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E-Aviation
Bewertung

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Abwechslungsreicher Job mit deutlichem Verbesserungsbedarf

2,6
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 für dieses Unternehmen in Stuttgart gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

* Abwechslungsreiche und interessante Einsätze mit vielen unterschiedlichen Destinationen.
* Sehr guter Zusammenhalt innerhalb der Cockpit-Crews.
* Hohe Eigenverantwortung und selbstständiges Arbeiten.
* Steuerfreie Schichtzulage.
* Guter technischer Zustand der Flugzeuge.
* Die CAMO-Mitarbeiter sind fachlich sehr kompetent und unterstützen den Flugbetrieb zuverlässig.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

* Sehr eingeschränkte Work-Life-Balance durch enge Einsatzplanung und geringe Planbarkeit.
* Häufige Verschiebung von ROFF-Tagen und schwierige Urlaubsplanung.
* Wenig Wertschätzung.
* Teilweise unangemessener Umgangston durch NPGO.
* Hohe Arbeitsbelastung bei gleichzeitig geringer Berücksichtigung von Rückmeldungen aus dem Flugbetrieb.
* Gehalt und Sozialleistungen entsprechen aus meiner Sicht nicht dem Niveau der Verantwortung und den Anforderungen des Berufs.
* Kaum Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.
* Dienstliche Aufgaben müssen teilweise mit privaten Endgeräten erledigt werden.
* Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitern werden selten umgesetzt.

Verbesserungsvorschläge

* Realistischere Dienstplanung mit stärkerer Berücksichtigung von Erholungszeiten und Privatleben der Crews.
* Verlässliche Einhaltung und Planung von ROFF-Tagen sowie bessere Planbarkeit von Urlaub.
* Mehr Wertschätzung für zusätzliche Einsatzbereitschaft und kurzfristiges Einspringen.
* Professioneller und respektvoller Umgangston auf allen Ebenen des Unternehmens.
* Größere Einbindung von Cockpit-Crews bei Entscheidungen, die den Flugbetrieb betreffen.
* Bereitstellung dienstlicher Arbeitsmittel wie Smartphones oder Tablets für dienstliche Aufgaben.
* Bessere Unterstützung und Vorbereitung bei anspruchsvollen Destinationen und Einsätzen.
* Überprüfung der Vergütungsstruktur im Hinblick auf Branchenüblichkeit.
* Ausbau von Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus.
* Ernsthafte Auseinandersetzung mit Rückmeldungen aus dem Flugbetrieb und konsequente Umsetzung sinnvoller Verbesserungsvorschläge.
* Stärkere Berücksichtigung der tatsächlichen Belastungen des Flugbetriebs bei organisatorischen und personellen Entscheidungen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatomsphäre im Cockpit ist sehr gut. Im Büro herrscht eine meist negative Stimmung, die auf die Cockpit-Crews übergeht. Vorschläge wie man die Stimmung verbessern könnte werden nicht ernst genommen und auch nicht ansatzweise umgesetzt.

Image

Das Unternehmen genießt bei Kunden und Geschäftspartnern nach meiner Wahrnehmung einen guten Ruf. Die Crews treten professionell auf und leisten auch unter anspruchsvollen Bedingungen gute Arbeit. Schade ist, dass das positive Bild nach außen nicht immer mit den Erfahrungen vieler Mitarbeiter im Arbeitsalltag übereinstimmt.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist insgesamt herausfordernd. Durch die enge Einsatzplanung und die Dienstmodelle bleibt nur wenig zusammenhängende Freizeit. Die vorgesehenen ROFF-Tage werden nach meiner Erfahrung häufig verschoben, wodurch die private Planung zusätzlich erschwert wird. Zudem verbringt man trotz offizieller Freitage oft weniger Zeit zu Hause, als man erwarten würde.

Auch die Urlaubsplanung gestaltet sich schwierig. Die Urlaubstage beschränken sich auf das gesetzliche Minimum und werden auf Basis einer 7-Tage-Woche berechnet, wodurch längere Urlaube nur schwer realisierbar sind. Selbst lange im Voraus angekündigte Urlaubswünsche sind nicht immer planbar. Zusätzlich wird man regelmäßig während der Freizeit kontaktiert und gefragt, ob weitere Einsätze übernommen werden können. Weihnachten, Silvester und andere Feiertage lassen sich privat kaum verlässlich planen.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind aus meiner Sicht kaum vorhanden. Weiterbildungen finden überwiegend nur statt, wenn sie regulatorisch vorgeschrieben sind. Darüber hinaus gibt es wenig erkennbare Förderung der beruflichen Entwicklung oder langfristige Perspektiven innerhalb des Unternehmens. Wer sich fachlich oder karrieretechnisch weiterentwickeln möchte, muss dies größtenteils eigenständig vorantreiben.

Gehalt/Benefits

Gehalt und Sozialleistungen gehören aus meiner Sicht zu den größten Schwächen des Unternehmens. Neben dem fehlenden Weihnachtsgeld gibt es keine Zuschläge für Nacht-, Sonn- oder Feiertagsarbeit. Die Urlaubstage beschränken sich auf das gesetzliche Minimum. Positiv hervorzuheben ist die steuerfreie Schichtzulage.

