3 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
3 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
Ihr Unternehmen?
kununu Prüfprozess
3 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Der Zusammenhalt unter den deutschen Kolleginnen und Kollegen ist bemerkenswert. Trotz teils schwieriger Rahmenbedingungen setzen sie sich täglich engagiert für die Marke Elica, deren Produkte und den weiteren Ausbau im Markt ein. Dieses Team ist eine echte Stärke des Unternehmens im deutschsprachigen Raum.
Es gibt ausbaufähige Strukturen in der internen Kommunikation und im Umgang mit Wissen und Erfahrung. Entscheidungen werden teils auf Basis persönlicher Meinungen getroffen, ohne dass vorhandenes Know-how – insbesondere von erfahrenen Mitarbeitenden – ausreichend einbezogen wird. Die Besetzung von Schlüsselpositionen erfolgt nicht immer nach fachlicher Eignung, was sich auf Effizienz und Entscheidungsqualität auswirkt. Transparenz und eine offene Fehlerkultur könnten stärker gefördert werden. Kritik wird selten aktiv aufgenommen, stattdessen entsteht mitunter der Eindruck eines stark kontrollierten Arbeitsumfelds, das Eigeninitiative eher hemmt als fördert.
Mehr Vertrauen und Transparenz im Umgang mit den deutschen Kolleginnen und Kollegen wären ein wichtiger Schritt zu einer gesünderen Unternehmenskultur. Weniger Kontrolle und Micromanagement, dafür mehr Eigenverantwortung würden die Motivation deutlich steigern. Eine faire und leistungsgerechte Entlohnung sowie spürbare Wertschätzung sind längst überfällig. Es wäre außerdem sinnvoll, sich stärker auf die tatsächlichen Bedürfnisse des deutschen Marktes einzustellen – sowohl inhaltlich als auch strukturell. Professionelleres Marketing und ein klarerer Markenauftritt könnten helfen, die Bekanntheit und das Image von Elica langfristig zu verbessern.
Die Arbeitsatmosphäre war von starkem Druck und fehlender Wertschätzung geprägt. Vorgesetzte setzten ihre Ziele häufig einseitig durch, ohne auf konstruktive Rückmeldungen oder Mitarbeiterbedenken einzugehen. Entscheidungen wurden teils im Alleingang getroffen und in Meetings kommuniziert, die meist ohne konkretes Ergebnis endeten. Zudem herrschte ein Klima des Misstrauens – Micromanagement und ständige Kontrolle bestimmten den Alltag, was die Eigenverantwortung und Motivation deutlich hemmte.
Das Selbstbild des Konzerns und die tatsächliche Wahrnehmung im deutschen Markt gehen deutlich auseinander. Aufgrund des mangelnden Verständnisses für den deutschen Markt und des teils unausgewogenen Umgangs mit den deutschen Mitarbeitenden spiegelt das äußere Erscheinungsbild nicht die Realität im Arbeitsalltag wider. Das sorgt intern für Unmut und wirkt sich negativ auf das Gesamtimage aus.
Grundsätzlich ist die Work-Life-Balance für die meisten Kolleginnen und Kollegen planbar und im Alltag machbar. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass die Administration kurzfristig Meetings ansetzt – teilweise auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten. Dieses Verhalten wirkt mitunter übergriffig und wenig rücksichtsvoll. Zwar bleibt es meist noch im Rahmen, doch es braucht oft eine klare Ansage, um Grenzen aufzuzeigen und einzuhalten.
Karrierechancen sind stark vom persönlichen Standing im Mutterkonzern abhängig – weniger von fachlicher Qualifikation oder Leistung. Positionen werden häufig nach Sympathie vergeben, insbesondere im italienischen Management. Vorgesetzte werden aus Italien eingesetzt, oft ohne ausreichende Sprachkenntnisse oder fundiertes Wissen über den deutschen Markt. Zwar gibt es vereinzelt Bemühungen, dies auszugleichen, doch die Vergabepraxis entspricht nicht dem, was man in Deutschland unter einer leistungs- und qualifikationsbasierten Personalentwicklung versteht.
