitern grundsätzlich nicht vertraut. Alles wird kontrolliert. E-Mails werden alle mitgelesen und mit etwas Pech wird man schon mal zum Rapport gerufen wegen einer Mail, die man selber noch nicht mal gelesen hat. Der Mitarbeiter als Feindbild schlechthin.
Die Agentur befindet sich in einem Wohngebiet in Norderstedt. Norderstedt ist zwar von Hamburg aus mit der U1 gut erreichbar, aber es muss natürlich trotzdem viel Fahrtzeit in Kauf genommen werden. Da die regulären Arbeitszeiten nur Phasenweise eingehalten werden und sich alle Teams in einem Schichtsystem befinden, sollte man das bei der Entscheidung für oder gegen eine Stelle in diesem Unternehmen mit einkalkulieren. Die Räumlichkeiten sind in Ordnung. Alles was man braucht, an modernen Arbeitsgeräten, wird auch zur Verfügung gestellt. Es wird zweimal die Woche sauber gemacht – das leider zu den Arbeitszeiten, was mehr als nervtötend ist – aber es ist alles sauber. Im Sommer wird es in einigen der Büros allerdings sehr unangenehm heiß. Es gibt eine Küche, in der Essen warm gemacht werden kann, da sich in der Umgebung keine Möglichkeiten gibt, Auswärts zu essen. Das Telefon klingelt ununterbrochen und der Lärmpegel insgesamt ist sehr hoch. Da es nicht gerne gesehen wird, wenn Mitarbeiter, die Bürotüren schließen, kann auch dadurch kaum für Ruhe gesorgt werden.
In Anbetracht dessen, dass es sich um eine Agentur des Kommunikationssektors handelt, ist die interne Kommunikation in diesem Unternehmen ein absolutes Desaster. So werden Kunden z.B. nicht über den (wiederholten) Wechsel ihrer Kundenbetreuer informiert oder Mitarbeiter nicht über die Kündigung von Kollegen und über das weitere Vorgehen etc. Meetings werden völlig spontan einberufen ohne darauf Rücksicht zu nehmen, welche Kapazität die Mitarbeiter in diesem Moment zur Verfügung haben, genauso werden Meetings auch spontan abgesagt.
Es wurde schon mehrfach in vergangenen Bewertungen erwähnt, dass es beliebte und unbeliebte Mitarbeiter gibt – leider ist das so. Warum einzelne Mitarbeiter beliebt sind und andere nicht, ist nicht ersichtlich. Es gibt dabei keine Unterscheidung zwischen Männern und Frauen und Alt und Jung. Hier wird absolut gleichberechtigt fertig gemacht.
Tolle Kunden, die großen der deutschen und schweizerischen Wirtschaft zu betreuen macht Spaß. Das Aufgabenspektrum bleibt aber relativ gleich und in der Regel gibt es kaum Möglichkeiten weiterführende Aufgaben zu bekommen. Das lässt die Arbeitslast auch kaum zu.
Der Bewerbungsprozess geht schnell. Bewerber, die sympathisch sind und nicht allzu hohe Gehaltsvorstellungen haben, bekommen schnell eine Zusage, auch wenn sie keine oder eine branchenfremde Berufserfahrung haben.
Es gibt keine Einarbeitung, der Arbeitsdruck ist sehr hoch und wenn man nicht zu den bevorzugten Mitarbeitern gehört, hat man es schwer. Besonders schwer ist es für Berufseinsteiger, die darauf angewiesen sind, Berufserfahrung zu sammeln um danach beruflich weiterzukommen.
Meine Empfehlung sind Seminare und Trainings für die Vorgesetzten durch unabhängige Berater in den Bereichen Mitarbeiterführung, Kommunikation, Arbeitsrecht.
Wenn man nicht zu den bevorzugten Mitarbeitern gehört, rechnet man jeden Tag mit Schikanen, dass man z. B. von der Geschäftsführung mit zusätzlichen Aufgaben zu der ohnehin schon hohen Arbeitsbelastung unter Druck gesetzt wird. Es ist nicht unüblich, dass neue Mitarbeiter zu Beginn von der Geschäftsführung dahingehend getestet werden, wie viel Druck sie aushalten und wie sie in bewusst stressig gestalteten Situationen reagieren.
Die Agentur hat bei den Kunden ein gutes Standing. Nur dass die Kunden aufgrund der hohen Fluktuation oft neue Ansprechpartner bekommen, kommt nicht gut an. Das kann aber durch die Akkordarbeit der Mitarbeiter und das geringe Preisniveau ausgeglichen werden.
