Überstunden gehören zum guten Ton - jedoch gibt es keinen Ausgleich
Verbesserungsvorschläge
Seid doch endlich fair zu euren Mitarbeitenden. Nach außen gegenüber Bewerbern und Kunden wird das Bild eines sozialen und „woken“ Unternehmens vermittelt – intern sieht die Realität allerdings ganz anders aus.
Überstunden gehören hier zum Alltag. Es gibt praktisch keine Woche unter 55 Stunden. Im System („Paco“) können jedoch maximal 50 Stunden erfasst werden, was schlicht nicht der Wahrheit entspricht. Zudem schreibt nahezu jeder pauschal 8 Stunden pro Tag auf Projekte, obwohl die tatsächliche Arbeitszeit deutlich darüber liegt. Eine ehrliche Erfassung der geleisteten Stunden findet faktisch nicht statt. Überstunden verfallen stattdessen einfach.
Statt Mitarbeitende dauerhaft an ihre Grenzen zu bringen, sollten Überstunden endlich entweder fair bezahlt oder durch Freizeitausgleich abgebaut werden.
Besonders enttäuschend: Während die Vorstandsgehälter im Jahr 2024 um mehrere Millionen pro Jahr erhöht wurden, gingen die Mitarbeitenden komplett leer aus und erhielten keinen einzigen Cent mehr Gehalt.
Wer hier nicht bereits mit einem sehr guten Gehalt einsteigt, hat langfristig verloren. In den letzten fünf Jahren gab es insgesamt lediglich rund 3 % Gehaltssteigerung – das gleicht nicht einmal die Inflation eines einzigen Jahres aus. Real sinkt das Gehalt also Jahr für Jahr.
Gleichzeitig wird nahezu monatlich ein neues Unternehmen übernommen – dafür scheint genug Geld vorhanden zu sein. Für die eigenen Mitarbeitenden offenbar nicht.
Arbeitsatmosphäre
Mal besser mal schlechter, wie überall.
Work-Life-Balance
Gibt es nicht, keine Überstunden, kein Arbeitszeitausgleich (erst ab 60 Stunden die Woche). Es wird erwartet dass auch am Wochenende gearbeitet wird oder abends wenn die Projekte es erfordern - natürlich ohne das dafür Stunden geschrieben werden. Auch im Urlaub ist man immer erreichbar. Problem sind die hohen internen Tagessätze die einen dazu zwingen nur einen Bruchteil seiner Arbeitszeit zu erfassen, da sonst Projekte ins Minus gehen und somit die variable Prämie gekürzt wird.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ist vorhanden. Die neue Firmenwagenregelung ist jedoch ein direkter Eingriff in das Gehalt, sofern man sich früher noch sein Auto selber konfigurieren durfte und ein Auto aus der Mittelklasse wählen konnte wird man jetzt gezwungen aus einem Katalog zu wählen.
Kollegenzusammenhalt
Einigermaßen in Ordnung, am Ende schaut aber trotzdem jeder auf sich.
Arbeitsbedingungen
Schlecht, wie oben bereits erwähnt.
Kommunikation
Es gibt quasi keine Kommunikation, es wird einfach gemacht. Sobald es einem auffällt dass etwas geändert wurde - sei es Prozesse etc. wird dies einfach nur bestätigt. Wirklich sehr schlecht.
Gehalt/Benefits
Wer hier nicht direkt mit einem sehr guten Gehalt einsteigt, hat langfristig verloren. In den letzten fünf Jahren gab es insgesamt gerade einmal 3 % Gehaltssteigerung – das deckt nicht einmal die Inflation eines einzigen Jahres. Real bedeutet das: Das Gehalt sinkt jedes Jahr weiter.
Gleichzeitig wird nahezu jeden Monat ein neues Unternehmen gekauft – dafür scheint immer genug Geld vorhanden zu sein. Für die eigenen Mitarbeitenden hingegen offenbar nicht.