Gehaltserhöhungen sind faktisch nicht vorgesehen. Selbst bei Nachfrage wird regelmäßig mit Verweis auf angeblich schwierige Marktsituationen oder fehlende Mittel abgewiegelt. Gleichzeitig werden neue Positionen geschaffen oder bestehende neu besetzt – was den Eindruck verstärkt, dass es nicht wirklich an Geld mangelt, sondern am Willen zur fairen Wertschätzung der bestehenden Mitarbeitenden. Das wirkt nicht nur enttäuschend, sondern schlicht unglaubwürdig.
Der Zusammenhalt in der Sales-Abteilung ist vorbildlich. Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten eng und vertrauensvoll zusammen, unterstützen sich gegenseitig und ziehen an einem Strang. Der Erfolg von Elica im deutschsprachigen Raum ist maßgeblich diesen engagierten Mitarbeitenden zu verdanken, die den Markt kennen und durch ihre persönliche Note starke, nachhaltige Kundenbeziehungen aufbauen und pflegen.
Der Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen war durchweg respektvoll und wertschätzend. Es wurden gezielt auch erfahrene Mitarbeitende eingestellt, die umfassende Marktkenntnisse und Berufserfahrung mitbrachten. Ihr Wissen wurde im Team anerkannt und geschätzt.
Das Vorgesetztenverhalten – insbesondere seitens der italienischen Administration – war enttäuschend und wenig professionell. Es fehlte an grundlegender Empathie, Marktverständnis und Interesse für die Arbeitsrealität der deutschen Kolleginnen und Kollegen. Entscheidungen wurden häufig ohne Rücksprache getroffen, Kontrolle erfolgte im Stil eines Micromanagements. Kulturelle Unterschiede wurden ignoriert, und es gab kaum Bemühungen, die Interessen des deutschen Teams innerhalb des Mutterkonzerns zu vertreten. Unehrlichkeit, mangelnde Transparenz und wiederholte Grenzüberschreitungen im Umgang haben auf Dauer viel Frustration verursacht.
Die technischen Arbeitsbedingungen lassen deutlich zu wünschen übrig. Die bereitgestellten Laptops waren zu klein für effizientes Arbeiten, Tablets für den Außendienst gab es nicht. Diensthandys waren vollständig gemanagt und eingeschränkt, was eher Misstrauen und Micromanagement widerspiegelte als Vertrauen. Die eingesetzte Software war veraltet und nicht auf moderne Anforderungen ausgelegt. Selbst die Website war in Teilen fehlerhaft übersetzt – ein Spiegelbild der vernachlässigten digitalen Infrastruktur.
Die Kommunikation unter den deutschen Kollegen funktioniert grundsätzlich gut – man hilft sich gegenseitig und tauscht sich auf kurzem Weg aus. Problematisch wird es jedoch bei der bereichsübergreifenden Kommunikation, insbesondere mit der italienischen Zentrale. Arbeitsmaterialien und Unterlagen sind oft unvollständig oder fehlerhaft, was die tägliche Arbeit unnötig erschwert. Rückfragen führen selten zu schnellen oder klaren Antworten, was Prozesse zusätzlich verzögert und Frust erzeugt.
Zur tatsächlichen Gleichberechtigung lässt sich wenig sagen – es gab keine sichtbaren Maßnahmen oder Initiativen in diese Richtung. Auffällig war allerdings, dass niemand, der das Unternehmen verlassen hatte, wieder zurückgekehrt ist.
Eigene Ideen oder Marktanpassungen wurden zwar angehört, jedoch selten ernsthaft in die Entscheidungsprozesse einbezogen. Die Aufgaben waren stark durch die italienische Zentrale vorgegeben – oft ohne realistischen Bezug zum deutschen Markt. Erst wenn sich im Nachhinein zeigte, dass alternative Vorschläge aus dem deutschen Team praktikabler gewesen wären, wurde zögerlich darauf reagiert. Dadurch fehlte es häufig an echter Mitgestaltung oder sinnvollen, herausfordernden Aufgaben mit Eigenverantwortung.