Keine Entscheidungen, kein Fortschritt, Unwissen über das eigene Produkt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Tolles und frisch zubereitetes Frühstück sowie Mittagessen im hauseigenen Diner.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kommunikation und das Teilen von Informationen.
Intransparente Gehälter und fehlende Karriereperspektiven.
Fehlende Unterstützung über Abteilungen/Bereiche hinweg.
Kritik wird nicht angenommen und Hinweise werden ignoriert.
Verbesserungsvorschläge
Gehälter transparent gestalten.
Entscheidungsbefugnisse der Mitarbeiter erweitern und den Mitarbeitern Vertrauen schenken.
Die Kommunikation und Informationsfreiheit muss dringend verbessert werden.
Führungskräfte sollten mehr Wissen über die eigenen Produkte aufbauen oder den damit vertrauten Mitarbeitern vertrauen. Dann werden auch weniger Projekte an die Wand gefahren.
Arbeitsatmosphäre
Es gibt wenig Fairness und Vertrauen. Die inzwischen als „Drei-Klassen-Kultur“ beschriebene Situation kann ich auch aus Sicht eines Büromitarbeiters bestätigen. Vorteile, die für Büromitarbeiter gelten, gibt es für die Mitarbeiter in den Hallen nicht. Die Führungskräfte können sich gefühlt alles herausnehmen, und es gibt keine Konsequenzen.
Image
Das Image stimmt überhaupt nicht mit der Wirklichkeit überein. Die Außendarstellung ist sehr gut, aber sehr viele neue Mitarbeiter, auch ich selbst nach meiner Einstellung, merken sehr schnell, dass die Außendarstellung mit der Wirklichkeit nicht mithalten kann. Das gilt für die Produkte, die Arbeitsweise und die Aufgaben.
Work-Life-Balance
40 Std./Woche, 30 Tage Urlaub und für Büromitarbeiter bis zu drei Tage Homeoffice pro Woche. In dieser Hinsicht sehr gut, aber man darf als Büromitarbeiter offiziell nicht vor 7 Uhr anfangen, und die Kernzeit ist von 9–16 Uhr. Eine wirklich flexible Einteilung für den Mitarbeiter ist daher nicht möglich.
Manche Vorgesetzte nehmen alles sehr genau und wollen für alles einen offiziellen Antrag, anderen Vorgesetzten ist das alles egal.
Überstunden werden gesammelt, aber bei mehr als 16 Std. am Monatsende gekappt.
Karriere/Weiterbildung
Es werden Weiterbildungen angeboten, wofür man sich jedoch weiterbilden soll, ist fraglich, da es kaum Entwicklungsmöglichkeiten gibt.
Karriere ist meiner Meinung nach nur bestimmten Mitarbeitern vorbehalten, wo man sich zufälligerweise auch privat kennt.
Gehalt/Benefits
Für mich gab es ein gutes Gehalt, aber es geht auch besser. Die Unterschiede zwischen Personen, die nebeneinander sitzen und im gleichen Bereich arbeiten, können sehr groß sein.
Gehaltsverhandlungen gibt es nicht. Es wird ein Antrag gestellt, der vom Vorgesetzten an die Personalabteilung weitergeleitet wird und dann entweder von der Personalabteilung oder bei zu großer Forderung direkt von der Geschäftsleitung entschieden wird. Der direkte Vorgesetzte kann zwar auf dem Antrag etwas dazu schreiben, aber praktisch hat das keine Auswirkung.
Gehälter sind ebenfalls nicht transparent. Es gibt keine offiziellen Gehaltsbänder und schon gar keinen Tarifvertrag.
Benefits gibt es aber reichlich, z.B. Bike-Leasing, Zusatzkrankenversicherung ohne Kosten für den Mitarbeiter, betriebliche Altersvorsorge, Zuschuss zum Mittagessen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird etwas ausprobiert, man scheitert aber meiner Meinung nach kläglich. Kältemittel in Klimaanlagen hätte man schon längst umstellen können, wird aber bis zum bitteren Ende weitergenutzt. Weiterhin müssen Dieselfahrzeuge als Firmenwagen genutzt werden. Mülltrennung wurde erst 2024 eingeführt, trotzdem wird noch zu viel gemischt. Hinweise einer extra eingestellten Umweltbeauftragten werden nicht verfolgt.
Kollegenzusammenhalt
In meinem Bereich würde ich es als normal bewerten. Gemeinsames Mittagessen und Austausch über Geschehnisse vom Wochenende. Mit einigen Kollegen ist man enger, mit anderen eher distanziert. Außerhalb des eigenen Bereiches gibt es meiner Erfahrung nach nur noch wenige Mitarbeiter, die versuchen, gemeinsam Herausforderungen zu lösen. Dafür muss man Mitarbeiter persönlich kennen, um Hilfe zu bekommen.
Umgang mit älteren Kollegen
Meiner Erfahrung nach gibt es keine Diskriminierung gegenüber Älteren, auch weil der Altersdurchschnitt sehr jung ist. Auf die Erfahrung, die durch ältere Mitarbeiter vorhanden ist, wird dennoch kein Wert gelegt.
Vorgesetztenverhalten
Mitarbeiter werden meiner Meinung nach bei Entscheidungen wenig bis gar nicht einbezogen. Nach meinem Gefühl wird in vielen Fällen überhaupt nicht entschieden, sondern Entscheidungen und Nachfragen dazu werden ausgesessen.
Bei mir wurden entweder keine Ziele vereinbart, oder die gemeinsam vereinbarten Ziele sind am Ende des Jahres wieder irrelevant.
Wenn Themen mit Konfliktpotenzial oder Herausforderungen im Projekt von Mitarbeitern angesprochen werden, soll man lieber zum dritten Mal eine Präsentation erstellen, um es erneut zu erklären, oder es wird ignoriert.
Arbeitsbedingungen
Alle Arbeitsplätze im Büro sind mit höhenverstellbaren Schreibtischen und ergonomischen Bürostühlen ausgestattet. Die Büros verfügen über Lüftung und Klimaanlage. Renovierungen sind an einigen Stellen jedoch nötig.
Kommunikation
In meinem Bereich wurden deutlich mehr Informationen geteilt, in allen anderen Bereichen ist man auf den Flurfunk angewiesen. Informationen werden meiner Meinung nach bewusst nicht geteilt, um entweder anderen Abteilungen das Leben zu erschweren (Neid, eigener Vorteil), oder es wird nicht für nötig erachtet, andere zu informieren.
Gleichberechtigung
In den unterschiedlichen Bereichen ist die Gleichberechtigung unterschiedlich stark ausgeprägt.
Interessante Aufgaben
Ein Entwicklungsprozess für neue Produkte hört sich erst einmal spannend an. Bei ELA verfällt das nach meiner Erfahrung jedoch in kurzer Zeit in das immer wieder neue Erstellen von Präsentationen, um dasselbe Thema zu erklären, Statusrunden ohne neue Erkenntnisse und Resignation über nicht getroffene Entscheidungen.

