Veränderung beginnt bei der Führung
Verbesserungsvorschläge
Im Vertrieb besteht aus meiner Sicht seit Jahren dringender Handlungsbedarf!
Grundsätzlich gibt es im Unternehmen viel Potenzial und auch Entwicklungen, die Hoffnung machen. Gleichzeitig gibt es aus meiner Sicht insbesondere in der Führung des Vertriebs ein Problem, das mittlerweile seit mehreren Jahren besteht und von der Geschäftsleitung endlich kritisch hinterfragt werden sollte.
Den Führungsstil des aktuellen Sales Directors erlebe ich als wenig empathisch, arrogant und in der Kommunikation immer wieder als nicht aufrichtig. Vertrauen, Wertschätzung und ein offener Umgang mit Kritik sollten gerade im Vertrieb selbstverständlich sein. Stattdessen entsteht aus meiner Sicht zu häufig der Eindruck, dass Hierarchie, persönliche Interessen und die eigene Außendarstellung einen höheren Stellenwert haben als eine nachhaltige Entwicklung der Mitarbeitenden und des Teams.
Das Problem liegt dabei nicht in einzelnen Situationen. Entscheidend ist für mich, dass sich dieser Eindruck über einen langen Zeitraum verfestigt hat. Gute Führung sollte Menschen motivieren, weiterentwickeln und an das Unternehmen binden. Wenn stattdessen Vertrauen verloren geht und gute Leute das Unternehmen verlassen, sollte sich eine Geschäftsleitung irgendwann ernsthaft die Frage stellen, ob das Problem wirklich immer bei den Mitarbeitenden liegt – oder möglicherweise bei der Führung.
Umso positiver sehe ich die neue Sales-Verantwortung für die Business Unit Rental Deutschland. Hier ist aus meiner Sicht eine gute Entwicklung erkennbar. Es zeigt, dass Veränderungen in die richtige Richtung möglich sind und dass ein anderer Umgang mit Führung einen spürbaren Unterschied machen kann. Es wäre wünschenswert, wenn diese Entwicklung die notwendige Unterstützung erhält und nicht durch alte Strukturen und Verhaltensweisen ausgebremst wird.
Unverständlich bleibt für mich allerdings, warum die übergeordnete Problematik nach so vielen Jahren offenbar noch immer nicht konsequent von der Geschäftsleitung aufgearbeitet wird. Gute Vertriebsergebnisse allein sollten kein Freifahrtschein für problematisches Führungsverhalten sein. Eine Führungskraft sollte auch daran gemessen werden, ob Menschen ihr vertrauen, ob sie eine konstruktive Kultur schafft und ob gute Mitarbeitende langfristig bleiben wollen.
Verbesserungsvorschlag an die Geschäftsleitung: Nicht nur auf Zahlen, Präsentationen und die Darstellung nach oben schauen, sondern sich ein ungefiltertes Bild davon verschaffen, wie Führung tatsächlich erlebt wird. Vertrauliches Feedback aus unterschiedlichen Ebenen des Vertriebs könnte hier sehr aufschlussreich sein. Nach den letzten Jahren wäre es aus meiner Sicht an der Zeit, die Situation nicht nur zu beobachten, sondern die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.
Die positive Entwicklung in der Business Unit Rental Deutschland zeigt, dass es auch anders gehen kann. Diese Chance sollte genutzt werden.

