Die stille Entwertung des angestellten Außendienstes
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nichts. Man hat es versäumt – oder bewusst unterlassen –, den angestellten Außendienst in diese Entwicklung einzubinden, und dabei gleichzeitig unehrlich kommuniziert.
Gut, dass ich das rechtzeitig erkannt habe.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wie kann man eine solche Erfahrung derart abtun und anschließend einfach wieder zu den Strukis zurückkehren, obwohl die Historie doch alles andere als dafür spricht
Verbesserungsvorschläge
Die Entwicklung ist inzwischen klar erkennbar. Dabei entsteht der Eindruck, dass der angestellte Außendienst nicht mehr gewünscht ist.
Zudem ergeben sich Hinweise darauf, dass in einzelnen Bereichen nicht mit der notwendigen Sorgfalt gearbeitet wird. Bei genauerem Hinsehen stellt sich die Frage, ob bestimmte Produkte in jedem Fall im besten Interesse der Kundinnen und Kunden vermittelt werden. Insbesondere bei älteren Kunden wirkt es problematisch, wenn kostenintensive Unfallversicherungen abgeschlossen werden, während gleichzeitig Leistungen in der Pflegeabsicherung reduziert werden.
Diese Entwicklung sollte kritisch hinterfragt werden, um sicherzustellen, dass wirtschaftliche Ziele nicht zulasten einer verantwortungsvollen und kundenorientierten Beratung gehen
Arbeitsatmosphäre
Es wird viel Geld in Form von Bestandsprovisionen Kundenübertragungen und viele Zuschüsse an Vertriebspartner gezahlt während Angestellte bewusst kurz gehalten und immer weiter abgebaut werden.
Kommunikation
Der angestellte Außendienst sollte endlich mit der notwendigen Offenheit konfrontiert werden: Er ist offenkundig nicht mehr gewollt. Statt ehrlicher Kommunikation wird dieser Umstand verschleiert, während man faktisch längst auf ein Modell aus selbständigen Strukturvertrieben umgestellt hat – ganz im Stil einer DVAG. Die Pyramide steht, und das, was einst ein seriöser und respektabler Vertrieb war, ist heute kaum mehr als ein entkernter Schatten seiner früheren Identität.
Von Transparenz oder Aufrichtigkeit kann keine Rede sein. Das aktuelle Vorgehen wirkt nicht nur unehrlich, sondern gezielt irreführend.
Die Konzernspitze spricht konsequent von „Vertriebspartnern“ – die eigenen Vertriebsangestellten kommen in dieser Wortwahl schlicht nicht mehr vor. Wer darin kein bewusstes Signal erkennt, verkennt die Tragweite: Das ist keine sprachliche Zufälligkeit, sondern Ausdruck systematischer Ignoranz und eklatanter mangelnder Wertschätzung gegenüber dem eigenen Außendienst.
Kollegenzusammenhalt
Das Humankapital ist nicht zufällig erodiert – es wurde systematisch beschädigt. Diese Entwicklung ist hausgemacht und wirkt nicht wie ein Versehen, sondern wie das Ergebnis bewusster Entscheidungen.
Work-Life-Balance
Die eklatante mangelnde Wertschätzung sowie die intransparente und willkürlich wirkende Übertragung umfangreicher Kundenbestände an ausgewählte Vertreter – verbunden mit der dahingehenden erheblichen Barwertgegenleistungen, die faktisch als Geschenke erscheinen – sind nicht hinnehmbar und werfen gravierende Fragen auf. Wenn wirtschaftliche Vorteile in dieser Größenordnung weder nachvollziehbar noch nach objektiven Kriterien verteilt werden, entsteht unweigerlich der Eindruck von Vetternwirtschaft, unzulässiger Vorteilsnahme und struktureller Ungleichbehandlung.
Vorgesetztenverhalten
Die gesamte Organisation wirkt stromlinienförmig und starr konservativ; Eigeninitiative wird systematisch unterdrückt. Der Vertriebskopf zeigt offenkundig keinerlei Interesse mehr an den Außendienstmitarbeitern — sie sollen am liebsten verschwinden, einzig der Umsatz der Selbstständigen zählt, koste es, was es wolle.
Interessante Aufgaben
jetzt beim Mitbewerber
Gleichberechtigung
Manche Frauen werden in den obersten Etagen nicht gefördert, sondern von durch eine ganz eigene Linse betrachtet und entsprechend behandelt.
Umgang mit älteren Kollegen
Alle sollen möglichst billig entsorgt werden – besonders der angestellte Außendienst. Völlig egal, wie lange jemand im Unternehmen ist oder welche Leistungen erbracht wurden: Entscheidend ist allein, dass es schnell und kostengünstig geht. Währenddessen wird großspurig von „Reskilling“ gesprochen, doch in der Realität verliert man sich im kleinlichen Gezeter um Nachkommastellen.
Arbeitsbedingungen
Der Laptop war rund sechs Jahre alt. Digital führend sieht anders aus, Autauschpozedere fragwürdig.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mit der Anschaffung von Fahrrädern wird Symbolpolitik für den guten Schein, betrieben, während bei kranken Mitarbeitenden und krankheitsbedingten Fehlzeiten im Vertrieb ein fragwürdiges, unsoziales und kaum verantwortungsvolles Verhalten an den Tag legt.
Gehalt/Benefits
Viele Jahre Nullrunden im Angestellten Außendienst ist hier Programm gewesen.
Image
Die ERGO Beratung und Vertrieb ist nichts weiter als eine Strucki-Bude im Gewand großer Konzerne — ein weiteres Ableger-System à la DVAG, TECIS oder Swiss Life Select. Die EBV ist zu einer Pyramide verkommen, in der Profit über echter Beratung steht.
Karriere/Weiterbildung
im Angestellten Außendienst nicht vorhanden!

