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Bewertung

TopCompany6 Jahre

Terminal 3 lehrreich, aber Führungsverhalten und Atmosphäre unerträglich

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Werkstudent/inHat bis 2024 bei Drees & Sommer SE in Frankfurt am Main gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das einzig wirklich Positive war die Möglichkeit, bei einem großen und komplexen Projekt wie dem Terminal 3 am Frankfurter Flughafen mitzuarbeiten. Dadurch konnte man viele Einblicke in unterschiedliche Bereiche bekommen und wertvolle Erfahrungen sammeln, die für die eigene Entwicklung hilfreich sind.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Arbeitsatmosphäre war stark belastend, geprägt von Machtspielchen, Manipulation und öffentlicher Kritik. Überstunden waren die Regel, ein pünktlicher Feierabend selten. Führungskräfte behandelten Werkstudent:innen oft respektlos, Beschwerden oder Wünsche nach Abteilungswechsel wurden ignoriert. Interne Konflikte zwischen Vorgesetzten wurden nach unten weitergegeben, und wertschätzender Umgang mit Mitarbeitenden war kaum vorhanden. Trotz des großen Projekts überlagerten diese Faktoren die positiven Erfahrungen deutlich.

Verbesserungsvorschläge

Führungskräfte gezielt schulen – respektvoller Umgang, bessere Kommunikation und echte Führungsqualitäten entwickeln.

Überstundenkultur abbauen: klare Arbeitszeitregelungen schaffen und faire Ausgleichsmöglichkeiten einführen.

Interne Konflikte zwischen Vorgesetzten nicht auf Mitarbeitende abwälzen, sondern durch klare Strukturen und Verantwortlichkeiten lösen.

Arbeitsatmosphäre verbessern: im Großraumbüro für mehr Ruhe sorgen und respektloses Verhalten oder Bloßstellungen konsequent unterbinden.

Nachhaltigkeit ernsthaft in den Arbeitsalltag integrieren statt sie nur als Marketinginstrument zu nutzen.

Weiterbildungsmöglichkeiten praxisnah erweitern, anstatt sich nur auf Standardschulungen zu verlassen.

Mehr Wertschätzung für Werkstudent:innen und jüngere Mitarbeitende zeigen – sie sind keine „billigen Hilfskräfte“, sondern die Fachkräfte von morgen.

Beschwerden und Anfragen ernst nehmen: wenn Mitarbeitende Probleme mit ihrer Abteilung haben oder einen Wechsel wünschen, sollte das nicht ignoriert, sondern zeitnah und transparent behandelt werden.

Führungskräfte, die Werkstudent:innen nicht respektieren oder schätzen, sollten auch keine Werkstudent:innen zugeteilt bekommen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war sehr belastend. Im Großraumbüro bekam man alles mit – von nervigen Flurgesprächen bis hin zu lautstarken Streitereien zwischen Vorgesetzten. Häufig wurde Druck aufgebaut, und statt konstruktivem Austausch dominierte eine angespannte Stimmung. Wertschätzung oder ein respektvoller Umgang waren selten.

Image

Nach außen glänzt das Unternehmen als großer Player mit bekannten Projekten und einem starken Namen. Wer aber einmal dort gearbeitet hat, merkt schnell, dass die Realität hinter der Fassade eine ganz andere ist: interne Machtkämpfe, Respektlosigkeit und ein schlechtes Betriebsklima.

Work-Life-Balance

Work-Life-Balance war faktisch nicht vorhanden. Überstunden waren nicht die Ausnahme, sondern fast schon die Regel. Ein pünktlicher Feierabend war eine Seltenheit. Möglichkeiten zum Ausgleich gab es nicht, und selbst auf Nachfrage wurde Überstundenarbeit teilweise abgestritten.

Karriere/Weiterbildung

Aufstiegschancen gibt es für diejenigen, die bereit sind, private Zeit und Familie dauerhaft der Firma unterzuordnen und sich intern gegen Kolleg:innen durchzusetzen. Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen hauptsächlich aus internen Schulungen, die zwar nützlich sein können, aber nicht besonders innovativ sind.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt war für Werkstudent:innen in Ordnung und entsprach ungefähr dem Branchendurchschnitt. Zusätzliche Leistungen gab es kaum. Im Verhältnis zu den hohen Belastungen war die Vergütung daher eher ein schwacher Trost.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Unternehmen gibt sich gerne ein „grünes“ Image und springt auf den Nachhaltigkeitstrend auf. Nach innen war davon allerdings wenig zu spüren – es wirkte mehr wie ein Marketinginstrument als ein ernsthaft gelebtes Leitbild.

