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Drees 
& 
Sommer
Bewertung

TopCompany6 Jahre

Ein Auf und Ab der Gefühle…

1,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Design / Gestaltung bei Drees & Sommer SE in Frankfurt am Main gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Fazit

Das Unternehmen bietet durchaus spannende Projekte und einige engagierte Kolleg:innen.
Doch die Unternehmenskultur ist stark leistungsgetrieben, von Misstrauen und politischem Verhalten geprägt und wenig wertschätzend.
Strukturen und Prozesse fehlen, Kommunikation ist intransparent, Gehälter und Karrierewege sind unklar und ungleich.
Wer hier (in diesem Bereich) arbeiten möchte, braucht ein dickes Fell, ein hohes Maß an Eigeninitiative – und sollte wissen, dass gute Ideen und Leistung nicht automatisch anerkannt werden.

Arbeitsatmosphäre

“Manchmal fühlt es sich an wie in einer Netflix-Serie: spannend, dramatisch, aber leider ohne Happy End. Die Luft im Team ist so dicht, man könnte sie fast schneiden – aber hey, zumindest spart man sich den Nebel für‘s Halloween-Büroevent.”

Die Unternehmenskultur ist stark leistungsgetrieben und wenig wertschätzend. Vertrauen oder ein gesundes Miteinander sind kaum vorhanden; die Stimmung ist häufig von Misstrauen, politischem Verhalten und unterschwelligem Druck geprägt.
Entscheidungen ändern sich gefühlt täglich, was zu ständiger Unsicherheit führt.
Lästern, Abgrenzen und gegenseitiges Herabsetzen gehören leider zum Alltag. Wer gute Laune mitbringt, muss damit rechnen, dass sie schnell ausgebremst wird.
Es gibt einzelne hilfsbereite Kolleg:innen, aber das Klima wird immer wieder von Konkurrenzdenken und Ellbogenmentalität überschattet.

Image

Nach außen präsentiert sich das Unternehmen gern modern und innovativ. Intern wirkt vieles jedoch wie aus einer anderen Zeit: hierarchisch, männlich geprägt und wenig offen für neue Ideen und moderne Arbeitswelten. Das öffentliche Image und die gelebte Realität klaffen deutlich auseinander.

Work-Life-Balance

Work wird hier großgeschrieben, Life eher klein. Überstunden sind in vielen Teams normal. Ständiger Zeitdruck gehört dazu, und selbst spannende Projekte werden einem durch permanenten Stress schnell madig gemacht.
Wer seine Grenzen klar ziehen kann, schützt sich selbst – Unterstützung durch die Führung ist selten.

Karriere/Weiterbildung

Fortbildungen werden nicht gerne gesehen, da man in dieser Zeit „nicht produktiv“ sei.
Gefördert werden vor allem jene, die sich politisch gut positionieren können.
Karrierechancen bestehen weniger durch Leistung als durch lautstarkes und oft toxisches Auftreten. Beförderungen erfolgen teilweise, ohne dass die für die Position nötigen Eigenschaften vorhanden sind – einfach weil es der „nächste logische Schritt“ ist.
Frauen erleben nach meiner Wahrnehmung häufiger Benachteiligungen oder respektlose Kommentare. Obwohl die Frauenquote insgesamt hoch ist, dominieren Männer die Führungsebenen. Fehlverhalten wird bei ihnen (Männern) oft übersehen oder sogar mit Beförderungen belohnt.

Gehalt/Benefits

Die Gehaltsstrukturen sind völlig intransparent. Unterschiede ergeben sich nach Verhandlungsgeschick, Abteilung, Aggressivität und Joblevel, nachvollziehbar ist das meiner Meinung nach nicht.
Bei einem Levelwechsel gibt es nur minimale Anpassungen, und ob man überhaupt aufsteigt, liegt allein im Ermessen der Führungskraft – was gerne hinausgezögert wird. Genauso wie der Bonus.
Jahr für Jahr hört man das Wort „Nullrunde“. Wer Gehaltsperspektiven sucht, braucht viel Geduld oder ein außergewöhnlich gutes Standing.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach außen gibt es Bemühungen, die jedoch kaum spürbar sind.

