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DYMATRIX 
GmbH
Review

Ich hätte mehr auf die Kununu-Bewertungen hören sollen, als ich mich beworben habe + die Wahrheit tut weh aber hilft

2.6
Not recommended
Former ManagerWorked in Marketing / Product management at DYMATRIX GmbH in Stuttgart, Baden-Württemberg until 2026.

Suggestions for improvement

Nach 25 Jahren seit Gründung und mit knapp 200 Mitarbeitenden hat DYMATRIX eine Größe erreicht, bei der man Unternehmen empfiehlt die inhabergeführte Geschäftsführung durch ein professionelles, externes Management auszutauschen. Dies ist gängige Praxis in vielen Unternehmen, welche diese Größe erreicht haben. Insbesondere dann, wenn die nun benötigten Qualifikationen nicht mehr oder unzureichend vorhanden sind oder dazu beitragen, dass sie sich negativ auf die Belegschaft auswirken.

Dies betrifft in erster Linie die Kommunikation. Leider steht und fällt mit der Kommunikation sehr vieles und sie ist nur sehr schwer zu verändern.

Dazu kommt die benötigte Offenheit für Veränderung. Sätze wie "das haben wir schon immer so gemacht" oder das Ignorieren von anderen, wirklich wichtigen und gut gemeinten Meinungen und Ideen trägt dazu bei, dass man Rückschritte statt Fortschritte macht.

Working atmosphere

Die Arbeitsatmosphäre ist schwierig.

Durch Zukäufe anderer Firmen wie bspw. dem Team aus Karlsruhe (ehemals. Econda) oder dem Team aus Hamburg (CleverPush) sowie der räumlichen Trennung (5. und 6. Stock im Office Stuttgart), herrscht eine "wir" und "die" Mentalität. Diese ist deutlich spürbar und trägt nicht gerade zur guten Arbeitsatmosphäre bei. Es wird zwar von HR-Seite aus versucht, diesen Zustand zu verbessern, dies gelingt aber nicht oder nur schlecht.

Je nach Büro und Bereich (4er Büro vs. Großraumbüro) ist es laut und man kann sich nicht gut und nicht fokussiert auf die Arbeit konzentrieren. Wenn besondere Technik (bspw. besondere Hardware für bestimmte Bereiche) dringend benötigt wird, steht man sich hier wegen einer Abweichung vom Standard selbst im Weg und es braucht die Entscheidung der Geschäftsführung. Hier kosten die Gespräche und Abstimmungen viel mehr Geld, als der Differenzbetrag der anzuschaffenden Hardware.

Der Flurfunk zeigt, dass sehr viele Mitarbeitende sehr häufig darüber nachdenken das Unternehmen zu verlassen/bereits auf der Suche nach neuen Stellen sind. Grund dafür ist das vom Unternehmen gelebte Misstrauen. Man ist mehr Sachbearbeiter, als Vordenker.

Communication

Wenn DYMATRIX eine Sache wirklich gut kann, dann ist es schlechte Kommunikation.

Offenen und ehrlichen Austausch gibt es nur zwischen den Mitarbeitenden. Die Geschäftsführung ist weder offen/transparent noch existiert ein wechselseitiger Austausch. Und falls man doch mal miteinander spricht, dann wird die Meinung der Mitarbeitenden zwar gehört, niemals jedoch als gut befunden.

Die neu eingeführten Ask-me-anything-Sessions sollen zwar dafür sogen, dass sich hieran etwas verbessert, verfehlen aber ihr Ziel. Der Geschäftsführung fehlt beim Beantworten der Fragen das Gespür und die Vorbereitung. Hier gilt: besser irgendwas kommuniziert, als gut kommuniziert.

HR hat in der Kommunikation der unternehmensinternen Mitarbeitendenbefragung zusätzlich die Chance verpasst, auf die wirklich schlechten Umfrageergebnisse einzugehen. Im Hintergrund passiert wohl etwas, man bekommt es aber nicht wirklich oder zu spät mit.

