Ein Auf und Ab der Gefühle…
Verbesserungsvorschläge
Fazit
Das Unternehmen bietet durchaus spannende Projekte und einige engagierte Kolleg:innen.
Doch die Unternehmenskultur ist stark leistungsgetrieben, von Misstrauen und politischem Verhalten geprägt und wenig wertschätzend.
Strukturen und Prozesse fehlen, Kommunikation ist intransparent, Gehälter und Karrierewege sind unklar und ungleich.
Wer hier (in diesem Bereich) arbeiten möchte, braucht ein dickes Fell, ein hohes Maß an Eigeninitiative – und sollte wissen, dass gute Ideen und Leistung nicht automatisch anerkannt werden.
Arbeitsatmosphäre
“Manchmal fühlt es sich an wie in einer Netflix-Serie: spannend, dramatisch, aber leider ohne Happy End. Die Luft im Team ist so dicht, man könnte sie fast schneiden – aber hey, zumindest spart man sich den Nebel für‘s Halloween-Büroevent.”
Die Unternehmenskultur ist stark leistungsgetrieben und wenig wertschätzend. Vertrauen oder ein gesundes Miteinander sind kaum vorhanden; die Stimmung ist häufig von Misstrauen, politischem Verhalten und unterschwelligem Druck geprägt.
Entscheidungen ändern sich gefühlt täglich, was zu ständiger Unsicherheit führt.
Lästern, Abgrenzen und gegenseitiges Herabsetzen gehören leider zum Alltag. Wer gute Laune mitbringt, muss damit rechnen, dass sie schnell ausgebremst wird.
Es gibt einzelne hilfsbereite Kolleg:innen, aber das Klima wird immer wieder von Konkurrenzdenken und Ellbogenmentalität überschattet.
Image
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen gern modern und innovativ. Intern wirkt vieles jedoch wie aus einer anderen Zeit: hierarchisch, männlich geprägt und wenig offen für neue Ideen und moderne Arbeitswelten. Das öffentliche Image und die gelebte Realität klaffen deutlich auseinander.
Work-Life-Balance
Work wird hier großgeschrieben, Life eher klein. Überstunden sind in vielen Teams normal. Ständiger Zeitdruck gehört dazu, und selbst spannende Projekte werden einem durch permanenten Stress schnell madig gemacht.
Wer seine Grenzen klar ziehen kann, schützt sich selbst – Unterstützung durch die Führung ist selten.
Karriere/Weiterbildung
Fortbildungen werden nicht gerne gesehen, da man in dieser Zeit „nicht produktiv“ sei.
Gefördert werden vor allem jene, die sich politisch gut positionieren können.
Karrierechancen bestehen weniger durch Leistung als durch lautstarkes und oft toxisches Auftreten. Beförderungen erfolgen teilweise, ohne dass die für die Position nötigen Eigenschaften vorhanden sind – einfach weil es der „nächste logische Schritt“ ist.
Frauen erleben nach meiner Wahrnehmung häufiger Benachteiligungen oder respektlose Kommentare. Obwohl die Frauenquote insgesamt hoch ist, dominieren Männer die Führungsebenen. Fehlverhalten wird bei ihnen (Männern) oft übersehen oder sogar mit Beförderungen belohnt.
Gehalt/Benefits
Die Gehaltsstrukturen sind völlig intransparent. Unterschiede ergeben sich nach Verhandlungsgeschick, Abteilung, Aggressivität und Joblevel, nachvollziehbar ist das meiner Meinung nach nicht.
Bei einem Levelwechsel gibt es nur minimale Anpassungen, und ob man überhaupt aufsteigt, liegt allein im Ermessen der Führungskraft – was gerne hinausgezögert wird. Genauso wie der Bonus.
Jahr für Jahr hört man das Wort „Nullrunde“. Wer Gehaltsperspektiven sucht, braucht viel Geduld oder ein außergewöhnlich gutes Standing.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen gibt es Bemühungen, die jedoch kaum spürbar sind.
Kollegenzusammenhalt
Unter Kolleg:innen auf gleicher Ebene gibt es viele hilfsbereite Menschen und durchaus gute Zusammenarbeit.
Doch je weiter man nach oben blickt, desto stärker treten Egoismen und Machterhalt in den Vordergrund. Respektlosigkeiten – bis hin zu Beleidigungen – kommen vor.
Vertrauen in die Führung existiert kaum. Der Flurfunk ist oft schneller und präziser als jede offizielle Information.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt nur wenige ältere Kolleg:innen. Es wird stark auf studentische Hilfskräfte gestützt, wodurch Erfahrungstransfer und nachhaltiges Wissensmanagement fehlen. Jeder versucht, sich selbst durchzuschlagen, was durch die fehlenden Strukturen zusätzlich erschwert wird.
Vorgesetztenverhalten
Führungskräfte hören selten wirklich zu und erst wenn es zu eskalieren droht greifen sie stattdessen chaotisch ein.
Konstruktives Feedback und nachvollziehbare Entscheidungen sind die Ausnahme.
Fehlerkultur bleibt ein Schlagwort, kein gelebter Wert. Absprachen können sich innerhalb von Minuten ändern, um anschließend bestritten zu werden.
Viele Führungskräfte handeln egoistisch, sichern sich nach oben ab und zeigen nach unten wenig Respekt oder Empathie. Private Informationen werden nicht vertraulich behandelt und gelangen schnell in den Flurfunk.
Die Personalabteilung wirkt eher wie ein Schutzschild für Führungskräfte als wie eine neutrale Instanz.
Arbeitsbedingungen
Die technische Ausstattung ist solide. Prozesse und Strukturen fehlen an vielen Stellen – was die Arbeit erschwert und zu zusätzlichem Chaos führt. Wer klare Abläufe schätzt, braucht hier starke Nerven. Eigeninitiative wird immer vorausgesetzt.
Kommunikation
Die Kommunikation von oben nach unten ist oft intransparent und widersprüchlich.
Offizielle Informationen kommen häufig schneller an der Kaffeemaschine.
Wer auf nachvollziehbare Entscheidungen oder klares Feedback hofft, wird regelmäßig enttäuscht. Nach vorne positive und hintenrum bösartig und missgünstig.
Gleichberechtigung
Obwohl die Frauenquote insgesamt hoch ist, sind in den Führungsetagen überwiegend Männer vertreten. Das Unternehmen ist nach meiner Wahrnehmung traditionell männlich geprägt – und dieses Muster spiegelt sich auch im täglichen Miteinander wider.
Frauen erleben häufiger respektlose Kommentare und werden seltener in Führungsrollen befördert, während männliche Kollegen auch bei Fehlverhalten gelobt oder weiterbefördert werden.
Interessante Aufgaben
Es gibt immer wieder spannende Projekte – doch Zeitdruck, fehlende Struktur und mangelnde Unterstützung können einem selbst interessante Themen schnell verleiden. Neue Ideen werden oft verworfen, weil man lieber „das macht, was man schon immer so gemacht hat“. Nicht selten stellen sich Vorgesetzte ins Rampenlicht.