Kollegenzusammenhalt

Unter Kolleg:innen auf gleicher Ebene gibt es viele hilfsbereite Menschen und durchaus gute Zusammenarbeit.
Doch je weiter man nach oben blickt, desto stärker treten Egoismen und Machterhalt in den Vordergrund. Respektlosigkeiten – bis hin zu Beleidigungen – kommen vor.
Vertrauen in die Führung existiert kaum. Der Flurfunk ist oft schneller und präziser als jede offizielle Information.

Umgang mit älteren Kollegen

Es gibt nur wenige ältere Kolleg:innen. Es wird stark auf studentische Hilfskräfte gestützt, wodurch Erfahrungstransfer und nachhaltiges Wissensmanagement fehlen. Jeder versucht, sich selbst durchzuschlagen, was durch die fehlenden Strukturen zusätzlich erschwert wird.

Vorgesetztenverhalten

Führungskräfte hören selten wirklich zu und erst wenn es zu eskalieren droht greifen sie stattdessen chaotisch ein.
Konstruktives Feedback und nachvollziehbare Entscheidungen sind die Ausnahme.
Fehlerkultur bleibt ein Schlagwort, kein gelebter Wert. Absprachen können sich innerhalb von Minuten ändern, um anschließend bestritten zu werden.
Viele Führungskräfte handeln egoistisch, sichern sich nach oben ab und zeigen nach unten wenig Respekt oder Empathie. Private Informationen werden nicht vertraulich behandelt und gelangen schnell in den Flurfunk.
Die Personalabteilung wirkt eher wie ein Schutzschild für Führungskräfte als wie eine neutrale Instanz.

Arbeitsbedingungen

Die technische Ausstattung ist solide. Prozesse und Strukturen fehlen an vielen Stellen – was die Arbeit erschwert und zu zusätzlichem Chaos führt. Wer klare Abläufe schätzt, braucht hier starke Nerven. Eigeninitiative wird immer vorausgesetzt.

Kommunikation

Die Kommunikation von oben nach unten ist oft intransparent und widersprüchlich.
Offizielle Informationen kommen häufig schneller an der Kaffeemaschine.
Wer auf nachvollziehbare Entscheidungen oder klares Feedback hofft, wird regelmäßig enttäuscht. Nach vorne positive und hintenrum bösartig und missgünstig.

Gleichberechtigung

Obwohl die Frauenquote insgesamt hoch ist, sind in den Führungsetagen überwiegend Männer vertreten. Das Unternehmen ist nach meiner Wahrnehmung traditionell männlich geprägt – und dieses Muster spiegelt sich auch im täglichen Miteinander wider.
Frauen erleben häufiger respektlose Kommentare und werden seltener in Führungsrollen befördert, während männliche Kollegen auch bei Fehlverhalten gelobt oder weiterbefördert werden.

Interessante Aufgaben

Es gibt immer wieder spannende Projekte – doch Zeitdruck, fehlende Struktur und mangelnde Unterstützung können einem selbst interessante Themen schnell verleiden. Neue Ideen werden oft verworfen, weil man lieber „das macht, was man schon immer so gemacht hat“. Nicht selten stellen sich Vorgesetzte ins Rampenlicht.

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Arbeitgeber-Kommentar

Nikoleta IkonomidouSpezialistin HR Marketing & Employer Branding

Schade, dass Du bei Drees & Sommer nicht zufrieden bist und uns als Arbeitgeber nicht weiterempfiehlst. Themen wie Nachhaltigkeit, Führungsverhalten und Gleichberechtigung sind uns besonders wichtig. Deshalb finden wir es schade, dass Du ausgerechnet diese Punkte negativ wahrnimmst.

