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Bewertung

Deutlich verbesserungswürdige Arbeitskultur in der Kfz-Schadenabteilung

1,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Administration / Verwaltung bei ERGO Group AG in München gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Verhaltensweisen wie abwertende Kommentare über ausländische Kunden, das Fotografieren von Unterlagen ohne vorherige Klärung, das Lächerlichmachen von Fehlern oder regelmäßige emotionale Ausbrüche am Arbeitsplatz sollten aus meiner Sicht ein klares No-Go sein und konsequent unterbunden werden.

Ich hatte zudem den Eindruck, dass über einen längeren Zeitraum keine neuen Mitarbeitenden mehr in dieser Abteilung eingestellt wurden, was sich aus meiner Sicht in das Gesamtbild einfügt. Mir wurde außerdem berichtet, dass die geschilderten Erfahrungen kein Einzelfall waren.

Gleichzeitig möchte ich ausdrücklich betonen, dass es auch sehr hilfsbereite und kollegiale Mitarbeitende gab und meine Kritik sich gezielt auf einzelne Personen und Situationen bezieht, nicht auf das gesamte Unternehmen.

Verbesserungsvorschläge

Insgesamt habe ich meine Zeit bei der ERGO Group in München sehr negativ erlebt. Die Arbeitsbedingungen, die Kommunikation und der kollegiale Umgang waren aus meiner Sicht stark verbesserungsbedürftig und haben ein belastendes Arbeitsumfeld geschaffen.

Besonders in der Kfz-Schadenabteilung (Abteilung 2) sehe ich erhebliche Probleme im zwischenmenschlichen Umgang und in der Teamkultur. Der kollegiale Umgang sollte hier dringend überdacht werden, und aus meiner Sicht müsste von Führungsebene auch konsequenter eingegriffen werden, wenn respektloses Verhalten auftritt.

Ich verstehe, dass die Arbeitsbelastung in der Abteilung hoch ist, dennoch sollte ein Mindestmaß an Sozialkompetenz und respektvollem Umgang vorausgesetzt werden. Insgesamt kann ich diese Abteilung daher nicht empfehlen.

Arbeitsatmosphäre

Ein derart schlechtes Teamklima habe ich noch nie erlebt. Mobbing, Gerüchte und das Schlechtreden von Kollegen gehörten für mich zum Alltag. Noch frustrierender war, dass die Führungskraft aus meiner Sicht nicht eingegriffen hat und dadurch ein Umfeld entstanden ist, in dem respektloses Verhalten ohne Konsequenzen blieb.

Kommunikation

Kommunikation fand praktisch nicht statt. Jeder arbeitet isoliert in seinem Büro vor sich hin, ein echter Austausch zwischen Kollegen ist kaum vorhanden.

Kollegenzusammenhalt

Eine strukturierte Einarbeitung gab es praktisch nicht. Die Kollegin, die mich einarbeiten sollte, war nur vormittags im Büro, da sie nachmittags auf ihren Hund aufpassen musste, was von der Führung so akzeptiert wurde. Unterstützung im Arbeitsalltag blieb dadurch kaum vorhanden.

Eine andere Kollegin hat bei Fehlern Akten einfach abfotografiert und direkt an den Vorgesetzten weitergeleitet, ohne vorher mit mir darüber zu sprechen oder die Inhalte zu erklären. Zudem begann sie im Team über solche Fehler zu lästern.

Die Rückmeldung der Führung beschränkte sich darauf, dass in der Abteilung „immer Stress“ herrsche und ein rauerer Umgangston normal sei.

Insgesamt eine unzureichende Einarbeitung und kein empfehlenswertes Umfeld (Kfz-Schadenabteilung 2 München).

Work-Life-Balance

Nachdem ich die Probleme bei meiner Führungskraft angesprochen habe, wurde mir angedeutet, mein Homeoffice zu entziehen mit der Begründung, ich sei angeblich nicht oft genug vor Ort gewesen was faktisch nicht zutraf.

Grundsätzlich könnte die Work-Life-Balance durch Homeoffice-Möglichkeiten gut sein, wird jedoch aus meiner Sicht durch den Führungsstil und den Umgang mit Kritik deutlich eingeschränkt.

Vorgesetztenverhalten

Die Person, die mich einarbeiten sollte, hat mir bereits am ersten Tag wiederholt ihre benutzten Kaffeetassen auf den Tisch gestellt und verlangt, dass ich diese für sie in die Küche bringe. Zudem wurde regelmäßig über andere Mitarbeitende und insbesondere über Azubis gelästert, die pauschal als nicht intelligent bezeichnet wurden.

