Von außen viel Versprechen – von innen ein organisatorischer Totalschaden.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Gehalt war ganz gut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wo fang ich da an..
Bewertung:
Wer schon immer mal ausprobieren wollte, wie sich Arbeiten ohne Strukturen, Prozesse oder Einarbeitung anfühlt – herzlich willkommen. Hier gilt das Motto: “Learning by Burning.”
Eine Einarbeitung? Fehlanzeige. Man wird direkt ins kalte Wasser geworfen und darf hoffen, dass man schwimmen kann.
Der Arbeitsalltag hängt leider weniger von vernünftigen Abläufen ab als von der Tagesform des CEOs. Mal läuft’s, mal herrscht Weltuntergangsstimmung – ein bisschen wie Wettervorhersage, nur unzuverlässiger.
Besonders beeindruckend ist das Management. Kompetenz scheint hier eher optional zu sein. Entscheidungen wirken oft so, als wären sie beim Dartspielen getroffen worden. Wer sich mit fremden Erfolgen schmücken möchte und dabei trotzdem den Überblick verliert, findet hier definitiv Inspiration.
Am traurigsten ist jedoch der Umgang mit Mitarbeitern. Menschen wurden nach Lust und Laune entlassen – unabhängig davon, ob Familien dahinterstehen oder Existenzen auf dem Spiel stehen. Leistung spielte dabei gefühlt oft eine untergeordnete Rolle. Entscheidend war eher, ob man gerade ins persönliche Bild passte.
Das Betriebsklima? Angespannt. Planungssicherheit? Ein Fremdwort. Wertschätzung? Wahrscheinlich irgendwo zwischen der Kaffeemaschine und den nie eingeführten Prozessen verloren gegangen.
Mein Fazit: Wer Chaos, Willkür und tägliche Überraschungen liebt, wird sich hier vermutlich wohlfühlen. Alle anderen sollten lieber einen großen Bogen um diesen Arbeitgeber machen.