Viel gelernt – aber finanzielle Unsicherheit, hohe Stornos und wenig Struktur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Starker Teamspirit und gute Atmosphäre im Büro
Schnelle Verantwortung, steile Lernkurve im Vertrieb
Direkter Kundenkontakt, viel Praxis
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Hohe Stornoquote → am Ende oft nur Mindestlohn
Unklare/wechselnde Planung, besonders nach Abgang des Head of Sales
Weite Gebiete, Unterkunftsorganisation zäh, kein Tankzuschuss erlebt
Nicht eingehaltene Zusagen (z. B. Firmenwagen), unzuverlässige Abrechnung/Auszahlung
Teamaufbau schwer, hohe Fluktuation
Arbeitsatmosphäre
Im Team war der Zusammenhalt stark, das hat den Alltag getragen. Das Büro war angenehm und modern.
Image
Starke Außendarstellung (Social Media, Auftritt), in meinem Arbeitsalltag passten Prozesse, Planung und Zuverlässigkeit leider oft nicht dazu.
Work-Life-Balance
Die Einsatzgebiete lagen oft weit entfernt, was lange Anfahrten bedeutete. Unterkünfte wurden nach meiner Erfahrung häufig erst nach wiederholtem Nachfragen organisiert. Einen Tankzuschuss o. ä. habe ich persönlich nicht erhalten.
Karriere/Weiterbildung
Ich konnte schnell Verantwortung übernehmen und auch Mitarbeitende einlernen. Stabilen Teamaufbau empfand ich jedoch als schwierig, weil viele Neue nur recht kurz blieben (oft wenige Monate). Für betreute Mitarbeitende wurden mir Overhead-Anteile teils nicht bzw. nicht verlässlich gutgeschrieben.
Kollegenzusammenhalt
Ganz gut, gerade im Außendienst hat man sich gegenseitig unterstützt. Das war für mich der größte Pluspunkt.
Kommunikation
Nach außen wurden hohe Verdienstmöglichkeiten betont, in der Praxis klaffte aus meiner Sicht eine deutliche Lücke zwischen Ankündigungen und Alltag. Nach der Kündigung des Head of Sales fehlten mir klare Prozesse und eine verlässliche Gebietsplanung – vieles wirkte kurzfristig und reaktiv. Ich hätte es für das Unternehmen besser gefunden, diese Position zu halten bzw. rasch gleichwertig zu ersetzen.
Gehalt/Benefits
Es wurde mit fünfstelligen Monatsverdiensten geworben. In meiner Realität war das nicht so. Die Stornoquote war hoch, ein erheblicher Teil abgeschlossener Verträge fiel rückwirkend weg, sodass ich am Monatsende häufig nahe Mindestlohn lag. Gehaltsauszahlungen empfand ich als unzuverlässig (z. B. Verzögerungen, wiederholtes Nachhaken). Angekündigte Extras (z. B. Firmenwagen nach längerer Betriebszugehörigkeit) habe ich nicht erhalten.