Viele Entwickler sprechen hauptsächlich englisch und verstehen nur bedingt deutsch. Der Vorschlag, die Kommunikation auf englisch umzustellen, wurde von der Geschäftsführung aufgrund mangelnder Englischkenntnisse abgelehnt.

Collegiality

Innerhalb der Abteilungen gibt es einen sehr guten Zusammenhalt.

Firmenintern weicht das aber stark voneinander ab. Auch hier gibt es wieder die Ausnahme zwischen den Standorten und bspw. und explizit auch dem 5. und 6. Stock im Stuttgarter Office. Immer mal wieder kommt ein "wir gegen die"-Gefühl auf.

Work-Life Balance

In der Firma wird kein Geheimnis daraus gemacht, dass man dem Prinzip "Work hard, Play hard" folgt. Das schlägt sich gar nicht mal unbedingt in krassen Überstunden wider, es wird bei phasenweiser Mehrarbeit am Wochenende aber auch nicht explizit (weder von der GF noch von HR) darauf hingewiesen, dass es sich hier um eine absolute Ausnahme handelt und üblicherweise nicht vorkommen sollte, sondern vor versammelter Mannschaft auf die positive Leistung hingewiesen.

Zudem kann man die gesammelten Überstunden eines Monats nur bis Monatsende abfeiern. Alles, was bis Monatsende nicht abgefeiert wurde, verfällt. Zudem muss erwähnt werden, dass pro Arbeitstag immer nur maximal 4h abgefeiert werden können. Halbe Urlaubstage gibt es nicht. Ergo: entweder man nimmt sich einen halben Tag durch Überstunden frei, oder einen ganzen Tag durch Urlaub. Das entspricht nur bedingt einer guten Work-Life-Balance - insbesondere dann nicht, wenn man mehr als 8 Überstunden angesammelt hat.

Thema "Play hard": dies geschieht vor allem über Firmenevents und insbesondere Alkohol. Wer nicht gerne feiert oder keinen/wenig Alkohol trinkt, geht leer aus.

Leadership behavior

Leider wurden einige Prinzipien vernachlässigt, die mir als Führungskraft selbst sehr wichtig sind und welche man meiner Meinung nach auch seinen Mitarbeitenden beispielhaft vorleben sollte:

Urlaub: Wer Urlaub hat, sollte im Urlaub sein. E-Mails und Anrufe sollten in dieser Zeit weder beantwortet, noch versendet/getätigt werden.

Kommunikation: die Kommunikation ist häufig umständlich/nicht klar. Dadurch kommen regelmäßig Missverständnisse auf und Nachfragen sind nötig.

Gespür: der gewählte Ton bzw. die Formulierungen und das Setting sind immer mal wieder grenzwertig. Das Feingefühl, wann Themen angesprochen werden sollten fehlt (bspw. direkt vor dem Urlaub oder kurz vor dem Wochenende).

Micromanagement: Nicht bei allem und jeder Entscheidung mit involviert sein müssen. Das zeigt Vertrauen in die Arbeit und in die Mitarbeitenden selbst.

Interesting tasks

Die Produkte sind spannend, wenn auch komplex. Wenn einem die Zeit gegeben wird, sich in diese einzuarbeiten, könnten daraus interessante Aufgaben entstehen.

Working conditions

Es wird damit geworben, dass man technisch auf dem neusten Stand ist. Das entspricht nur bedingt der Wahrheit. In manchen Berufsfeldern ist es sinnvoll mit einem Mac- statt Windows-Betriebssystem zu arbeiten. Dies ist normalen Mitarbeitenden nicht gestattet (Begründung: "wir sind eine Windows-Company" - Zitat der GF), während die GF selbst mit MacBooks arbeitet. Die Zeiten, in denen MacBooks mehr gekostet haben als jedes vergleichbare Notebook sind vorbei. Auch das Verwalten von MacBooks vs. Windows-PCs aus Sicht der IT sind nicht mehr haltbar. Das ist eine reine Einstellungssache.

