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EDEKA
Bewertung

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Belastbarkeit wird vorausgesetzt, Wertschätzung leider nicht

3,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 bei Edeka Borsch in Kelberg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben ist, dass man in stressigen Situationen lernt, selbstständig zu arbeiten und mit unterschiedlichen Menschen klarzukommen. Je nach Schicht und Kollegen kann das Arbeitsklima auch angenehm und locker sein.

Außerdem sammelt man viel praktische Erfahrung und entwickelt mit der Zeit ein gutes Organisationstalent sowie Belastbarkeit im Arbeitsalltag. Für Menschen, die erste Berufserfahrung sammeln möchten, kann die Arbeit daher durchaus lehrreich sein.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Schlecht fand ich vor allem den Umgang mit Mitarbeitern. Wertschätzung wird häufig erwartet, aber nur selten zurückgegeben. Kritik oder Anliegen werden oft nicht ernst genommen und Gespräche verlaufen teilweise respektlos, da man kaum ausreden kann oder direkt unterbrochen wird.

Hinzu kommt eine spürbare Ungleichbehandlung innerhalb des Teams. Während einige Mitarbeiter bevorzugt behandelt werden, müssen andere dauerhaft mehr Belastung tragen – beispielsweise bei der Dienst- und Samstagsplanung. Dadurch entsteht schnell Frust und ein angespanntes Arbeitsklima.

Auch der Umgang mit Krankmeldungen empfand ich als problematisch. Statt Verständnis zu zeigen, wird einem teilweise ein schlechtes Gewissen vermittelt. Persönliche Informationen scheinen zudem nicht immer vertraulich behandelt zu werden.

Insgesamt entsteht leider der Eindruck, dass Mitarbeiter eher als austauschbar angesehen werden, statt langfristig wertgeschätzt und fair behandelt zu werden.

Verbesserungsvorschläge

Verbesserungsvorschläge gibt es einige: mehr Gleichberechtigung bei der Dienstplanung, ein respektvollerer Umgang mit Mitarbeitern sowie ein professionelleres Verhalten seitens der Führungsebene. Kritik und Probleme sollten ernst genommen werden, ohne Mitarbeiter ständig zu unterbrechen oder ihnen ein schlechtes Gewissen einzureden.

Außerdem wäre mehr Wertschätzung angebracht – nicht nur in Worten, sondern auch bei Arbeitsbedingungen, Gehalt und im täglichen Umgang miteinander. Dauerhafte Samstagsarbeit für manche Mitarbeiter, während andere bevorzugt behandelt werden, sorgt langfristig nur für Frust im Team.

Ebenso sollte mit Krankmeldungen und privaten Informationen deutlich sensibler umgegangen werden. Mitarbeiter gegeneinander aufzubringen oder Druck auszuüben, obwohl jemand krank ist, schafft kein gutes Arbeitsklima.

Und vielleicht sollte man sich auch fragen, ob es wirklich sinnvoll ist, an Kleinigkeiten wie Mitarbeiterkaffee zu sparen, während an anderer Stelle deutlich großzügiger mit Vorteilen umgegangen wird.

Arbeitsatmosphäre

Es kommt stark darauf an, mit wem man zusammenarbeitet. Mit den richtigen Kollegen kann der Arbeitstag angenehm sein, mit anderen dagegen leider eher belastend.

Zudem hatte ich häufig den Eindruck, für Dinge verantwortlich gemacht zu werden, auf die man als Mitarbeiter nur begrenzt Einfluss hat – beispielsweise für abgelaufene Lebensmittel. Wenn Produkte nicht verkauft werden, liegt das nicht automatisch in der Verantwortung einzelner Mitarbeiter.

Image

Wer weiterhin Mitarbeiter beschäftigt, obwohl bekannt ist, dass mehrfach gestohlen wurde, trägt meiner Meinung nach nicht gerade zu einem guten Image bei.

Work-Life-Balance

es scheinbar als normal angesehen, 4–6 Samstage am Stück zu arbeiten. Gleichzeitig bekommen Mitarbeiter, die schon länger im Unternehmen sind oder in Teilzeit arbeiten, regelmäßig jeden zweiten Samstag frei.

Dadurch entsteht leider der Eindruck, dass nicht alle Mitarbeiter gleich behandelt werden.

Gehalt/Benefits

Positiv hervorzuheben sind das Weihnachts- und Urlaubsgeld. Das ändert allerdings nichts daran, dass das Grundgehalt für die geleistete Arbeit meiner Meinung nach deutlich zu niedrig ist und sich nur knapp über dem Mindestlohn bewegt.

Zusätzlich wirkt es fragwürdig, dass an manchen Stellen stark auf Kosten geachtet wird, beispielsweise wenn Mitarbeiter selbst für Kaffee zahlen sollen, während andere Ausgaben problemlos abgeschrieben werden. (Privateinkäufe der Chefs)

Dadurch fühlt man sich als Mitarbeiter leider nicht wirklich wertgeschätzt.

Kollegenzusammenhalt

In der jeweiligen halbwegs in Ordnung, obwohl auch schon dort viel geredet wird.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen beziehungsweise Kollegen die schon länger da sind, werden aufjedenfall bevorzugt. (Vorallem was das samstags arbeiten und den Urlaub betrifft.)

Vorgesetztenverhalten

Man sollte meiner Meinung nach niemals offen kommunizieren, weshalb man krankgeschrieben ist. Nach der Rückkehr wissen oft plötzlich viele Mitarbeiter über private gesundheitliche Themen Bescheid.

Dadurch entsteht leider schnell eine unangenehme Atmosphäre, in der über Krankmeldungen geredet oder sich darüber beschwert wird. Teilweise wirkt es sogar so, als würden Mitarbeiter gegeneinander aufgehetzt werden.

Kommunikation

Es kommt stark darauf an, mit wem man spricht. Gespräche mit dem Chef selbst empfand ich häufig als schwierig, unabhängig davon, um welches Anliegen es ging. Man wird oft unterbrochen und hat kaum die Möglichkeit, ein Gespräch ruhig zu Ende zu führen.

Auch bei Krankmeldungen hatte ich persönlich häufig das Gefühl, dass versucht wird, einem ein schlechtes Gewissen einzureden oder einen trotz Krankheit zum Arbeiten zu bewegen.


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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.