Glänzende Fassade – toxischer Alltag
Verbesserungsvorschläge
Kritik ernst und annehmen! Unliebsame Bewertungen einfach zu löschen ändert rein gar nichts und vermittelt ein falsches Bild.
Echte Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden zeigen, nicht nur behaupten.
Offene Kommunikation ermöglichen, statt sie zu kontrollieren.
Mitarbeitende als Menschen sehen, nicht als „Ressourcen“.
Führung sollte Verantwortung übernehmen, statt Schuld weiterzureichen.
Verzerrungen und Diffamierungen einstellen, stattdessen Transparenz und Respekt leben.
Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben respektieren.
Arbeitsatmosphäre
Geprägt von Instabilität und Verunsicherung. Von Seiten der Geschäftsführung wurde mehrfach sehr deutlich vermittelt, dass jede:r Mitarbeitende jederzeit ersetzbar sei. Diese Haltung lag wie ein Schatten über der gesamten Firma und prägte die tägliche Zusammenarbeit. Auch die Leitungsebene stellte sich konsequent hinter die Geschäftsführung, anstatt sich für die Mitarbeitenden einzusetzen. Für viele war spürbar, dass es weniger darum ging, Probleme zu lösen, sondern eher darum, Druck aufzubauen und es fühlte sich stets so an, als wolle man Mitarbeiter loswerden.
Viele hatten das Gefühl, dass Probleme nicht ernsthaft angehört oder besprochen wurden. Anstatt die Ursachen für die schlechte Stimmung zu ergründen, wurde diese eher als „unerwünscht“ abgetan – was von vielen nicht als Lösungsangebot, sondern als Drohgebärde wahrgenommen wurde. Dadurch entstand ein Klima von Distanz und Misstrauen.
Work-Life-Balance
Von einer Balance konnte keine Rede sein. Es wurde klar vermittelt, dass von den Mitarbeitenden voller Einsatz auch außerhalb der regulären Arbeitszeit erwartet wird – einschließlich Abenden, Wochenenden, im Urlaub oder sogar während Krankheitszeiten. Mitarbeitende wurden regelmäßig kontaktiert, teilweise mit Arbeitsanweisungen. Private Situationen oder persönliche Grenzen spielten kaum eine Rolle; die Firma stand klar an erster Stelle.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team war tatsächlich sehr stark – allerdings ausschließlich zwischen den Mitarbeitenden selbst. Dieses „Wir-Gefühl“ entstand nicht durch die Firma, sondern durch die fehlenden Ansprechpartner auf Seiten der Mitarbeitenden: Es gab keinen Betriebsrat oder andere interne Möglichkeiten, Probleme und Sorgen konstruktiv zu adressieren. Der Rückhalt innerhalb der Belegschaft war spürbar, wurde aber durch das Verhalten der Führung stetig belastet. Da dieser Zusammenhalt nicht vom Unternehmen gefördert wurde, sondern rein aus den Individuen heraus entstand, gibt es hier trotz guter persönlicher Erfahrungen nur einen Stern.
Vorgesetztenverhalten
Die Führung präsentierte sich nach außen sehr charmant und rhetorisch versiert, doch der Eindruck von Empathie blieb oberflächlich. Entscheidungen wirkten häufig manipulativ, Kritik wurde nicht toleriert. Statt Unterstützung zu bieten, standen Einschüchterungen und Schuldzuweisungen im Vordergrund. Vertrauen konnte so nicht entstehen.
Kommunikation
Sehr einseitig. In Meetings sprachen fast ausschließlich die Führungskräfte. Austausch auf Augenhöhe fand kaum statt. Inhalte wirkten oft wie ein einseitiges Belehrungs- oder Wiederholungsritual, bei dem Mitarbeitende eher instruiert als beteiligt wurden – was von vielen als stark einseitige Beeinflussung empfunden wurde. Zudem wurden Berichte über die Vergangenheit häufig verzerrt dargestellt. Kritische Stimmen oder ehemalige Mitarbeitende wurden regelmäßig abgewertet oder in ein negatives Licht gerückt. Wer hinterfragte, galt schnell als illoyal. Dieser Umgang mit Informationen und Menschen zerstörte jegliches Vertrauen.