Auch die höhenverstellbaren Tische haben in meiner Zeit vor Ort zu Problemen geführt. Hier hat sich der Prozess zwischen Defekt und Reparatur/Ersatz ganze 4 Monate gezogen. Die Tische waren in dieser Zeit nicht nur nicht höhenverstellbar, sondern gar nicht nutzbar bzw. mussten sogar demontiert werden. Handwerkermangel hin- oder her - als das Thema in der Ask-me-anything-Session hochgekocht ist, war schnell eine Lösung gefunden.

Es wird verlangt 3 Tage vor Ort zu sein bei 2 Tagen im Homeoffice. Statistiken von Feb 2026 zeigen, dass 3 Tage im Homeoffice und 2 Tage vor Ort am produktivsten sind.

Environmental and social responsibility

Hier verweise ich gerne auf die vorherigen Bewertungen. Malle/Ischgl sind nicht gerade umweltfreundlich und die nicht vorhandene Mülltrennung ist in Stuttgart wirklich bedenkenswert.

Zum Thema Sozialbewusstsein zählt für mich auch, dass man nicht nur in Alkohol "entlohnt" wird, sondern eben auch mit erhöhtem Schulungsbudget, großzügigen Spenden an soziale Projekte und einem von Herzen kommenden und ehrlichem "Danke" in Erscheinung tritt.

Salary/Social benefits

Beim Gehalt gibt es leider auch wieder standortspezifische Unterschiede. Manche Kolleginnen und Kollegen bekommen einen Bonus, manche aufgrund ihrer Altverträge (bspw. bei den KollegInnen in Karlsruhe) nicht. Dies gilt zwar nicht automatisch für alle und es wurde jedem auch die Möglichkeit gegeben, einen Neuvertrag mit Bonus abzuschließen, dafür aber auf andere Vertragsbestandteile des Altvertrags zu verzichten.

Ein 13. Gehalt oder Weihnachtsgeld gibt es nicht.

Die gesetzliche Mindestanforderung für die betriebliche Altersvorsorge wird gezahlt, mehr aber nicht.

Career/Professional development

Für manche Berufszweige gibt es Karrierepfade, für Expertenrollen jedoch nicht. Für diejenigen, bei denen es keine Karrierepfade gibt, ist die Entwicklung eine Blackbox. Selbiges gilt für die Gehaltsbänder.

Das Weiterbildungsbudget wird jährlich auf 500 Euro pro Mitarbeitenden und pro Abteilung festgelegt. So summiert sich das bspw. bei einer Abteilung von 4 Personen auf 2000€ im Jahr auf. Dieses Gesamtbudget kann für alle Mitarbeitenden innerhalb der Abteilung im Kalenderjahr vergeben werden. Wenn also eine Person an einer Schulung von 1700€ teilnimmt, bleiben 300€ für das restliche Team. Die Geschäftsführung kann zwar weitere Schulungen, die über das Budget hinaus gehen genehmigen, das stellt aber eher die Ausnahme dar.

Losgelöst von den externen Schulungen, die in das Schulungsbudget fallen, gibt es noch interne Schulungen, die regelmäßig und kostenlos im Büro angeboten werden. Diese sind gut und hilfreich, sind aber sehr allgemein (bspw. zu Kommunikation, Gesprächsführung, Konflikten etc.) und nicht fachspezifisch gehalten.

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Employer Comment

Emilia KammererJunior Recruiterin

Liebe:r ehemalige:r Kolleg:in,

vielen Dank für dein ausführliches Feedback. Wir schätzen es, dass du neben positiven Dingen wie dem Teamzusammenhalt auch die Punkte angesprochen hast, die aus deiner Sicht verbesserungswürdig sind. Wir nehmen die Hinweise ernst und prüfen die genannten Themen intern sorgfältig.

Wir wünschen Dir für die Zukunft alles Gute!
Dein HR-Team