Eine ehrliche Azubi- Bewertung , nicht wie die anderen hier die man gebeten wird zu schreiben sobald man dort anfängt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Leider sind bei Dreve viele Mitarbeiter und auch einige Abteilungsleiter noch sehr altmodisch eingestellt.
Von Einkaufsleitern, die sich gegenüber jungen weiblichen Auszubildenden unprofessionell und unangemessen verhalten, bis hin zu einer langjährigen Vertriebsleiterin, die Auszubildenden das Leben schwer macht und diese teilweise sogar mobbt – solche Probleme scheinen seit Jahren bekannt zu sein. Dennoch sind nur wenige Veränderungen erkennbar. Der Vertrieb gilt unter vielen Auszubildenden weiterhin als „Horrorabteilung“, und neue Azubis werden dort nach wie vor eingesetzt.
Kritik, Probleme oder unangemessenes Verhalten werden häufig eher unter den Teppich gekehrt, anstatt offen angesprochen und nachhaltig gelöst zu werden.
Arbeitsatmosphäre
Manche Mitarbeiter sind nett.
Karrierechancen
Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten sind aus meiner Sicht kaum bis garnicht vorhanden. Es besteht die Möglichkeit, nach der Ausbildung übernommen zu werden und als regulärer Mitarbeiter weiterzuarbeiten, darüber hinausgehende Aufstiegs- oder Entwicklungsperspektiven fehlen.
Auch Weiterbildungsangebote oder konkrete Fördermöglichkeiten scheinen nur begrenzt vorhanden zu sein. Wer langfristig Karriere machen oder sich innerhalb des Unternehmens weiterentwickeln möchte, findet hierfür nur wenige Perspektiven.
Arbeitszeiten
Zwar wird mit Gleitzeit geworben, für Auszubildende gilt diese in der Praxis jedoch kaum. Stattdessen bestehen feste Arbeitszeiten, und es wird erwartet, dass man die vorgegebenen Zeiten strikt einhält.
Wenn von der Ausbildungsleitung oder Vorgesetzten erwartet wird, bis 16:30 Uhr im Betrieb zu bleiben, wird dies auch entsprechend eingefordert. Selbst notwendige Arzttermine werden teilweise kritisch gesehen. Nach solchen Terminen hatte ich den Eindruck, dass dies bei einigen Vorgesetzten oder Kollegen negativ aufgenommen wurde, was zu einer unangenehmen Atmosphäre führen konnte.
Dadurch entsteht für Auszubildende nur wenig Flexibilität, obwohl nach außen der Eindruck einer Gleitzeitregelung vermittelt wird.
Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung liegt im Vergleich zu anderen Unternehmen im durchschnittlichen Bereich. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass Auszubildende häufig als günstige Arbeitskräfte eingesetzt werden.
Während meiner Zeit bei Dreve habe ich mehrfach erlebt, dass Azubis in Abteilungen eingesetzt wurden, in denen aufgrund von Personalmangel akuter Notstand herrschte. Teilweise mussten Auszubildende über lange Zeit Aufgaben übernehmen, die eigentlich einer Vollzeitkraft entsprachen – verbunden mit erheblichem Druck und Stress, weil die jeweiligen Abteilungen personell und organisatorisch überlastet waren.
Für ein Ausbildungsgehalt von wenigen Euro die Stunde eine vollwertige Mitarbeiterstelle zu ersetzen, entspricht aus meiner Sicht nicht dem eigentlichen Zweck einer Ausbildung.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Tätigkeiten sind häufig monoton und bieten nur begrenzte Lernmöglichkeiten. Statt einer gezielten Vermittlung von Ausbildungsinhalten hatte ich oft den Eindruck, dass Auszubildende überwiegend die Aufgaben übernehmen, die von den regulären Mitarbeitern ungern erledigt werden. Dadurch bleibt der eigentliche Ausbildungszweck teilweise auf der Strecke und die fachliche Entwicklung kommt zu kurz.
Respekt
Hier gilt aus meiner Sicht noch immer das Motto „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“. Auszubildende werden häufig nicht als Lernende, sondern eher als günstige Arbeitskräfte betrachtet. Wertschätzung, Förderung und eine moderne Ausbildungskultur kommen dabei teilweise zu kurz.