Kollegenzusammenhalt

Unter den Werkstudent:innen und einigen Kolleg:innen gab es durchaus Hilfsbereitschaft und Austausch. Gleichzeitig war es üblich, dass Personen vor anderen bloßgestellt oder kritisiert wurden. Einzelne Abteilungen wirkten zerstritten, sodass interne Spannungen den Zusammenhalt deutlich schwächten.

Umgang mit älteren Kollegen

Auch erfahrene Mitarbeitende wurden nicht respektvoll behandelt. Teilweise wurden ihnen Aufgaben übertragen, die klar unter ihrem Qualifikationsniveau lagen. Kritik und Bloßstellungen fanden unabhängig vom Alter statt, was gerade bei langjährigen Kräften zu Frustration führte.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten meiner Vorgesetzten war respektlos und manipulativ. Überstunden wurden aktiv gefordert, selbst wenn es nicht notwendig war. Werkstudenten, die eigentlich zur Unterstützung gedacht sind, wurden behandelt, als wären sie eine Art persönlicher „Dienstleister“, der jederzeit verfügbar sein muss. Kritik wurde laut und oft vor allen anderen geäußert, wodurch eine unangenehme und demotivierende Atmosphäre entstand.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren schwierig. Das Großraumbüro sorgte für ständige Ablenkungen, Diskussionen und Streitereien bekam jeder mit. Überstunden waren an der Tagesordnung, klare Strukturen fehlten, und kurzfristige Änderungen führten regelmäßig zu zusätzlichem Stress.

Kommunikation

Die Kommunikation war oft unklar und widersprüchlich. Aufgaben wurden kurzfristig geändert oder erst kurz vor Feierabend verteilt. Rückfragen wurden nicht ernst genommen oder gar als Störung empfunden. Transparenz war kaum vorhanden, stattdessen wurden Themen gerne aufgeschoben oder in Machtspielchen zwischen Vorgesetzten ausgespielt.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung wurde nach außen betont, im Alltag aber nicht konsequent gelebt. Viel hing davon ab, in welcher Abteilung man landete und unter welchem Vorgesetzten man arbeitete. Entscheidungen wirkten nicht immer fair und nachvollziehbar.

Interessante Aufgaben

Das einzig wirklich Positive war die Größe und Komplexität des Projekts „Terminal 3 am Frankfurter Flughafen“. Dort konnte man viel sehen und lernen und Einblicke in unterschiedliche Bereiche bekommen. Allerdings wurden die Aufgaben oft willkürlich verteilt und selten so gestaltet, dass sie den eigenen Stärken entsprachen.

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Arbeitgeber-Kommentar

Nikoleta IkonomidouSpezialistin HR Marketing & Employer Branding

Schade, dass Du bei Drees & Sommer nicht zufrieden bist und uns als Arbeitgeber nicht weiterempfiehlst. Das Thema Nachhaltigkeit, das Führungsverhalten und Gleichberechtigung sind uns besonders wichtig. Deshalb finden wir es schade, dass Du ausgerechnet diese Punkte negativ wahrnimmst.

Gleichzeitig möchten wir betonen, dass das Terminal 3 ein Großprojekt mit hoher Komplexität und Dynamik ist. In unserem Projekt hatten wir über die gesamte Laufzeit ca. 250 Werkstudierende, von denen wir erfreulicherweise zahlreiche Potentialträger in eine Festanstellung übernehmen konnten. Groß- bzw. Mega-Projekte wie das Terminal 3 sind naturgemäß herausfordernd und verlangen ein hohes Maß an Eigenverantwortung, Flexibilität und Belastbarkeit. Es ist eine bewusste Entscheidung, ob man sich auf ein solches Umfeld einlassen möchte oder lieber in kleineren, übersichtlicheren Projekten – wie etwa im Wohnungsbau – tätig ist. Diese Entscheidung respektieren wir selbstverständlich.