Bei 10, 11 oder 12 Stunden pro Tag „Work“ ohne Pause, bleibt wenig „Life“ übrig. Überstunden sind an der Tagesordnung, werden vorausgesetzt und wenn man Glück hat, einmal im Quartal durch eine kleine Prämienzahlung entlohnt. Die Prämie wird pauschal und nicht anhand der tatsächlich geleisteten Überstunden angesetzt – man bekommt sie oder nicht: Wenn man in dem betreffenden Quartal krank war oder durch sonstiges Verhalten negativ aufgefallen ist, bekommt man die Prämie nicht.
Die Möglichkeiten der eigenen Weiterentwicklung sind abhängig davon, ob man zu den bevorzugten oder nicht bevorzugten Mitarbeitern gehört. Die Weiterbildung in Bezug auf die Medienbranche ist für den Job nötig und muss selbstständig und in der Freizeit erfolgen.
Das Gehalt liegt leicht über dem Branchendurchschnitt. Zu den Benefits zählen, wie oben beschrieben, die Quartalsprämien für geleistete Überstunden, die man bekommt, wenn man in dem Quartal nicht negativ aufgefallen ist.
Der Abfall wird getrennt nach Biomüll, Papier und Plastik. Für die Trennung gibt es in der Küche beschriftete Abfallbehälter. Den Abfall müssen die Mitarbeiter in die Mülltonnen hinter dem Haus bringen. Beim Verlassen des Hauses zum Feierabend wird das Licht in allen Räumen ausgeschaltet.
Die Kollegen halten größtenteils zusammen, allerdings werden einige Mitarbeiter von den Vorgesetzten und der Geschäftsführung auffällig bevorzugt behandelt – das wirkt sich negativ auf den Zusammenhalt unter den Kollegen aus, weil die nicht bevorzugten Kollegen durch die ungleiche Behandlung misstrauisch gegenüber den bevorzugten Kollegen werden (es kam vor, dass bevorzugte Kollegen von den Vorgesetzten/der Geschäftsführung dazu angehalten werden, über das Verhalten der anderen Kollegen zu berichten). Durch die hohe Fluktuation unter den Mitarbeitern ist es nicht leicht, ein stabiles vertrauensvolles Verhältnis unter den Kollegen aufzubauen.
Über 90 Prozent der Mitarbeiter ist unter 30, viele sind Berufseinsteiger. Kollegen über 40 oder 45 sind zwar in der Minderheit, werden aber aufgrund ihrer langjährigen Betriebszugehörigkeit und schnellen Arbeitsweise sehr geschätzt.
Für das Verhalten der Vorgesetzten gibt es ein hohes Optimierungspotenzial. Wünschenswert wäre ein wertschätzender Umgang mit den Mitarbeitern, strukturierte Arbeitsprozesse, eine organisierte Einarbeitung neuer Mitarbeiter sowie konstruktive Kritik und Verlässlichkeit in den getroffenen Zusagen. Das Verhalten der Vorgesetzten ist weder fair noch berechenbar.
Die Agentur befindet sich in einem Wohngebiet in Norderstedt (Schleswig-Holstein, wird aber auf der Webseite als Hamburg angepriesen). Norderstedt kann man von Hamburg mit der U-Bahn erreichen, von der U-Bahnstation muss man noch ca. 10-15 Minuten laufen. Die Büros befinden sich in zwei nebeneinander stehenden Einfamilienhäusern, von außen vermutet man nicht, dass es sich um einen Arbeitsplatz handelt. Die Räume sind größtenteils hell und modern eingerichtet. Jeder Mitarbeiter hat einen eigenen Schreibtisch und PC oder Mac. Kaffee und Tee wird kostenlos zur Verfügung gestellt, kalte Getränke muss man sich selbst mitbringen. Wenn man mal eine Pause macht, kann man sich mitgebrachtes Essen in der Mikrowelle aufwärmen und im Pausenraum oder am Schreibtisch essen. Meistens wird Essen bestellt und am Schreibtisch gegessen. Geschäfte in der näheren Umgebung gibt es bis auf einen Zeitungsladen/Bäcker nicht.
