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GmbH
Bewertung

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Provinzialismus und Mediokrität ohne Planbarkeit

2,1
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich IT in Hamburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Weiterbildungen sind grundsätzlich möglich, man muss sie jedoch sehr proaktiv einfordern; von der Geschäftsführung aus kommt hier wenig Eigeninitiative. Eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) mit einem Arbeitgeberzuschuss von 20 % wird angeboten.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Chronische Planlosigkeit: Die Roadmap ändert sich alle zwei Wochen, was jede nachhaltige Entwicklung verhindert. Diese Unplanbarkeit wird am Ende auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen: Sobald die Strategie scheitert, folgen eiskalte Kündigungswellen ohne soziale Absicherung, während die HR das Ganze mit Emojis und Marketing-Floskeln überspielt.

Verbesserungsvorschläge

Erst das Image intern verbessern, dann extern. Weniger Marketing-Fassade, mehr interne Substanz bei Technik und sozialer Absicherung.“

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist aufgrund finanzieller Probleme und häufiger Kundenbeschwerden oft angespannt. Besonders toxisch wird die Stimmung, wenn Teile des Teams entlassen werden müssen.

Image

Die HR-Abteilung ist stark darauf fokussiert, das externe Image aufzupolieren. Mitarbeiter werden teils dazu „motiviert“, positive Bewertungen zu verfassen. Würde man diese Energie stattdessen in die Verbesserung des internen Arbeitsklimas stecken, wäre das deutlich nachhaltiger und sinnvoller.

Work-Life-Balance

Team- und Position abhängig

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildung ist möglich, erfordert aber viel Eigeninitiative und muss proaktiv eingefordert werden.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist angemessen (zumindest für das Niveau in Überlingen). Eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) wird angeboten – was wenig überrascht, da dies das Kerngeschäft des Unternehmens ist.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Die technische Ausstattung lässt stark zu wünschen übrig. Die Windows-Laptops sind leistungsschwach und nicht besonders umweltfreundlich. Tägliche Neustarts sind aufgrund der Hardware-Überforderung an der Tagesordnung und verhindern einen flüssigen Arbeitsablauf.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist stark fragmentiert und hängt massiv vom jeweiligen Team ab. Eine echte teamübergreifende Kollaboration findet kaum statt; stattdessen herrscht eine Kultur, in der man eher übereinander als miteinander redet und andere Abteilungen oft abfällig bewertet.

Umgang mit älteren Kollegen

Es gibt nicht viele ältere Kollegen.

Vorgesetztenverhalten

Die Roadmap ändert sich fast alle zwei Wochen. Planbarkeit und soziale Verantwortung fehlen völlig. Abwicklungsvereinbarungen werden schamlos angeboten.

Arbeitsbedingungen

Legacy-Technologien überdauern hier ihre Lebenszeit bei weitem. Ich kenne kein anderes Unternehmen, das heute noch SVN nutzt. Auch die Hardware ist weit entfernt von „State of the Art“: Es werden billige Lenovo-Laptops mit Windows ausgegeben, die man aufgrund von Performance-Problemen mindestens einmal täglich neu starten muss.

Kommunikation

Eine ausufernde Meeting-Kultur vernichtet große Teile der produktiven Arbeitszeit. Zudem behindern bürokratische Prozesse den Workflow massiv – hier wird Verwaltung oft wichtiger genommen als die eigentliche Gestaltung und Entwicklung.

Gleichberechtigung

Die Frauenquote in der Softwareentwicklung ist verschwindend gering. Es scheint an einem Umfeld zu mangeln, das Entwicklerinnen langfristig binden kann oder will.

Interessante Aufgaben

Das ist vom Team abhängig.

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Arbeitgeber-Kommentar

Janin, People & Culture
JaninPeople & Culture

Vielen Dank für deine ausführliche Bewertung. Feedback ist wichtig und wir fordern immer wieder dazu auf, ungeschöntes Feedback zu äußern. In Phasen struktureller Veränderung gehören unterschiedliche Wahrnehmungen einfach dazu.

Auch wenn einzelne Formulierungen sehr allgemein gehalten sind, nehmen wir uns die Zeit, auf die angesprochenen Punkte differenziert einzugehen.

In den letzten Monaten haben wir viel verändert. Hintergrund hierfür war die Organisationsumgestaltung hin zu mehr Agilität. Die Umstellung auf eine stärker selbstorganisierte Struktur verändert Rollenbilder und Erwartungen. Diese Form der Zusammenarbeit passt nicht für jede:n – insbesondere, wenn klare Vorgaben und klassische Hierarchien erwartet werden.

Ein guter Teamzusammenhalt ist essenziell und respektvoller Umgang nicht verhandelbar. Nehmen wir Abweichungen wahr, sprechen wir diese offen an und klären sie im direkten Dialog.
Was als interessant empfunden wird, ist ganz verschieden. Entwicklungsmöglichkeiten entstehen häufig aus Eigeninitiative. Wer Themen vertiefen oder zusätzliche Verantwortung übernehmen möchte, findet Raum und Unterstützung.

Ob weiblich, männlich, divers, alt, jung, groß, klein. Vielfalt und Heterogenität zahlen auf Kreativität ein und machen uns stark. Dabei achten wir darauf, individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen.

Zum Thema Arbeitsmittel: Wir stellen leistungsstarke Arbeitsgeräte mit 32 GB RAM zur Verfügung, um professionelles Arbeiten in der Softwareentwicklung sicherzustellen. Die pauschale Aussage zur mangelnden Umweltfreundlichkeit können wir in dieser Form nicht teilen.

Unsere Zusammenarbeit basiert auf Selbstorganisation, Eigenverantwortung und kontinuierlichem Wissensaufbau. Das bietet viel Gestaltungsfreiheit, verlangt aber auch ein hohes Maß an Initiative.

Veränderungen und insbesondere Trennungen sind für beide Seiten nicht leicht und können Enttäuschung auslösen. Gleichzeitig stehen wir zu unseren Standards und unserer Kultur.

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.