Unsere Vergütungsstruktur ist darauf ausgelegt, fair und marktgerecht zu sein. Sie orientiert sich an den Inhalten und der Verantwortung der jeweiligen Position. Faktoren wie Erfahrung, individuelle Performance und Entwicklungspläne fließen ein, sodass unsere Mitarbeitenden ihre Vergütung aktiv mitgestalten und von ihrer Weiterentwicklung profitieren können. Zudem findet im Rahmen der jährlichen Vergütungsrunde ein Gespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden statt, in dem sowohl die Vergütung als auch die Prämienhöhe erläutert werden. Darüber hinaus steht es allen Mitarbeitenden frei, sich unterjährig zum Thema Vergütung mit ihrer Führungskraft auszutauschen. Diese Gespräche bieten Gelegenheit, individuelle Leistungen zu besprechen und zukünftige Ziele zu setzen, um eine faire und transparente Vergütung sicherzustellen.

Wir verstehen, dass Du Dir persönlich eine Gehaltssteigerung wünschst. In einer Zeit, in der andere Unternehmen Mitarbeitende entlassen müssen, sichern wir mit unserem Effizienzprogramm unsere Arbeitsplätze. Wir halten daher lieber Gehälter und Prämien stabil, als uns von Mitarbeitenden zu trennen. Unabhängig von der aktuellen Marktlage legen wir Wert auf eine faire, marktgerechte und leistungsorientierte Vergütung. Indem wir uns regelmäßig mit anderen Unternehmen der Branche vergleichen, stellen wir dies sicher. Auch Fairness und Leistungsorientierung gelten unabhängig vom Effizienzprogramm – dazu tauschen sich unsere Führungskräfte und HR Business Partner regelmäßig aus.

Voraussetzung für die Besetzung von Führungspositionen bei Drees & Sommer ist, dass die Kandidat:innen das notwendige Know-how, die entsprechende Erfahrung und die spezifischen Fachkenntnisse mitbringen. Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Führungskräfte nicht nur fachlich kompetent sind, sondern auch über die nötigen sozialen und organisatorischen Fähigkeiten verfügen, um ihre Teams erfolgreich zu leiten – unabhängig von Geschlecht oder anderen Diversity-Dimensionen. Zudem fördern wir die Entwicklung unserer Führungskräfte mithilfe umfangreicher Trainings und Coaching-Programme. Selbstreflexion und persönliche Weiterentwicklung sind dabei zentrale Aspekte.

Ein respektvoller Umgang ist uns sehr wichtig. Wenn der Umgangston von Führungskräften oder Kolleg:innen unangemessen wird oder nachweislich falsche Aussagen getroffen werden, widerspricht das klar unseren Werten – solches Verhalten tolerieren wir nicht. Wer dies dennoch erlebt oder beobachtet, sollte sich an die zuständige HR Business Partner:in oder anonym an unsere externe Mitarbeiterberatung wenden. Wir gehen jeder Beschwerde unverzüglich nach.

Für alle weiblichen Fach- und Führungskräfte bietet unser internes Netzwerk She@Dreso die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und von erfahrenen Kolleg:innen begleiten zu lassen. Das Programm bietet wertvolle Einblicke in höhere Führungsebenen, persönliche Weiterentwicklung, Feedback zur Stärkung des Selbstvertrauens sowie Unterstützung bei neuen oder herausfordernden beruflichen Situationen. Gleichzeitig können die Teilnehmenden ihr internes Netzwerk erweitern und von der Expertise ihrer Mentor:innen profitieren.

In unserem alltäglichen Handeln sowie innerhalb unserer Projekte spielt Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Wir stellen beispielsweise unseren Fuhrpark schrittweise auf alternative Antriebe um und wenden nachhaltige Standards sowie die Cradle-to-Cradle-Prinzipien sowohl bei Kundenprojekten als auch bei unseren eigenen an. Darüber hinaus hält unsere Geschäftsreisen-Richtlinie fest, dass Mitarbeitende bei einer boden- bzw. schienengebundenen Reisezeit von unter fünf Stunden innerhalb Deutschlands auf die Flugoption verzichten.

Wir legen zudem Wert auf eine offene Feedback-Kultur. Deshalb ermuntern wir unsere Mitarbeitenden, Verbesserungsvorschläge und konstruktive Kritik im direkten Austausch mit ihrer Führungskraft oder der persönlichen Ansprechperson im HR-Team zu äußern. So können wir gemeinsam an konstruktiven Lösungen arbeiten.

Nikoleta Ikonomidou
Karriere-Team

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.