Die interne Kommunikation ist in allergrößtem Maße ausbaufähig. Kommunikation auf Augenhöhe findet grundsätzlich nicht statt und es ist normal, dass die Geschäftsführung den (nicht bevorzugten) Mitarbeitern wichtige Informationen bewusst vorenthält, um sie auflaufen zu lassen. Meetings werden nicht angekündigt, sodass man sich weder zeitlich noch inhaltlich darauf vorbereiten kann – das heißt: Wenn die Geschäftsführung im Hause ist, müssen sich die Mitarbeiter abrufbereit halten, da von der Geschäftsführung jeden Moment ein Meeting mit sofortigem Beginn angesetzt werden kann. Das führt dazu, dass sich die Mitarbeiter nicht mehr trauen, zur Toilette, geschweige denn zur Pause, zu gehen sobald die Geschäftsführung im Hause ist. Man sollte es nicht riskieren, zu einem Meeting mit der Geschäftsführung zu spät zu kommen – ansonsten würde man gleich für den ersten Punkt auf der nicht vorhandenen Agenda sorgen: „Unzuverlässigkeit und fehlendes Verantwortungsbewusstsein der eigenen Person“. Besonders problematisch ist es, wenn man seine dringenden Aufgaben nicht mehr vor dem Meeting erledigen kann, weil man erst kurz vorher von dem Meeting erfährt. Sollte man durch die Teilnahme am kurzfristig angesetzten Meeting Anzeigenschlüsse verpassen, wird man in einem separaten Meeting vor den Kollegen über die eigene Unzulänglichkeit zur Rechenschaft gezogen. Kritik wird grundsätzlich nicht konstruktiv und fachlich ausgeübt, sondern durch Angriffe auf die eigene Person und vor den Kollegen ausgetragen.
Es gibt männliche und weibliche Kollegen, die gleichberechtigt behandelt werden. Über lange Zeit bestand das Team zu über 90 Prozent aus Frauen, die Vorgesetzten und die Geschäftsführung sind Männer. Nach einigen Schwangerschaften scheinen nun männliche Bewerber bevorzugt werden.
Für Berufseinsteiger sind die Aufgaben in Ordnung. Nach wenigen Wochen beherrscht man die Prozesse. Die Herausforderung besteht lediglich darin, die Masse an Aufträgen innerhalb kürzester Zeit abzuarbeiten und sich nebenbei selbstständig über Entwicklungen in der Medienlandschaft fortzubilden (was aber in der Freizeit oder in noch mehr Überstunden erfolgen muss, da im Tagesgeschäft keine Zeit dafür bleibt).
- Beratung durch einen unabhängigen, externen Dienstleister
- Coaching der Führungskräfte zum Thema Mitarbeiterführung
- Realistische Planung der Aufgaben
- Neustrukturierung der Prozesse
Die Arbeitsatmosphäre wird durch die sehr netten Kollegen bereichert. Von einem guten Betriebsklima kann aber nicht die Rede sein, da die Unternehmenskultur von Autorität, Druck und Willkür geprägt ist. An einem angenehmen Klima, in dem sich die Mitarbeiter wohlfühlen ist man nicht interessiert. Zu groß ist die Befürchtung, die Angestellten könnten Spaß bei der Arbeit haben und nicht mehr funktionieren wie eine Maschine.
Das Unternehmen ist renommiert, obwohl die hohe und aktive Mitarbeiterfluktuation auf Beachtung stößt. Ich würde keinem Bekannten oder Freund empfehlen, in dieser Firma zu arbeiten. Niemand hat es verdient, so behandelt zu werden. Allenfalls als Sprungbrett in die Branche kann ein solcher Job genutzt werden.
Die Arbeitszeiten sind selten normal. Es wird erwartet, dass man von früh bis spät verfügbar ist. Ein DANKE sollte man dafür nicht erwarten. Es wird wenig Wert auf regelmäßige Pausen gelegt, zudem ist der Pausenraum wenig einladend und die Umgebung nicht geeignet, um Essen zu gehen bzw. zu kaufen.
Urlaub wird i.d.R. genehmigt. Längere Urlaubszeiten ab 3 Wochen sind unüblich. Eine Vereinbarung dieses Jobs in Vollzeit mit einer Familie ist kaum vorstellbar.
Wahre Karriere-Perspektiven sind nicht vorhanden. Entweder man ist Teil der Geschäftsführung oder man ist Angestellter. Teamkoordinatoren oder Teamleiter gibt es i.d.R. nicht. Kriterien für einen Aufstieg sind nicht transparent. Weiterbildung wird meines Wissens gefördert, wenn Sie einen direkten Bezug zum Aufgabengebiet hat.
Das Gehalt ist angemessen. Nach Beendigung der Probezeit wird ein Zuschuss zu den Fahrtkosten sowie Vermögenswirksame Leistungen gewährt. Es gibt Kaffee für die Mitarbeiter.
Der Kollegenzusammenhalt ist nicht zuletzt durch das unmögliche Verhalten der Führungskräfte recht gut. Aufgrund der fehlenden Führung und der permanenten Attacken der Vorgesetzten organisieren sich die Mitarbeiter untereinander gut. Allerdings funktioniert dies nur, da sich alle Mitarbeiter früher oder später auf erhebliche Überstunden einlassen, um das Arbeitspensum gemeinsam zu bewältigen.
