Provinzialismus und Mediokrität ohne Planbarkeit
Gut am Arbeitgeber finde ich
Weiterbildungen sind grundsätzlich möglich, man muss sie jedoch sehr proaktiv einfordern; von der Geschäftsführung aus kommt hier wenig Eigeninitiative. Eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) mit einem Arbeitgeberzuschuss von 20 % wird angeboten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Chronische Planlosigkeit: Die Roadmap ändert sich alle zwei Wochen, was jede nachhaltige Entwicklung verhindert. Diese Unplanbarkeit wird am Ende auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen: Sobald die Strategie scheitert, folgen eiskalte Kündigungswellen ohne soziale Absicherung, während die HR das Ganze mit Emojis und Marketing-Floskeln überspielt.
Verbesserungsvorschläge
Erst das Image intern verbessern, dann extern. Weniger Marketing-Fassade, mehr interne Substanz bei Technik und sozialer Absicherung.“
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist aufgrund finanzieller Probleme und häufiger Kundenbeschwerden oft angespannt. Besonders toxisch wird die Stimmung, wenn Teile des Teams entlassen werden müssen.
Image
Die HR-Abteilung ist stark darauf fokussiert, das externe Image aufzupolieren. Mitarbeiter werden teils dazu „motiviert“, positive Bewertungen zu verfassen. Würde man diese Energie stattdessen in die Verbesserung des internen Arbeitsklimas stecken, wäre das deutlich nachhaltiger und sinnvoller.
Work-Life-Balance
Team- und Position abhängig
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung ist möglich, erfordert aber viel Eigeninitiative und muss proaktiv eingefordert werden.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist angemessen (zumindest für das Niveau in Überlingen). Eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) wird angeboten – was wenig überrascht, da dies das Kerngeschäft des Unternehmens ist.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die technische Ausstattung lässt stark zu wünschen übrig. Die Windows-Laptops sind leistungsschwach und nicht besonders umweltfreundlich. Tägliche Neustarts sind aufgrund der Hardware-Überforderung an der Tagesordnung und verhindern einen flüssigen Arbeitsablauf.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist stark fragmentiert und hängt massiv vom jeweiligen Team ab. Eine echte teamübergreifende Kollaboration findet kaum statt; stattdessen herrscht eine Kultur, in der man eher übereinander als miteinander redet und andere Abteilungen oft abfällig bewertet.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt nicht viele ältere Kollegen.
Vorgesetztenverhalten
Die Roadmap ändert sich fast alle zwei Wochen. Planbarkeit und soziale Verantwortung fehlen völlig. Abwicklungsvereinbarungen werden schamlos angeboten.
Arbeitsbedingungen
Legacy-Technologien überdauern hier ihre Lebenszeit bei weitem. Ich kenne kein anderes Unternehmen, das heute noch SVN nutzt. Auch die Hardware ist weit entfernt von „State of the Art“: Es werden billige Lenovo-Laptops mit Windows ausgegeben, die man aufgrund von Performance-Problemen mindestens einmal täglich neu starten muss.
Kommunikation
Eine ausufernde Meeting-Kultur vernichtet große Teile der produktiven Arbeitszeit. Zudem behindern bürokratische Prozesse den Workflow massiv – hier wird Verwaltung oft wichtiger genommen als die eigentliche Gestaltung und Entwicklung.
Gleichberechtigung
Die Frauenquote in der Softwareentwicklung ist verschwindend gering. Es scheint an einem Umfeld zu mangeln, das Entwicklerinnen langfristig binden kann oder will.
Interessante Aufgaben
Das ist vom Team abhängig.
