Wenig Positives
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die zentrale Lage der Büroräume
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Langweilige Aufgaben, wenig Karriereperspektiven, lächerliches Gehalt
Verbesserungsvorschläge
Weniger Assistenten beschäftigen. Dann müsste sich niemand mehr langweiligen, weil es endlich genug Arbeit für alle gäbe und man könnte ein auskömmlicheres Gehalt zahlen, statt an allen Ecken zu sparen,
Arbeitsatmosphäre
Durch die generelle Unzufriedenheit und das meist nicht besonders gute Vorgesetztenverhalten kommt keine gute Stimmung auf.
Image
Aufgrund der Größe eher unbekannt. Wechsel zu namhaften Unternehmen eher selten, nur wenige schaffen den Absprung zu einer Big4-Gesellschaft.
Work-Life-Balance
Von den für die WP-Branche üblichen Arbeitszeiten war hier netterweise nichts zu spüren. Wer vor 9 Uhr kam und nach 19 Uhr ging, war selber Schuld. Die Arbeit hat absolut keine Überstunden erfordert, auch nicht in der sog. "Busy Season". Wochenendarbeit gab es in meiner Steinberg-Zeit überhaupt nicht und da man kein Handy bekommt, wird auch keine Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit erwartet. Für Frauen oder generell Leute mit Familie sicherlich eine gute Stelle, wenn man nur die reine Arbeitszeit betrachtet, auch Teilzeit ist ohne Probleme möglich.
Karriere/Weiterbildung
Zumindest das Steuerberater-Examen und eine sich daran anschließende Tätigkeit als Prüfungsleiter teht eigentlich jedem offen, der freiwillig so lange bleiben will. Man sollte allerdings bedenken, dass man diese Tätigkeit bei größeren Gesellschaften oft auch ohne Examen ausführen kann. Wer das Examen geschafft hat, entwickelt sich meist in 2 Richtungen: Entweder, man geht schleunigst woanders hin oder man bleibt einfach die nächsten Jahre auf seinem Platz sitzen, das Wirtschaftsprüfer-Examen strebt so gut wie niemand dort an (es gibt allerdings auch keine wirklichen Perspektiven, die sich dort bieten würden).
Für Neueinsteiger werden im Sommer interne Fortbildungen im Steuerbereich durchgeführt. Ist zwar eine gute Idee, allerdings braucht man von dem Gelernten so gut wie nichts für die Arbeit bei Steinberg, sodass die Dinge auch schnell wieder aus dem Gedächtnis gelöscht werden.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist für Hochschulabsolventen wirklich gering. Weit entfernt von Big4, aber selbst für die WP-Branche insgesamt eher unterdurchschnittlich. Gehaltserhöhungen von 50 Euro im Monat sind wohl eher ein Witz als wirkliche Anerkennung der Leistung, statt Bonus gibt es nur ein 13. Gehalt. Selbst mit StB-Examen kommt man gerade mal auf ein Gehalt, dass man bei den Big4 auch ohne Titel schon als erfahrener Assistent verdienen kann.
Man findet allerdings auch wenig Leute von renommierten Universitäten. Vermutlich kann sich Steinberg so ein geringes Gehaltsgefüge leisten, weil die meisten Leute dort alternativ gar keinen Job finden würden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Was soll man dazu groß sagen. Es wird - wie für die Branche üblich - relativ viel Papier verbraucht.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb des eigenen Teams war unter den Assistenten meist ein guter Zusammenhalt, jedoch betraf das meistens nur die Leute aus dem eigenen Büro (3-4 Leute). Ansonsten herrschte Konkurrenzdenken um die wenigen Aufgaben und wenig Interesse aneinander.
Umgang mit älteren Kollegen
Da es viele ältere Mitarbeiter gibt, auch hier kein negatives Urteil. Da man ohnehin froh ist über jeden, der freiwillig bleibt, stehen einem hier alle Türen offen, wenn man ein ruhiges Leben ohne Weiterentwicklung möchte. Wer will, kann auch mit 45 noch als Prüfungsassistent Bankbestätigungen abgleichen.
Vorgesetztenverhalten
Jüngere Prüfungsleiter, die gerade erst befördert wurden, sind meistens nett, die älteren Führungskräfte sind aber launisch, ungerecht und lassen ihre eigene Frustration an den Assistenten aus. Die Geschäftsführung ist geizig. Wenn Steuerberater/ Wirtschaftsprüfer von außen angelockt und eingestellt wurden, halten diese es meist auch nicht lange aus, gute Leute suchen schnell das Weite.
Arbeitsbedingungen
Eigentlich ganz schöne Büroräume in sehr guter, zentraler Lage. Da die meiste Arbeit aber im Büro stattfindet und nicht bei den Mandanten, sind die ohnehin schon kleinen Büros schnell mit Akten überladen. Dafür, dass man i.d.R. 100% seiner Arbeitszeit im Büro verbringt, könnte alles etwas großzügiger gestaltet sein. Man bekommt ein Laptop zur Verfügung gestellt, das war es. Sollte man ausnahmsweise doch mal beim Mandanten vor Ort arbeiten, bekommt man als Team ein Uralt-Handy ausgeteilt, falls man den Prüfungsleiter erreichen möchte. Akten, Drucker und Ausrüstung muss innerhalb Hamburgs meist selber rumgetragen werden, es wird an allen Ecken gespart.
Kommunikation
Kommunikation wird auf ein Minimum gebrenzt. Dies bezieht sich sowohl auf Arbeitsanweisungen, als auch auf die allgemeine Entwicklung der Firma.
Gleichberechtigung
Kann nichts Negatives sagen.
Interessante Aufgaben
Die Homepage verspricht einen bunten Mix an Mandaten aus verschiedensten Branchen und eigenverantwortliche Tätigkeiten. Tatsächlich gibt es fast nur Schiffahrtsmandate, die Aufgaben sind immer die gleichen, Abwechslung ist nicht vorhanden. Außerdem gibt es meistens zu wenig Arbeit für alle, sodass man schnell gelangweilt rumsitzt. Da man ja aber irgendwie seine Stunden buchen muss, stellt sich schnell Frustration ein.