Gut am Arbeitgeber finde ich
Man durchläuft viele verschiedene Disziplinen in der Ausbildung
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Unter den einzelnen Punkten aufgeführt
Verbesserungsvorschläge
Wertschätzung des Personals UND Auszubildenen.
Arbeitsbedingungen, die dem Arbeitsgesetz entsprechen.
Arbeitsatmosphäre
Starker Personalmangel(!!), viele Überstunden, Unzufriedenheit beim Personal und in der Theorie wird viel verlangt.
Karrierechancen
Wie erwähnt, lernt man viele Bereiche kennen und kann sich nach der Ausbildung besser entscheiden, wohin es einen verschlägt.
In der betriebseigene Schule werden ebenfalls Fortbildungen, wie ,,Intensiv- und Anästhesiefachpflege" angeboten.
Wie man aber mitbekommt, wartet man sehr lange auf solche Möglichkeiten.
Arbeitszeiten
Typischer Schichtdienst, im frei wird man auch als Schüler gerne angerufen und man sammelt viele Überstunden
Ausbildungsvergütung
Ausbildungsvergütung ist nach Tarif geordnet.
Man rennt seinem Gehalt gerne auch mal hinterher bzw. Muss man sich mit der unfreundlichen Personalabteilung auseinandersetzen, wenn etwas mit der Abrechnung nicht stimmt
Die Ausbilder
Theoretisch wird sehr viel gefordert, praktisch werden die Auszubildenen von Anfang an auf die Patienten ,,losgelassen".
Von den angeblich ach so vielen ,,Praxisanleitern" hört und sieht man erst was in der Prüfung.
Auch, wenn in gewissen Medien etwas anderes suggeriert wird, ist man als Auszubildende nichts weiter als ein billiger Lückenfüller für unbesetze Stellen und erhält kaum Rückhalt durch die Schule.
Spaßfaktor
Der Beruf bringt einfach Spaß mit sich, unabhängig vom Ausbilder.
Durch die Vielzahl an Disziplinen erhält man auch viele Einblicke und die Entscheidung, wo man später arbeiten möchte, fällt einem leichter
Aufgaben/Tätigkeiten
Als Auszubildene wird man in der Praxis ab dem 1. Tag in kaltes Wasser geworfen.
Es erfolgt keine praktische Anleitung, wie man Patienten grundpflegerisch versorgt oder gar Medikamente richtig verabreicht.
Im 2. Ausbildungsjahr habe ich bereits einen Frühdienst für die ersten 3 Stunden ALLEINE führen müssen, bis eine Hilfskraft gefunden wurde.
Dabei wurde die Arbeit, die ich bis dahin geleistet habe, einfach hingenommen und in keinster Weise wertgeschätzt.
Im Nachhinein eine sehr fragwürdige Angelegenheit, wenn es um die Patientensicherheit geht!
Man wird ebenfalls ständig und sehr kurzfristig innerhalb des gesamten Betriebs auf andere Stationen versetzt.
Die Pflichtnachtwachen darf man als sogenannter ,,Nachtwachenspringer" verbringen und 10 Stunden auf allen Stationen hin und her hetzen (Hauptnachtwache ist offiziell nicht erlaubt, daher hat man hier eine schöne neue Bezeichnung gefunden)
Wie ein richtiger Nachtdienst abläuft, habe ich dann erst nach der Ausbildung kennengelernt.
Ebenso macht jeder Schüler unerlaubte Überstunden, die, wenn Sie denn aufgeschrieben werden, irgendwann in den nächsten Einsetzen heimlich verschwinden und nicht mehr nachvollziehbar sind.
Etc etc
Variation
Viele Disziplinen, viele Einblicke in sämtliche Fachrichtungen.
Leider kaum bis gar keine Anleitungen.
Respekt
Sagen wir es, wie es ist: Als Schüler ist man hier ganz unten, ohne Rückhalt von der Schule oder irgendwelchen Rechten.