Unabhängig davon gilt: Ein respektvoller und wertschätzender Umgang ist für uns nicht verhandelbar. Die geschilderte Situation entspricht nicht dem Anspruch, den wir an unsere Führungskräfte und unsere Unternehmenskultur stellen. Um dem entgegenzuwirken, haben wir verschiedene Programme etabliert und feste Ansprechpartner:innen direkt am T3 benannt. Diese stehen unseren Werkstudierenden für vertrauliche Gespräche und konstruktives Feedback zur Verfügung. Wir hätten uns gewünscht, dass auch diese Möglichkeiten genutzt worden wären.

Auch wenn wir nicht auf alle Aspekte Deiner Beurteilung im Detail eingehen können: Die Behauptung, Drees & Sommer nutze Nachhaltigkeit nur als Marketinginstrument, ist nicht korrekt. In unserem alltäglichen Handeln sowie innerhalb unserer Projekte spielt Nachhaltigkeit eine wichtige und zentrale Rolle. Wir setzt auf moderne Mobilitätskonzepte und legt großen Wert auf eine nachhaltige Personalentwicklung.

Außerdem ist Voraussetzung für die Besetzung von Führungspositionen bei Drees & Sommer, dass die Kandidat:innen das notwendige Know-how, die entsprechende Erfahrung und die spezifischen Fachkenntnisse mitbringen. Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Führungskräfte nicht nur fachlich kompetent sind, sondern auch über die nötigen sozialen und organisatorischen Fähigkeiten verfügen, um ihre Teams erfolgreich zu leiten. Zudem fördern wir die Entwicklung unserer Führungskräfte mithilfe von umfangreichen Trainings und Coaching-Programmen. Gerade das Thema Selbstreflexion und die persönliche Weiterentwicklung sind dabei zentrale Aspekte. 

Zudem möchten wir betonen, dass wir ein wertschätzendes Arbeitsumfeld für alle Kolleg:innen schaffen – unabhängig von Alter, angenommener Herkunftsgeschichte, Glauben, Gender oder weiteren Dimensionen von Diversity. Dies gilt selbstverständlich übergreifend für alle Joblevel. Damit das alle Kolleg:innen auch verinnerlichen und in der Praxis leben, bieten wir unter anderem entsprechende Trainings an und sensibilisieren insbesondere die Führungskräfte für dieses Thema. Wer bei uns dennoch diskriminierende Handlungen im Alltag erlebt oder beobachtet, sollte sich an die eigene Führungskraft, den oder die HR Business Partner:in am Standort oder anonym an unsere externe Mitarbeiterberatung wenden. Wir gehen jeder Beschwerde unverzüglich nach, mit dem Ziel, Diskriminierungen zu unterbinden und die Betroffenen zu schützen.

Diese Gleichbehandlung gilt selbstverständlich auch beim Thema Weiterbildung, welche eine zentrale Rolle für die Entwicklung unserer Mitarbeiter spielt: Bei uns ist jede und jeder Einzelne:r dazu eingeladen, das Thema Weiterentwicklung aktiv mitzugestalten. Unser ganzheitliches Konzept "Keep on Learning" bietet dabei viele Facetten und wird z. B. durch unsere hauseigene Academy umgesetzt.

Auch wenn wir bedauern, dass dies nach deiner Wahrnehmung nicht so empfunden wurde, möchten wir betonen, dass Studierende bei Drees & Sommer, getreu unserem Leitsatz "Machen dürfen", wie vollwertige Kolleg:innen behandelt werden. Sie werden von Anfang an in den Arbeitsalltag und in Projekte eingebunden, übernehmen Verantwortung und sammeln wertvolle Arbeitserfahrungen.

Ein Abteilungswechsel ist über unseren internen Job Hub möglich, über den sich Mitarbeitende jederzeit vertraulich auf eine andere Abteilung bewerben können. Keine Anfrage bleibt unbeachtet. Sollten darüber hinaus Probleme mit einer Abteilung bestehen, kann jederzeit unser HR-Team kontaktiert werden, um die Situation diskret zu klären.

Wir nehmen die Kritik ernst und arbeiten kontinuierlich daran, unsere Führungskultur und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Wenn Du hier oder im abschließenden Feedback-Gespräch etwas noch nicht anbringen konntest: Es ist nicht zu spät. Wir freuen uns noch immer über Deine persönliche E-Mail: karriere-team@dreso.com. Gleichzeitig danken wir für die Mitwirkung am Projekt und wünschen für den weiteren beruflichen Weg alles Gute und viel Erfolg.

Nikoleta Ikonomidou
Karriere-Team

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.