Ihr Unternehmen?

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Durable 
Hunke 
& 
Jochheim 
GmbH 
& 
Co. 
KG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Führungsstil von vorgestern, wenig Wertschätzung - Wandel spürbar

2,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Durable Hunke & Jochheim GmbH & Co. KG in Iserlohn gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

• Gute technische Ausstattung am Arbeitsplatz (höhenverstellbare Tische, ergonomische Stühle, zwei Monitore)
• Sichtbares und nutzbares Arbeitszeitkonto für tariflich Beschäftigte
• Investitionen in erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit
• Wertschätzung gegenüber langjährigen und ausscheidenden Mitarbeitern (z.B. Rentner-Weihnachtsfeiern)
• In einzelnen Abteilungen ein gutes, kollegiales Miteinander
• Betriebs-Kita

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

• Grundsätzliches Misstrauen gegenüber Mitarbeitern, besonders bei Remote-Arbeit
• Anwesenheit zählt mehr als tatsächliche Leistung
• Kaum Förderung junger Mitarbeiter, dafür hohe und steigende Fluktuation
• Intransparente, zu späte Kommunikation seitens der Geschäftsführung
• Ungleichbehandlung bei Gehalt und Beförderungen, abhängig von Geschlecht und persönlichen Beziehungen
• Kaum Fokus auf Automatisierung oder moderne Arbeitsmethoden
• Beschwerden werden von der Geschäftsleitung nicht zeitnah angegangen

Verbesserungsvorschläge

• Transparente und zeitnahe Kommunikation, statt Informationen erst über den Flurfunk durchsickern zu lassen
• Wertschätzung statt grundsätzlichem Misstrauen gegenüber den Mitarbeitern
• Junge Mitarbeiter gezielt fördern statt nur fordern, sonst wandern sie weiter ab
• Leistung wichtiger nehmen als reine Anwesenheit
• Moderne Arbeitsweisen (z.B. Remote-Arbeit) akzeptieren und sinnvoll umsetzen, statt sie am liebsten abzuschaffen
• Führungskräfte konsequent in die Pflicht nehmen und schulen, wenn offensichtlich Bedarf besteht
• Mitarbeiter, die sich offen über Vorgesetzte beschweren, müssen ernst genommen und geschützt werden

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre hängt stark von der Abteilung ab. In manchen Bereichen ist sie in Ordnung, in anderen herrscht das komplette Gegenteil. Dort meidet man den Kontakt bewusst, vor allem wegen der jeweiligen Abteilungsleitung.

Insgesamt ist das Unternehmen sehr altmodisch geführt. Das Misstrauen gegenüber Mitarbeitern ist bei den meisten Vorgesetzten groß. Wer beispielsweise remote arbeitet, gilt bei einem Großteil der Führungsebene pauschal als jemand, der nicht richtig oder gar nicht arbeitet. Die Geschäftsführung würde Homeoffice am liebsten komplett abschaffen. Wer stattdessen mit Anwesenheit und vielen Überstunden glänzt, steigt im Ansehen. Anwesenheit zählt hier mehr als Leistung.

Junge Mitarbeiter werden oft nur gefordert, kaum gefördert. Viele verlassen das Unternehmen deshalb schon nach kurzer Zeit. Die Fluktuation ist in den letzten Monaten spürbar gestiegen, besonders bei jüngeren Kollegen. Langjährige Mitarbeiter können sich dagegen einiges erlauben, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Das sorgt für zusätzlichen Unmut bei den Jüngeren.

Image

Die Außenwirkung ist deutlich besser als die Realität im Haus. Die Unzufriedenheit unter den Mitarbeitern nimmt zu.

Work-Life-Balance

Mit Arbeitszeitkonto (überwiegend tariflich Beschäftigte) sind Überstunden sichtbar und können stunden- oder tageweise abgebaut werden, auch wenn der "Nasenfaktor" weiterhin eine Rolle spielt.

Als außertariflich Beschäftigter (der laut Definition eigentlich keiner ist) sieht die Realität anders aus: Überstunden bis zu einer gewissen Grenze sind mit dem Gehalt "abgegolten" und mangels Arbeitszeitkonto weder sichtbar noch nachweisbar. Mit einem fairen Vorgesetzten lässt sich zumindest stundenweise gleiten, mit einem schlechten hat man schlicht Pech.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildung wird nur wenigen Mitarbeitern ermöglicht. Echte Karrierechancen tendieren gegen null.