Besonders enttäuschend war für mich, dass die eigentliche Führungskraft trotz entsprechender Hinweise nicht eingegriffen hat und dieses Verhalten offenbar toleriert wurde. Dadurch hatte ich insgesamt den Eindruck einer sehr schwachen und nicht schützenden Führung.

Interessante Aufgaben

Die Tätigkeit an sich hätte durchaus interessant sein können. Durch den allgemeinen Umgang und das Arbeitsklima war es jedoch kaum möglich, sich auf die eigentlichen Aufgaben zu konzentrieren oder sich fachlich sinnvoll einzuarbeiten.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung war aus meiner Sicht nicht gegeben. Neue Mitarbeitende und Azubis wurden teilweise bloßgestellt und von insbesondere zwei Kolleginnen wiederholtnarbeiten sollte, hatte zudem regelmäßig emotionale Ausbrüche, wenn ihr die Arbeit zu viel wurde. Außerdem wurden ausländische Kunden und deren Aussprache teilweise abwertend kommentiert sowie generell respektlose und diskriminierende Aussagen über Familien getätigt.

Gleichzeitig gab es auch Kollegen, die sehr unterstützend und kollegial waren und positiv zur Zusammenarbeit beigetragen haben. Die Probleme waren aus meiner Sicht klar auf diese zwei Kolleginnen sowie das fehlende Eingreifen der Führung zurückzuführen, wodurch entsprechendes Verhalten toleriert wurde.

Umgang mit älteren Kollegen

Insgesamt gibt es aus meiner Wahrnehmung einen höheren Anteil älterer Mitarbeitender. Mit diesen wurde im Arbeitsalltag überwiegend respektvoll umgegangen, dazu kann ich jedoch nur begrenzt Aussagen treffen.

Arbeitsbedingungen

Insgesamt empfand ich die Arbeitsbedingungen vor allem aufgrund der gemachten Erfahrungen mit der Führungskraft und zwei Kolleginnen als sehr schlecht. Dadurch war das Arbeitsumfeld für mich stark belastet.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Arbeitgeber-Kommentar

Silvia GrauEmployer Branding Specialist

Liebe ehemalige Kollegin, lieber ehemaliger Kollege,

vielen Dank, dass Sie sich auch nach Ihrer Tätigkeit bei ERGO die Zeit genommen haben, Ihre Erfahrungen ausführlich zu teilen. Ihr Feedback ist uns wichtig, und wir nehmen Ihre Schilderungen ernst.

Wir bedauern, dass Sie Ihre Zeit in der Kfz-Schadenabteilung (Abteilung 2) in München als stark belastend erlebt haben. Die von Ihnen beschriebenen Situationen – etwa abwertende Kommentare, der Umgang mit Fehlern oder emotionale Ausbrüche – stehen im klaren Widerspruch zu unserem Verständnis von respektvollem und professionellem Miteinander.

Ihre Hinweise zu Mobbing, Gerüchten, fehlender Unterstützung, Einarbeitung und Umgang mit Kritik nehmen wir sehr ernst. Die von Ihnen geschilderte Wahrnehmung einer „nicht schützenden Führung“ ist für uns ein Anlass, Ihre Bewertung intern zu prüfen und in unsere laufende Weiterentwicklung der Zusammenarbeit und Führung einzubeziehen. Gleichzeitig danken wir Ihnen dafür, dass Sie hervorheben, dass es hilfsbereite und kollegiale Mitarbeitende gab und Ihre Kritik sich auf bestimmte Personen und Situationen bezieht. Dieses differenzierte Feedback hilft uns bei der Einordnung.

Da sich Ihre Schilderungen auf einen konkreten Bereich beziehen, würden wir gerne mehr darüber erfahren, um Ihre Hinweise noch besser nachvollziehen zu können. Wenn Sie dazu bereit sind, freuen wir uns über eine vertrauliche Kontaktaufnahme per E-Mail an silvia.grau@ergo.de. Auf Wunsch vereinbaren wir auch gerne ein telefonisches Gespräch.

Wir bedauern, dass Ihr Eindruck von der ERGO Group in München so negativ geprägt wurde. Ihre Rückmeldung fließt in unsere weiteren Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen ein. Für Ihren weiteren beruflichen Weg wünschen wir Ihnen alles Gute.

Mit freundlichem Gruß
Silvia Grau
Employer Branding Specialist

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.