Wer hier bleibt, verliert Gesundheit und Würde
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nichts
Verbesserungsvorschläge
Der erste und wichtigste Schritt: Austausch der Führungsebene. Solange cholerisches Machtgehabe, Kontrollzwang und Egomanie den Ton angeben, wird sich hier nichts verbessern. Es braucht Führungskräfte mit Sozialkompetenz, die zuhören, fördern und Verantwortung teilen – statt zu schreien, zu schikanieren und Angst zu verbreiten. Klare Strukturen, transparente Kommunikation und echte Wertschätzung wären ein Anfang. Außerdem: gezielte Mitarbeiterentwicklung statt Ausbeutung, faire Bezahlung, Weiterbildungsmöglichkeiten und ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe. Kurz gesagt: eine komplette Kehrtwende in der Unternehmenskultur ist nötig, sonst bleibt der Laden das, was er aktuell ist – ein toxischer Ort.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war von Dauerstress, Misstrauen und permanenter Anspannung geprägt. Wertschätzung? Fehlanzeige. Kritik – selbst sachlich und konstruktiv – wurde sofort persönlich genommen, was regelmäßig zu lautstarken Eskalationen durch die Geschäftsführung führte. Mitarbeitende waren überwiegend damit beschäftigt, Fehler zu vermeiden oder sich abzusichern, anstatt produktiv und motiviert zu arbeiten. Lob gab es nie, stattdessen herrschte ein Klima der Angst und Kontrolle. Wer den Mund aufmachte, war schnell auf der Abschussliste.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance? Gibt’s hier nicht. Wer pünktlich Feierabend machte, wurde schief angeschaut oder indirekt als faul abgestempelt. Überstunden waren selbstverständlich – ohne Ausgleich und oft auch ohne echte Notwendigkeit. Termine wurden kurzfristig reingedrückt, auch außerhalb der regulären Arbeitszeit. Urlaubsanfragen waren ein Spießrutenlauf, und wer krank war, musste sich rechtfertigen. Ständige Erreichbarkeit wurde erwartet – psychische und körperliche Grenzen spielten keine Rolle. Privatleben? Zweitrangig. Hauptsache, der Laden läuft – koste es, was es wolle.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen gab es nur auf dem Papier. Weiterentwicklung war weder gewollt noch gefördert. Wer Ambitionen zeigte, wurde eher gebremst als unterstützt – vermutlich aus Angst vor Kompetenz. Weiterbildungen wurden nicht angeboten oder blockiert, mit der Begründung, man sei „zu wertvoll im Tagesgeschäft“. Es gab keine klaren Perspektiven, keine Zielgespräche, keine Förderung. Stillstand war Programm – außer man zählte zum inneren Kreis der Führung, dann ging alles plötzlich ganz schnell. Vitamin B statt Leistung. Für alle anderen: Sackgasse.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war bestenfalls Durchschnitt – und das bei völlig überzogener Erwartungshaltung. Leistungsbereitschaft wurde nicht belohnt, sondern ausgenutzt. Wer mehr machte, bekam keine Anerkennung, sondern noch mehr Arbeit. Gehaltserhöhungen? Fehlanzeige. Transparenz? Nicht existent. Gespräche über Geld wurden abgeblockt oder mit leeren Versprechungen vertröstet. Sozialleistungen waren kaum der Rede wert – nichts über das gesetzliche Minimum hinaus. Insgesamt: viel Stress, wenig Wertschätzung – auch finanziell.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleg:innen war das einzig Erträgliche in diesem Laden – eine Art Überlebensgemeinschaft im täglichen Wahnsinn. Viele saßen im selben Boot und haben sich gegenseitig unterstützt, weil von oben keinerlei Rückhalt kam. Allerdings wurde der Zusammenhalt durch das ständige Misstrauen der Führungsebene erschwert. Es wurde gezielt gegeneinander ausgespielt, Gerüchte gestreut und interne Konflikte geschürt. Wer sich zu gut verstand, wurde schnell verdächtigt und kritisch beäugt. Loyalität unter Kolleg:innen war da, aber unter ständiger Beobachtung und Druck von oben.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führungskraft – allen voran der Geschäftsführer – war eine Katastrophe auf ganzer Linie. Cholerisch, narzisstisch, unberechenbar. Kritik wurde sofort als persönlicher Angriff gewertet, was regelmäßig in verbalen Entgleisungen und Drohgebärden endete. Es herrschte eine toxische Machtdemonstration statt echter Führung. Mitarbeitende wurden klein gehalten, öffentlich bloßgestellt oder gezielt eingeschüchtert. Entscheidungen waren willkürlich, Kommunikation bestand aus Monologen oder Anschreien. Wer sich nicht unterwarf, wurde systematisch rausgedrängt. Kein Respekt, keine Empathie, keine Führungskompetenz – nur Ego, Kontrolle und Angst.
Kommunikation
Kommunikation war ein einziges Chaos – geprägt von Widersprüchen, abrupten Entscheidungen und fehlender Transparenz. Informationen wurden entweder gar nicht oder viel zu spät weitergegeben. Es herrschte eine absolute Top-down-Mentalität: Der Geschäftsführer monologisierte, statt zuzuhören, und Kritik war unerwünscht. Statt klarer Ansagen gab es emotionale Ausbrüche, Schuldzuweisungen und Mikromanagement. Entscheidungen wurden willkürlich gefällt – wer gerade im Fokus stand, bekam die volle Breitseite ab. Vertrauen? Nicht vorhanden. Stattdessen: Kontrolle, Einschüchterung und ständiger Druck.