Teils gut teils schlecht
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gut am Arbeitgeber finde ich vor allem die Leute, die direkt im Studio arbeiten. Ich habe eine sehr gute Ausbildung genossen und dabei wirklich viel gelernt. Man hat viel mit Menschen zu tun, und die Atmosphäre im Club sowie bei der täglichen Arbeit ist insgesamt sehr angenehm. Die Verwaltungsmitarbeiter sind persönlich gesehen auch sehr nett, auch wenn man bei der Arbeit manchmal einfach nicht auf einer Linie war da offensichtliche Probleme nicht wahrgenommen wurden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlecht am Arbeitgeber ist vor allem die Verwaltung. Kommunikation und Transparenz lassen stark zu wünschen übrig, Entscheidungswege waren lange Zeit extrem lang, und auf das Studiopersonal wird oft zu wenig geachtet. Besonders problematisch ist der Arbeitsschutz: Aussagen wenn man gegen das Arbeitsschutzgesetz verstößt und dieses Problem anspricht, wie „Das ist in unserer Branche so“ oder „Ihr schafft das schon irgendwie“ waren an der Tagesordnung, ohne dass tatsächlich Maßnahmen ergriffen wurden. Außerdem sind die Ausbildungsvergütung und die Arbeitszeiten alles andere als attraktiv.
Verbesserungsvorschläge
Verbesserungspotenzial gibt es vor allem bei der Kommunikation seitens der Verwaltung. Da besteht wirklich großer Handlungsbedarf. Außerdem sollte dringend darauf geachtet werden, dass der Arbeitsschutz eingehalten wird, das wurde leider mehrfach vernachlässigt. Insgesamt müsste das Unternehmen deutlich attraktiver für Mitarbeitende gestaltet werden.
Verbesserungsvorschläge wären auf jeden Fall eine bessere Bezahlung und mehr Wertschätzung für das Studiopersonal. Außerdem sollten Entscheidungswege kürzer und transparenter werden, das wird aktuell zwar schon verbessert, war aber in den letzten Jahren wirklich schlimm. Wichtig wäre auch, dass die Verwaltung mehr darauf achtet, wie die Situation im Studio tatsächlich aussieht, denn oft hat man das Gefühl, dass dort gar kein echtes Verständnis für den Alltag vor Ort vorhanden ist. In solchen Momenten wirken Vorgesetzte einfach unqualifiziert.
Karrierechancen
Die Karrierechancen sind grundsätzlich gut, man kann schon während der Ausbildung befördert werden und später nach der Ausbildung auch Clubleiter werden. Ob man das will, ist aber so eine Sache, weil die Bezahlung für die Verantwortung einfach nicht passt. Darüber hinaus gibt’s aktuell kaum Aufstiegsmöglichkeiten, da viele Positionen gestrichen wurden.
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten sind alles andere als attraktiv. Es gibt Früh-, Mittel- und Spätschichten, oft auch in bunter Mischung innerhalb einer Woche. Häufig muss man direkt von der Spät- in die Frühschicht wechseln, dazu kommen regelmäßige Wochenenddienste am Samstag und Sonntag.
Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung ist ein absoluter Witz, 1. Lehrjahr 650, 2. Lehrjahr 750 und 3. Lehrjahr 880 Euro Brutto sind für das Pensum einfach lächerlich. Begründet wird das mit der angeblich besseren Ausbildung durch die hauseigene Privatschule, wo man zwar Trainerlizenzen bekommt, die kaufmännischen Inhalte aber deutlich schlechter beigebracht werden. Für Schichtdienst, Wochenendarbeit, teils 50-Stunden-Wochen und massive Belastung ist das viel zu wenig Geld. Wenn man allerdings schon während der Ausbildung stellvertretender Clubleiter ist, verdient man (für eine Ausbildung) überdurchschnittlich. Nach der Ausbildung (Egal ob stellvertretender oder richtiger Clubleiter) ist das Gehalt ebenfalls zu niedrig.
Die Ausbilder
Persönlich gesehen sind die Ausbilder im Studio sowie die Vorgesetzten aus der Verwaltung generell sehr nett. Auf die Arbeit bezogen ist im Studio alles top, bei der Verwaltung muss allerdings noch sehr stark an der Kommunikation gearbeitet werden.
Respekt
Im Studio selbst war der respektvolle Umgang top, da kann man sich wirklich nicht beschweren. Von der Verwaltung kamen jedoch teils Aussagen, die einfach gar nicht gehen.