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„Das Stadtbussystem braucht dringend Veränderungen – so ist es nicht mehr tragbar“

1,7
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Nordwalde gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Das derzeitige Stadtbussystem funktioniert aus meiner Sicht in dieser Form nicht mehr. Der hohe Zeitdruck, die Verkehrssituation und teilweise zu kleine Busse führen zu ständigem Stress im Fahrbetrieb. Auf Dauer ist diese Situation für die Fahrer auch menschlich nicht tragbar.

Hier braucht es eine deutlich bessere Abstimmung zwischen der Stadt Rheine, RVM und EVG. Auch wenn die Stadt bestimmte Veränderungen nicht möchte, sollten RVM und EVG gemeinsam mehr Druck ausüben und die Probleme aus dem täglichen Fahrbetrieb deutlich ansprechen. Die Erfahrungen und Rückmeldungen der Fahrer sollten dabei ernst genommen und in die Planung einbezogen werden.

Arbeitsatmosphäre

Das Verhältnis unter den Kollegen ist überwiegend kollegial und hilfsbereit. Allerdings wird die Arbeitsatmosphäre durch den teilweise schlechten Zustand der Busse belastet. Viele Fahrzeuge haben eine sehr hohe Laufleistung und es kommt dadurch immer wieder zu technischen Problemen und Ausfällen. Das sorgt im täglichen Arbeitsablauf für zusätzlichen Stress.

Image

Teilweise entsteht der Eindruck, dass es innerhalb der Bietergemeinschaft aus den beiden Unternehmen an Abstimmung und Einigkeit fehlt. Gleichzeitig wirkt es so, als würde an vielen Stellen möglichst gespart werden. Einen festen und vernünftig ausgestatteten Betriebshof gibt es nicht wirklich; vieles wirkt eher provisorisch und notdürftig, unter anderem durch die Nutzung von Containern. Hier wären aus meiner Sicht mehr Investitionen in die Infrastruktur und eine bessere Abstimmung zwischen den beiden Unternehmen wünschenswert.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist aus meiner Sicht eher schlecht. Es gibt viele lange Tagesschichten, die teilweise 10 oder 11 Stunden dauern und teilweise bis 23 Uhr gehen. Dies ist allerdings auch den relativ kurzen Fahrplänen bzw. den engen Umläufen im Stadtverkehr von Rheine geschuldet. Trotzdem führen die langen Arbeitszeiten und späten Schichtenden dazu, dass wenig Zeit für Familie, Freunde und Erholung bleibt. Hier wäre eine bessere und planbarere Gestaltung der Dienstpläne wünschenswert.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungen werden grundsätzlich gemacht, allerdings liegt der Schwerpunkt häufig auf den Pflichtmodulen, die für die Verlängerung des Führerscheins benötigt werden. Teilweise werden auch Schulungen durchgeführt, die vor allem dazu dienen, beispielsweise den Spritverbrauch zu reduzieren und Kosten einzusparen. Weitere Weiterbildungen zur fachlichen und persönlichen Entwicklung könnten aus meiner Sicht stärker angeboten werden.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt entspricht genau dem Tarifvertrag – nicht mehr und nicht weniger. Positiv ist der zusätzliche 50-Euro-Gutschein. Bei Schäden am Fahrzeug können allerdings Kosten vom Gehalt abgezogen werden, was aus meiner Sicht kritisch zu sehen ist.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist gut. Die Kollegen sind untereinander hilfsbereit und unterstützen sich, wenn es im Arbeitsalltag Probleme gibt. Gerade bei Verspätungen, Fahrzeugproblemen oder stressigen Situationen kann man sich auf die Kollegen verlassen. Insgesamt herrscht ein gutes und kollegiales Miteinander.

Umgang mit älteren Kollegen

Könnte besser sein, bzw. die Jüngeren Kollegen mit weniger Erfahrung sollten Tipps mehr berücksichtigen von älteren bzw. Erfahreneren Kollegen.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten ist grundsätzlich gut. Wünsche und Anliegen der Mitarbeiter werden meistens berücksichtigt und es wird versucht, auf die Bedürfnisse der Fahrer einzugehen. Allerdings hängt die Kommunikation teilweise von der jeweiligen Stimmung bzw. Tagesform ab. Nach 14 bzw. 15 Uhr ist häufig kein Ansprechpartner mehr vor Ort, sodass man bei Fragen oder Problemen nur noch über WhatsApp oder eine Notfallnummer jemanden erreichen kann.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind teilweise schwierig und mit viel Stress verbunden. Besonders im Stadtverkehr sorgen Staus, Zeitdruck und ein hohes Verkehrsaufkommen für zusätzlichen Stress. Dazu kommen der tägliche Kontakt mit Kunden und teilweise schwierige Situationen mit Fahrgästen. Insgesamt ist die Arbeit dadurch körperlich und mental anspruchsvoll.2

Kommunikation

Die Kommunikation läuft hauptsächlich über eine App und WhatsApp. Wenn jemand im Büro vor Ort ist, kann man Anliegen auch persönlich besprechen. Insgesamt funktioniert die Kommunikation.

Gleichberechtigung

Grundsätzlich müssen alle Fahrer verschiedene Linien und Fahrzeuge fahren. Allerdings gibt es den Eindruck, dass einige ausgewählte Mitarbeiter von bestimmten Einsätzen oder Fahrzeugen ausgenommen werden. Ob dies beabsichtigt oder unbeabsichtigt geschieht, lässt sich schwer beurteilen. Eine gleichmäßigere Verteilung der Einsätze wäre wünschenswert.

Interessante Aufgaben

In der Regel immer das selbe, Stadtbus Verkehr.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

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