Die Fluktuation ist enorm und absolut branchenunüblich. Viele Mitarbeiter verlassen das Unternehmen schnell. Andere werden aufgrund mangelnder Kompatibilität spontan entlassen. Reflexion der Entscheider? Realistische Planung und fairer Umgang? Leider Fehlanzeige.
Die Teams sind jung, viele Berufseinsteiger und Young Professionals. 5-10% der Belegschaft sind älter als 45, die Leitung inbegriffen. Die wenigen älteren Mitarbeiter werden eher geschätzt, vor allem wegen Ihrer Loyalität.
Bei Neueinstellungen verzichtet man auf Kollegen 45+.
Das Vorgesetztenverhalten ist inakzeptabel auf ganzer Linie. Mitarbeiter werden nicht geführt, sondern bei Fehlern bestraft. Kontrolle und Überwachung der Mitarbeiter sowie Misstrauen sind an der Tagesordnung.
Eine Einarbeitung findet allerhöchstens durch die Belegschaft statt, deren Ziel es ist, neue Mitarbeiter möglichst schnell auf das unvorhersehbare Verhalten und die Willkür der Vorgesetzten vorzubereiten - stets in der Hoffnung, das Team möge ein paar Monate ohne Kündigungen auskommen. Es herrscht nicht selten ein harter Umgangston und man vergreift sich regelmäßig im Ton. Mitarbeiter werden willkürlich vor dem gesamten Team niedergemacht und beleidigt. Einwände und Kritik werden nicht geduldet und ignoriert. Der Zusammenbruch eines Mitarbeiters aufgrund des hohen Stresspegels wird billigend hingenommen. Mitarbeiter müssen in erster Linie funktionieren. Die Entscheidungen der Führungskräfte sind oft nicht nachvollziehbar und zeigen immer wieder die schlechte Planung der Aufgaben und Ressourcen. Überstunden werden als selbstverständlich angesehen. So kommt es, dass die Mitarbeiter das Arbeitspensum nicht schaffen und sich völlig verausgaben.
Die Arbeitsbedingungen sind in Ordnung. Die Büros sind zweckmäßig. Jeder Mitarbeiter hat einen Rechner und ein Telefon. Die Arbeitsplätze der Grafikabteilung entsprechen allerdings nicht dem neuesten Stand der Technik. Der Lärmpegel ist durch die permanent klingelnde und sehr laute Telefonanlage hoch.
Besprechungen gab es während der ersten Monate meiner Beschäftigung nicht. Es wird als Zeitverschwendung angesehen, sich über aktuelle Themen auszutauschen und Probleme gemeinsam im Team zu lösen. Ein Wissensaustausch findet überhaupt nicht statt. Die Vorgesetzten sehen sich nicht in der Verantwortung, Informationen über Ergebnisse und Erfolge mit den Teams zu teilen. Auch von Mitarbeitern, die erst kürzlich in das Unternehmen eingetreten sind, wird erwartet, bereits alles zu wissen. Ein Austausch bzw. offene Fragen werden als Unwissenheit und Dummheit ausgelegt. Leider gibt es immer wieder auch Missverständnisse in der Kommunikation der Vorgesetzten untereinander. Aufgrund der kleinen Unternehmensgröße sind Verantwortungsbereiche nicht klar getrennt und man erhält mitunter widersprüchliche Aussagen und Arbeitsanweisungen, da sich die Vorgesetzten nicht einig sind.
Mitarbeiter werden nicht gleichberechtigt. Es gibt immer Mitarbeiter, die trotz hohen Engagements und großer Kundenzufriedenheit ungerecht behandelt werden. Gratifikationen sind nicht nachvollziehbar und werden, auch bei gleicher Position, in ungleicher Höhe ausgeschüttet. Zielvereinbarungen werden nicht getroffen. Aufstiegschancen gibt es kaum.
Die Aufgabenvielfalt in diesen kleinen inhabergeführten Unternehmen ist grundsätzlich gegeben. Die Kunden kommen aus verschiedensten Branchen und man erhält einen guten Einblick in die HR-Kommunikation sowie den Stellenanzeigenprozess in Unternehmen. Da allerdings die Stellenbeschreibung mit der Realität nicht viel zu tun hat und die Aufgaben im gesamten Unternehmen schlecht kalkuliert werden, widmet man sich vor allem operativen Aufgaben. Für die dringend nötige Überarbeitung bestehender Prozesse und Verbesserung der internen Kommunikation ist keine Zeit. Zu einer aktiven Mitgestaltung des eigenen Aufgabengebiets kommt es nicht, da die eingehenden Aufträge meist die Kapazitäten der Mitarbeiter stark übersteigen. Eine Planbarkeit des Alltags bzw. Übernahme und Verantwortung eigener Projekte ist daher nicht möglich.