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Bewerbungsverhör Teil 2.2 von 2.2

1,9
Absage
Bewerber/inHat sich 2019 als Unterkunfts- und Sozialmanagement beworben und eine Absage erhalten.

Verbesserungsvorschläge

Das Vorstellungsgespräch fand eine Woche später statt und hier änderte sich mein Eindruck nachhaltig, denn so etwas ist mir noch nicht passiert. Ich wurde in einen Raum gebeten in dem mir dieses mal vier Männer an einem langen Tisch gegenüber saßen und zwei „zogen eine Fläppe“ mit einem Gesichtsausdruck von neutral bis negativ und atmeten schwer. Ich nahm Platz und hatte die Tür direkt im Nacken. Mir wurde Kaffee oder Tee angeboten und „scherzend“ bemerkt, dass die Kekse wohl nur für die Interviewer seien, nicht in Armlänge von mir platziert; es hätte allerdings auch noch nie ein Bewerber zugegriffen; wie auch! Ich fühlte mich nicht wirklich wohl aufgehoben. Die gesamte Situation war so einschüchternd, dass mir selbst die einfachsten Antworten im Gespräch nicht mehr eingefallen sind und ich mich gefühlt habe wie im Kreuzverhör. Heute frage ich mich, warum ich nicht einfach gegangen bin.
Nach einer gefühlten Ewigkeit wurde ich vor die Tür geleitet und sollte am Empfang Platz nehmen, denn es würde nun die Entscheidung gefällt. Man holte mich nach der kurzen Pause wieder ab und verkündete mir ohne anerkennende Worte, dass man sich nicht für mich entschieden habe, da es mir an Kenntnissen fehle und man mich nicht für arbeitsmotiviert halte. Keine positiven Worte! Gar nichts! Mir blieb fast die Sprache weg und ich konnte nur sagen, dass „das kein Problem sei“. Auf dem Weg nach draußen wurde mir angeboten, dass ich mich für ein persönliches Feedback mit Tipps für folgende Gespräche melden könne. Ich werde mir dieses Feedback ersparen, sorry aber nach so einer Gesprächsführung suche ich den Fehler echt nicht bei mir, zumal ich selbst schon auf der Interviewerseite gesessen habe. Am Fahrstuhl angekommen, wollten auch zwei Interviewer nach unten fahren. Anstatt aufmunternder Worte, Smalltalk oder auch nur wertschätzende Blicke, nahmen beide die Treppe aus dem 7. Stock. Ich war geschockt!
Wieder zuhause wurde ich von meiner Lebensgefährtin gefragt, ob ich den Job denn angenommen hätte, wenn ich eine Zusage bekommen hätte. Nach diesem Bewerbungsgespräch auf gar keinen Fall! Vielleicht hätte ich im Affekt mich erst bedankt; allerdings wurde ich noch nie in einem Gespräch derart menschlich entwertet, dass ich mit Sicherheit den Job nicht angetreten wäre.

Bewerbungsfragen

  • Die angeblich fehlenden Kenntnisse lassen sich durch die negative Atmosphäre erklären und ich wĂĽrde fuw dringend Mitarbeiterschulungen anraten; z. B. Transaktionsanalyse („Ich bin OK, du bist OK“).
  • Wie in diesem zwar ohne Wertschätzung, aber strukturierten Interview negativ auf meine Arbeitsmotivation geschlossen werden konnte, bleibt mir als DIN 33430 geprĂĽftem Eignungsdiagnostiker ein Rätsel, da ich im Gespräch sogar angeboten habe, bei Gefahr in Verzug am Wochenende mitten in der Nacht zur Arbeit zu erscheinen.

Erklärung der weiteren Schritte

Professionalität des Gesprächs

Zufriedenstellende Reaktion

Wertschätzende Behandlung

Vollständigkeit der Infos

Erwartbarkeit des Prozesses

Zufriedenstellende Antworten

Zeitgerechte Zu- oder Absage

Angenehme Atmosphäre

Schnelle Antwort