Kollegialer Alltag, aber wenig inspirierendes Umfeld
Gut am Arbeitgeber finde ich
- 37,5-Stunden-Woche
- Den aus meiner Sicht sehr guten Zusammenhalt innerhalb der Teams
- Die moderne IT-Ausstattung, die verlässlich zur Verfügung gestellt wird
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe Bewertung
Verbesserungsvorschläge
- Ein Ausbau moderner, gesundheitsorientierter Führungs- und Kommunikationskompetenzen könnte nach meiner Wahrnehmung erheblich zur Zufriedenheit und Motivation im Arbeitsalltag beitragen. Vor allem dort, wo strategische und personelle Entscheidungen getroffen werden. Zielgerichtete Trainings, Coachings oder Weiterbildungsprogramme würden helfen, Führungskräfte noch besser auf die Anforderungen einer zeitgemäßen, respektvollen und wirksamen Führung vorzubereiten.
- Mehr Transparenz bei Entscheidungen
- Flexiblere Regelungen für mobiles Arbeiten
- Mitarbeiterbelange stärker berücksichtigen
Arbeitsatmosphäre
Aus meiner Sicht war die Stimmung im Team eher angespannt. Viele Kolleg:innen wirkten bemüht, das Beste aus der jeweiligen Situation zu machen. Für mich persönlich war jedoch nur wenig echte Motivation spürbar; vieles fühlte sich eher nach einem funktionierenden Modus an als nach einer inspirierenden Arbeitsatmosphäre.
Kommunikation
Ich habe die interne Kommunikation oft als nicht ausreichend transparent empfunden. Informationen kamen für mein Empfinden oft zu spät oder wurden gar nicht geteilt. Entscheidungen wirkten auf mich teilweise kurzfristig und wenig abgestimmt - ohne klaren Kontext für das Team und das weitere Vorgehen.
Kollegenzusammenhalt
Ich habe das Miteinander im Team persönlich als sehr unterstützend und wertschätzend empfunden. Für mich war das ein wesentlicher Faktor, der den Arbeitsalltag positiv beeinflusst hat. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen habe ich überwiegend als kooperativ und zielführend wahrgenommen. Der Zusammenhalt wirkte auf mich ehrlich, zuverlässig und geprägt von gegenseitigem Verständnis, auch selbst wenn alle aus meiner Sicht mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen hatten.
Work-Life-Balance
Positiv zu erwähnen gilt die mittlerweile etablierte 37,5 h Stundenwoche und, dass die Urlaubsgestaltung fair/flexible gehandhabt wurde.
Ich habe die Work-Life-Balance allerdings als stark abteilungsabhängig erlebt. Es gab zwar flexible Arbeitszeiten, aber ich persönlich hatte oft das Gefühl, dass Überstunden in meinem Erleben häufig vorausgesetzt wirkten. Ausgleich durch Gleittage sind möglich.
Vorgesetztenverhalten
Meiner Ansicht nach war das Verhalten der Führungskräfte sehr unterschiedlich. Im mittleren Management habe ich vieles als solide erlebt. Auf der obersten Führungsebene wirkte der Umgang auf mich allerdings wenig strukturiert und oftmals unsicher in der Kommunikation. Ich hatte mehrfach den Eindruck, dass Situationen stärker zugespitzt wurden, als ich es erwartet hatte und die Kommunikation nicht immer zu einer konstruktiven Atmosphäre beigetragen hat. Insgesamt entstand für mich das Bild einer Führung, die aus meiner Sicht deutlich professioneller und moderner ausgerichtet sein könnte.
Interessante Aufgaben
Aus meiner Sicht gab es viele interessante und vielfältige Themen und Aufgaben. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass die strukturellen Rahmenbedingungen es oft erschwerten, diese auch wirklich wirksam und kreativ umzusetzen. Für mich war das teilweise sehr frustrierend.
Gleichberechtigung
Nach meiner Wahrnehmung wurden alle Kolleg:innen unabhängig von Geschlecht, Alter oder Erfahrung gleich behandelt. Das empfand ich grundsätzlich positiv. Gleichzeitig hatte ich jedoch den Eindruck, dass diese Gleichbehandlung auf einem insgesamt eher geringen Wertschätzungsniveau stattfand, wodurch sie für mich nicht wirklich positiv erlebbar war.
Umgang mit älteren Kollegen
Zum Umgang mit älteren Kolleg:innen kann ich aus meiner persönlichen Sicht nicht allzu viel sagen. Mir ist lediglich aufgefallen, dass einzelne Kolleg:innen auch nach dem Renteneintritt noch in einem sehr geringen Umfang weitergearbeitet haben, was für mich den Eindruck erweckte, dass dies im Unternehmen grundsätzlich möglich ist.
Arbeitsbedingungen
Moderne Arbeitsmittel wie zwei Bildschirme, Laptop und höhenverstellbarer Schreibtisch wurden zur Verfügung gestellt, was aus meiner Sicht heute dem gängigen Standard entspricht. Mobile Arbeit war grundsätzlich möglich. In meinem persönlichen Erleben gab es jedoch verschiedene Einschränkungen in der praktischen Umsetzung, insbesondere in Bezug auf Genehmigungen und Flexibilität.
Gehalt/Benefits
Meiner Meinung nach lag das Gehalt im durchschnittlichen Bereich und war für mich persönlich weder besonders attraktiv noch unpassend. Sozialleistungen waren vorhanden, wirkten aus meiner Sicht jedoch eher überschaubar. Zudem hatte ich den Eindruck, dass man für Gehaltsanpassungen selbst aktiv werden musste, was ich persönlich nicht mehr als zeitgemäß empfunden habe.
Image
Ich hatte den Eindruck, dass das Unternehmen nach außen weiterhin großen Wert auf ein modernes und professionelles Erscheinungsbild legt. In den letzten Jahren wirkte dieses Bild für mich intern jedoch zunehmend schwerer nachvollziehbar, sodass sich aus meiner Sicht eine spürbare Distanz zwischen Außendarstellung und persönlicher Wahrnehmung ergeben hat.
Karriere/Weiterbildung
Ich habe erlebt, dass Weiterbildungen grundsätzlich möglich sind. Eine strukturierte, proaktive Entwicklungsperspektive habe ich persönlich nicht wahrgenommen.