Gehalt/Benefits

Das eigene Gehalt war ok. Insgesamt herrscht unter den Mitarbeitern aber deutlicher Unmut beim Thema Gehalt, besonders bei den Jüngeren. Kollegen mit alten Verträgen sind scheinbar in einer komfortablen Situation.

Als tariflich Beschäftigter wird man eingruppiert, ohne eigenen Verhandlungsspielraum. Die Eingruppierung ist nicht immer nachvollziehbar. Bei "Baby-ATs" ist alles Verhandlungssache und Nasenfaktor. Wie gut das eigene Gehalt tatsächlich ist, hängt maßgeblich davon ab, wie viele unbezahlte Überstunden erwartet werden (ohne Arbeitszeitkonto).

Auch heute wird zwischen den Geschlechtern spürbar unterschiedlich vergütet (absolutes No-Go).

Das Unternehmen hat einen Haustarif, wodurch nur rund 50 % der Erhöhungen und Sonderzahlungen des IG-Metall-Tarifvertrags weitergegeben werden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Unternehmen investiert in erneuerbare Energien im Bereich der Produktion. Der Fuhrpark besteht zum Teil aus Hybrid-/E-Fahrzeugen.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt beschränkt sich auf einzelne Personen aus der eigenen Abteilung und ein paar Kollegen aus anderen Bereichen. Ein nicht unerheblicher Teil der Belegschaft gönnt anderen nichts. Selbst dann nicht, wenn befristete Sonderregelungen nachvollziehbar und genehmigt waren. Hinter dem Rücken wird auffällig offen geredet.

Umgang mit älteren Kollegen

Es gibt regelmäßige Rentner-Weihnachtsfeiern, worauf großen Wert gelegt wird. Es werden häufig Mitarbeiter zum Renteneintrittsalter in die Rente verabschiedet.

Vorgesetztenverhalten

Einige Vorgesetzte sind fair, dort funktioniert die Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Bei anderen hat sich dagegen ein klassisches Führungsverständnis von oben herab gehalten. Am deutlichsten zeigt sich das bei einem der beiden Geschäftsführer: Wer im Gespräch eine andere Meinung äußert, wird regelmäßig unterbrochen. Angesprochen darauf, verweist er auf seine Position. Sinngemäß, das stehe ihm als Chef schließlich zu. Mit Konfliktfähigkeit und Respekt im Umgang mit Mitarbeitern hat das wenig zu tun.

Arbeitsbedingungen

Die Büros sind optisch etwas in die Jahre gekommen. Die Ausstattung ist jedoch gut. Höhenverstellbare Schreibtisch, ergonomische Stühle, Docking-Station und der Großteil der Mitarbeiter hat zwei Monitore. Es wird Office365 genutzt, jedoch wurden die Mitarbeiter nicht ausreichend geschult oder haben kein Interesse.

In einigen Büros ist es eng. Man sitzt dem Kollegen fast auf dem Schoß, entsprechend hoch ist teils der Geräuschpegel.

Im Sommer wird es in vielen Büros unangenehm warm, da nur wenige klimatisiert sind und das Gebäude teils schlecht isoliert ist. Kurze Hosen sind ungerne gesehen.

Kommunikation

Kommunikation seitens der Geschäftsführung fand in der Vergangenheit kaum bis gar nicht statt. Meist erst dann, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen war. Wichtige Entscheidungen und Informationen waren über den Flurfunk oft schon bekannt, bevor sie offiziell verkündet wurden. Seit dem Geschäftsführerwechsel hat sich das leicht gebessert, ist aber weiterhin klar ausbaufähig.

Gleichberechtigung

Im eigenen Bereich wurden alle Mitarbeiter gleich behandelt. Unternehmensweit zeigt sich aber ein anderes Bild: Gehalt, "Beförderungen" und andere Sonderregelungen hängen erkennbar auch vom Nasenfaktor und vom Geschlecht ab, nicht von der Leistung.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind oft manuell und repetitiv, Automatisierung wird selten vorangetrieben, wenn nur durch einzelne Mitarbeiter. Für spannende Themen bleibt meist wenig Raum. Unterstützung durch KI findet nur vereinzelt statt. Die IT-Abteilung ist leider chronisch unterbesetzt, wodurch viel Potenzial auf der Strecke bleibt.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.