Gehaltskorrekturen mussten teilweise mehrfach eingefordert werden, bevor die offenen Beträge ausgeglichen wurden. Insgesamt entsprechen Gehalt und Sozialleistungen aus meiner Sicht weder der Verantwortung und Flexibilität, die von den Mitarbeitern erwartet werden, noch dem, was in der Branche üblicherweise geboten wird.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ein Umwelt- und Sozialbewusstsein ist grundsätzlich erkennbar, steht jedoch nicht besonders im Fokus des Unternehmens. Es gibt weder besonders positive noch besonders negative Aspekte, die hervorstechen. Insgesamt besteht hier aus meiner Sicht noch Potenzial für mehr Engagement und sichtbare Maßnahmen.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt unter den Cockpit-Crews ist sehr gut. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung und der gemeinsamen Herausforderungen unterstützt man sich gegenseitig und zieht an einem Strang. Auf die Kolleginnen und Kollegen kann man sich in der Regel jederzeit verlassen.

Anders sieht es nach meiner Erfahrung bei der Zusammenarbeit mit dem Büro aus. Angaben und Planungen müssen häufig eigenständig überprüft werden, um Fehler und daraus resultierende Probleme, beispielsweise bei Ruhezeiten, zu vermeiden.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kolleginnen und Kollegen werden grundsätzlich respektvoll behandelt. Aus meiner Sicht könnte jedoch stärker berücksichtigt werden, dass sich die Belastbarkeit und Regenerationsfähigkeit mit zunehmendem Alter verändern. Bei der Einsatzplanung wird darauf nach meiner Wahrnehmung nur begrenzt Rücksicht genommen.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten von Vorgesetzten ist aus meiner Sicht gemischt zu bewerten. Es gibt Führungskräfte, die sich sichtbar für ihre Mitarbeiter einsetzen, Anliegen aufnehmen und versuchen, Verbesserungen anzustoßen. Allerdings entsteht häufig der Eindruck, dass auch diese Personen mit ihren Vorschlägen und Rückmeldungen nicht ausreichend Gehör finden.
Hohe Arbeitsbelastung und Kritikpunkte werden häufig nicht ausreichend ernst genommen. Konstruktive Vorschläge zur Verbesserung von Abläufen oder der Arbeitsatmosphäre verlaufen oftmals im Sande. Zudem habe ich den Umgangston in einzelnen Situationen als unangemessen empfunden. Wertschätzung für besonderes Engagement oder zusätzliche Einsatzbereitschaft wird nur selten vermittelt.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen entsprechen aus meiner Sicht nicht den Anforderungen, die an einen modernen und nachhaltigen Flugbetrieb gestellt werden sollten. Die Einsatzplanung ist sehr eng getaktet, wodurch die Belastung für die Crews dauerhaft hoch ist. Gleichzeitig müssen zusätzliche Aufgaben übernommen werden.

Zusätzlich fehlt es bei anspruchsvollen Einsätzen und besonderen Destinationen teilweise an ausreichender Unterstützung und Vorbereitung durch das Unternehmen. Viele Themen müssen eigenständig durch die Cockpit-Crews abgearbeitet werden. Darüber hinaus werden für verschiedene dienstliche Aufgaben private Endgeräte genutzt. So müssen beispielsweise Hotel- und Cateringbuchungen über private Smartphones oder Tablets organisiert werden, da entsprechende Arbeitsmittel nicht zur Verfügung gestellt werden. Die organisatorischen Rahmenbedingungen erschweren die Arbeit dadurch unnötig.

Kommunikation

Die Kommunikation erfolgt überwiegend von oben nach unten. Kritik und Verbesserungsvorschläge werden selten ernst genommen oder umgesetzt. Entscheidungen werden häufig getroffen, ohne die Erfahrungen und Rückmeldungen der Cockpit-Crews ausreichend zu berücksichtigen. Bei Problemen oder hoher Arbeitsbelastung entstehen oft Diskussionen, anstatt gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Der Umgangston ist dabei nicht immer professionell und respektvoll.

Gleichberechtigung

Im Bereich Gleichberechtigung sind mir keine auffälligen Unterschiede oder Benachteiligungen aufgefallen. Mitarbeiter werden unabhängig von Geschlecht oder Herkunft grundsätzlich gleich behandelt.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind abwechslungsreich und interessant. Durch die vielen unterschiedlichen Zielflughäfen ergeben sich regelmäßig spannende und teilweise anspruchsvolle Einsätze, die den Arbeitsalltag vielseitig gestalten.

Leider ist die Vorbereitung auf besondere oder herausfordernde Destinationen seitens des Unternehmens nicht immer ausreichend. Häufig müssen sich die Cockpit-Crews die notwendigen Informationen selbst beschaffen und einen Großteil der Vorbereitung eigenständig übernehmen.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.