1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
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Schlecht finde ich vor allem die Diskrepanz zwischen dem im Vorstellungsgespräch vermitteltem Anspruch und meinem späteren Erleben im Arbeitsalltag. Transparente Kommunikation, Wertschätzung und ein fairer Umgang mit Mitarbeitenden habe ich im Laufe meiner Beschäftigung zunehmend vermisst. Unterschiedliche Maßstäbe, wenig nachvollziehbare Entscheidungen und fehlende Unterstützung bei neuen Aufgaben haben bei mir den Eindruck hinterlassen, dass Eigeninitiative und Weiterentwicklungen nicht immer erwünscht waren. Besonders schwierig empfand ich dabei das Vorgesetztenverhalten und den aus meiner Sicht fehlenden offenen Umgang mit Kritik. Insgesamt hatte ich zunehmend das Gefühl, dass meine Arbeit trotz eigener Initiative und positiver Rückmeldungen von anderer Seite nicht gesehen und wertgeschätzt wurde.
Die Arbeitsatmosphäre habe ich zunächst als in Ordnung, im weiteren Verlauf jedoch zunehmend als distanziert und belastend erlebt. Als neues Mitglied in einem bereits eingespielten Team fühlte ich mich insbesondere von meiner Vorgesetzten immer weniger eingebunden und bei einigen relevanten Themen außen vor. Ich habe dies bereits früh offen angesprochen, hatte danach jedoch den Eindruck, dass sich die Situation weiter verschlechterte. Die Zusammenarbeit mit meiner Kollegin war grundsätzlich in Ordnung. Außerdem nahm ich bereits früh Gespräche über andere Personen und die Geschäftsführung wahr, die ich teilweise als kritisch empfand und bei mir einen negativen Eindruck hinterließen.
Die Work-Life-Balance habe ich als schwierig erlebt. Home Office wurde grundsätzlich nur in Ausnahmefällen ermöglicht und bei meiner Führung eher ungern gesehen. Bei zwei Anfragen wurde eine genehmigt, die andere abgelehnt mit der Begründung das die Geschäftsführerin an diesem Tag ebenfalls im Büro sei. Gleichzeitig habe ich erlebt, dass die Geschäftsführung selbst Home Office nutzte und Home Office je nach Geschäftsführung und Position unterschiedlich gehandhabt wurde. Diese unterschiedlichen Maßstäbe waren für mich nicht nachvollziehbar.
Auch bei der Arbeitszeit entstand bei mir der Eindruck das längere Anwesenheit als positiv wahrgenommen wurde. Mir wurde beispielsweise gesagt, dass es an Tagen mit Anwesenheit der Geschäftsführung nicht gerne gesehen werde, wenn Mitarbeiter pünktlich gehen. Überstunden wurden zwar nicht ausdrücklich verlangt, dennoch entstand bei mir der Eindruck, dass längere Arbeitszeiten teilweise als Zeichen von Engagement gesehen wurde. Dies bestätigte sich auch, als Kollegen ihre Überstunden miteinander verglichen.
Bei der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung habe ich leider wenig Unterstützung erlebt. Eigene Ideen und den Wunsch mich weiterzuentwickeln, habe ich nicht als besonders gefördert wahrgenommen. Im Gegenteil hatte ich zunehmend den Eindruck, dass meine Weiterentwicklung eher ausgebremst wurde. Möglichkeiten mich fachlich weiterzuentwickeln wurden aus meine Sicht nicht unterstützt.
Das Vorgesetztenverhalten habe ich im Laufe der Zeit als zunehmend schwierig und wenig wertschätzend erlebt. Besonderes auffällig war für mich die Veränderung nach meinem ersten Monatsgespräch. Dieses verlief sehr positiv und mir wurde vermittelt, dass meine Arbeit und mein Einsatz gut ankamen. Irritierend war für mich die Aussage, dass es eigentlich nichts zu kritisieren gebe, aber dennoch ein Kritikpunkt genannt werden müsse. Kurz danach veränderte sich der Umgang mit mir spürbar. Meine Leistungen fanden keine Anerkennung, während jeder kleine Fehler kritisiert wurde. Gleichzeitig erhielt ich von Geschäftsführern, mit denen ich zusammenarbeitete weiterhin positives Feedback. Bei einigen Aufgaben hatte ich wenig Raum für Fehler, obwohl bestimmte Themen für mich neu waren. Hier fehlte für mich zu dem eine gute Einarbeitung. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass meine Vorgesetzte für sich selbst nicht immer dieselben Maßstäbe angelegte. Das empfand ich als besonders schwierig, da mir dadurch eine gewisse Fehlertoleranz fehlte. Insgesamt entstand bei mir zunehmend der Eindruck das meine Arbeit nicht mehr wertgeschätzt wurde und ich als Mitarbeiterin von ihr nicht erwünscht war.
Die Kommunikation habe ich insgesamt als wenig transparent erlebt. Im Vorstellungsgespräch wurde eine offene Kommunikation ausdrücklich als wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur dargestellt. Im Arbeitsalltag hatte ich jedoch zunehmend den Eindruck, dass dies nicht gelebt wurde. Relevante Informationen wurden mir wiederholt nicht oder erst verspätet mitgeteilt und arbeitsbezogene Themen bereits untereinander besprochen, bevor ich es erfuhr. Auch der Umgang mit persönlichen Informationen war für mich nicht immer nachvollziehbar. So stellte ich beispielsweise fest, dass Informationen zu meiner Krankmeldung innerhalb des Unternehmens bekannt waren, obwohl ich diese nicht selbst kommuniziert hatte.