Euphorie nach Mitarbeiterbefragung?
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Ausstattung
- Das Miteinander unter den Kollegen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Kritische Punkte aus Mitarbeiterbefragung wurden bis Anfang des Jahres liegen gelassen. Jetzt wird vor der Nachbefragung schnell versucht das Kind zu retten.
- Erhöht. die. Personaldecke.
- Gehaltsmatrix ist seit Jahren nur eine leere Redewendung. Hier wird augenscheinlich auch keine Fairness gewollt.
- Aussagekräftigere Benefits (Im ersten Schritt vielleicht ein D-Ticket, Long-Term vielleicht Leasing durch Gehaltsumwandlung?)
Ausdrücklich persönliche Meinung:
Es ist unklar, ob man sich mit bestimmten Postenbesetzungen einen Gefallen getan hat. Viele langjährige KollegInnen nehmen hier reißaus.
Verbesserungsvorschläge
- Sich der Kritik von kununu annehmen und nicht auf persönliche Gespräche warten (viele wollen auch aus Sorge vor Benachteiligung nicht sprechen)
- Klarere Kommunikation wohin es als Unternehmen geht
Arbeitsatmosphäre
Auf Ebene der meisten Mitarbeitenden (Ausnahmen gibt es immer, sind rein subjektiv und nicht in der Gewalt von irgendwem) kann man sehr gut Zusammenarbeiten, wenn nicht gerade durch Management-Politik oder amtliches "Zuständigkeitsgeschacher" dazwischen gefunkt wird. Wenn das allerdings passiert, wird es umso schlechter.
Image
Auf dem Weg der Besserung und lange schon kein negativ konnotierter Dauergast in der Lokalpresse mehr.
Das Mülheimer Schmuddel-Image wurde hier hinter sich gelassen.
Work-Life-Balance
Sehr subjektiv, da es hier von Team zu Team sehr unterschiedlich sein kann.
Die komplette Verwaltung läuft allerdings seit fast drei Jahren auf dem Zahnfleisch, was im Management nicht gehört wird und man stattdessen über den Flurfunk vernimmt, dass "alle faulenzen" würden.
Urlaubs- und Überstundenkonten sollten dadurch nicht nur bei mir explodiert sein. Das Abbauen dieser ist durch die schmale Personaldecke, welche keinen Ausfall/Urlaub erlaubt, nicht gegeben.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen gibt es faktisch in meinem Unternehmensbereich nicht, obwohl teilweise dringend benötigt. Hier ist man sich schlicht zu geizig für.
Gehalt/Benefits
Zahlung stets pünktlich, aber das alleine reicht in 2026 nicht mehr.
Es gibt teilweise schon Abteilungsintern sehr große Differenzen trotz gleicher Tätigkeit.
Zu Gender-Pay-Gap kann ich keine Aussage treffen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Im Passiven ganz gut, hier hat man es als IT-Firma allerdings auch nicht so schwer.
Es könnte allerdings aktiv mehr getan werden. Einen Anreiz zum Reisen mit der Bahn oder ein Firmen-D-Ticket (gibt es meines Wissens nicht) könnte hier schon Wille gezeigt werden.
Kollegenzusammenhalt
Es herrscht ein reger Austausch zwischen den Kollegen der eigenen Abteilung und übergreifend. Jeder ist stets freundlich zueinander.
Wenn jetzt noch einige wenige Kollegen verstehen, dass Freundlichkeit kein Einfallstor für Aufgabenübertragung ist (so zumindest das Gefühl), wäre alles prima.
Umgang mit älteren Kollegen
Dem Alter betreffend konnte ich hier nichts negatives im Umgang feststellen.
Beim Dienstalter scheinen Neuzugänge durch Vitamin B eine Besserbehandlung zu bekommen. Der Schein kann hier allerdings trügen.
Vorgesetztenverhalten
Vorab: Die direkten Vorgesetzten der Teams sind in den meisten Fällen schwer in Ordnung und stellen sich stets schützend vor ihre Mitarbeitenden.
Das große Problem ist hier das Management, welches in sich, trotz Besserungen, immer noch nicht einheitlich auftritt und sich gegenseitig untergräbt.
Gerade von weiter oben fühle ich mich nicht wahr genommen oder zumindest respektiert. Stattdessen ist man einfach nur eine Nummer im Berichtswesen.
Hier achtet, meines Erachtens, jede:r nur darauf, dass der größtmögliche Bonus umgesetzt wird. Koste es was es wolle.
Arbeitsbedingungen
IT-Ausstattung top und bei Eintritt flexibel wählbar.
Das Essener Großraumbüro ist sehr modern und lässt von der Ausstattung keine Wünsche offen (außer einen niedrigeren Lärmpegel durch wenig Begrünung und Schallschutz auf den offenen Flächen, betrifft allerdings den Bereich des Vorstands nicht).
Kommunikation
Die Kommunikation nach oben läuft nach wie vor gut, an der Kommunikation nach unten wird durch Strategie-Vorstellungen gearbeitet.
"Pain-Points" in anderen Bereichen als Strategie werden allerdings auch gerne mal schön geredet oder ohne tiefere Erklärung stehen gelassen.
Der Flurfunk ist so häufig schneller, als offizielle Ankündigungen, was aber auch Gefahr zu Falschinformation birgt.
Gleichberechtigung
Nach wie vor leider wenig Frauen in Führungspositionen, das geht besser! Wir haben viele fähige Kolleginnen!
Interessante Aufgaben
Stark Abteilungsabhängig.
In meiner Position sehr interessante und vielfältige Aufgaben, die durchaus interdisziplinäre Zusammenarbeit erfordern.
Allerdings nagt auch hier die nicht vorhandene Personaldecke stark an der Abwechselung in den letzten Jahren.

