Ich musste den Inhalt abändern, weil es als „unwahr“ gemeldet wurde. Ich glaube das sagt in sich schon viel aus.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner persönlichen Sicht bietet das Unternehmen wenig Raum für echte Weiterentwicklung. Ich persönlich würde daher niemandem, der sich beruflich und fachlich weiterentwickeln möchte, empfehlen, dort zu arbeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
In meiner persönlichen Wahrnehmung empfinde ich die gesamten Strukturen des Unternehmens als problematisch – angefangen beim internen Verhalten über die Kommunikation nach innen und außen bis hin zum Umgang mit Kritik und Weiterbildung. Auch die Produktweiterentwicklung und die generelle Transparenz erscheinen mir unzureichend. Aus meiner Sicht fehlt es an Offenheit, Klarheit und echter Entwicklungsbereitschaft auf mehreren Ebenen.
Verbesserungsvorschläge
Ich hatte den Eindruck, dass meine ursprüngliche Bewertung nicht vollständig akzeptiert wurde, da bestimmte Punkte als unwahr markiert wurden und ich den Eindruck hatte, dass versucht wurde, meine eher negative Bewertung zu löschen – obwohl sie meiner persönlichen Erfahrung nach der Realität entsprachen und auch unter Kolleg:innen bekannt waren. Das hat bei mir den Eindruck hinterlassen, dass der Arbeitgeber eher dazu neigt, Kritik abzuwehren, statt sich ehrlich damit auseinanderzusetzen und Verbesserungen anzustoßen. Und dann wundert es mich auch nicht, dass es hier so viele positive Bewertungen gibt, ich musste meine Bewertung nämlich zig mal anpassen.
Aus meiner Sicht wäre es langfristig sinnvoll, das Unternehmen an einen größeren Wettbewerber zu übergeben, da ich Zweifel daran habe, ob es in seiner jetzigen Form wettbewerbsfähig bleiben kann. Ich persönlich finde, dass man auch nur mit dem werben sollte, was tatsächlich umgesetzt ist – etwa sollten Produkte wirklich durchgehend testiert sein, wenn damit geworben wird, und es sollte eine echte Cloud-Lösung existieren, wenn man das nach außen kommuniziert.
Arbeitsatmosphäre
Meiner Meinung nach war die Stimmung im Büro eher kühl und zurückhaltend, was für mich wenig einladend wirkte.
Ich persönlich habe mich sehr kontrolliert und wenig wertgeschätzt gefühlt. Ich hatte den Eindruck, dass ich teilweise ausgelacht wurde von Führungskräften, was mich hat unwohl fühlen lassen. Auch von meinen Kollegen fühlte ich mich wenig unterstützt und ich hatte das Gefühl, dass sehr stark miteinander konkurriert wurde, statt zu unterstützen.
Neue Ideen schienen mir nicht besonders willkommen zu sein, und auf kritische Fragen bekam ich häufig Antworten, die mich an starre Strukturen erinnerten, wie zb. „Das haben wir schon immer so gemacht“.
Für mich persönlich herrschte ein unangenehmes Arbeitsklima, in dem ich mich nicht wohlgefühlt habe. Auch im Austausch mit Kolleginnen und Kollegen hatte ich oft den Eindruck, dass Unzufriedenheit weit verbreitet war, gerade auch bei den Kollegen aus dem Ausland. Die Einzigen, die meines Erachtens versucht haben ein positives Bild des Unternehmens zu vermitteln, waren Führungskräfte – wobei ich dort auch das Gefühl hatte, dass sie über Mitarbeitende gelacht haben.
Image
Meinem Eindruck nach ist das Unternehmen außerhalb der Branche entweder weitgehend unbekannt oder wird eher negativ wahrgenommen. Wenn ich mich mit anderen ausgetauscht habe, hatte ich oft das Gefühl, dass diejenigen, die das Produkt kannten und nutzten, in der Regel unzufrieden damit waren. Das hat bei mir den Eindruck verstärkt, dass die Außenwirkung des Unternehmens nicht besonders positiv ist. Auch als Arbeitgeber habe ich das Unternehmen nicht positiv vom Image her wahrgenommen.
Work-Life-Balance
Ich hatte das Gefühl, dass meine persönliche work-Life-Balance die Vorgesetzten nicht wirklich interessiert hat. Im Gegensatz dazu hatte ich auch das Gefühl, dass sie sich selbst auch innerhalb der Arbeitszeit genug Auszeiten genommen haben und Aufgaben auf ihr Team abgewälzt haben.
Karriere/Weiterbildung
In meiner Wahrnehmung gab es kaum echte Möglichkeiten zur Weiterbildung. Mein persönlicher Eindruck war, dass ein Karriereaufstieg nicht wirklich gefördert wurde. Ich empfand die Angebotenen Leistungen bei einem Aufstieg ebenfalls als mager. Weiterbildungsmöglichkeiten waren mir persönlich ansonsten nicht bekannt.
Gehalt/Benefits
Aus meiner Sicht war das Gehalt durchaus in Ordnung und im Vergleich zu anderen Unternehmen wettbewerbsfähig. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass darüber hinaus kaum zusätzliche Leistungen angeboten wurden. Abgesehen von den üblichen Corporate Benefits und ein paar kostenlosen Getränken und Snacks wirkte das Gesamtpaket für mich eher dürftig.
Kollegenzusammenhalt
Meinem Eindruck nach unterstützen Kolleg:innen oft nur so weit, wie es ihrem eigenen Ansehen dient. In meinem persönlichen Fall hatte ich das Gefühl, sogar gezielt sabotiert worden zu sein: Mir wurden Aufgaben übertragen, die – wie sich später herausstellte – keine umsetzbare Lösung hatten. Für mich wirkte es so, als hätte meine Kollegin genau gewusst, dass die Aufgabe ins Leere führen würde, und mir diese trotzdem zugewiesen. Ich habe wochenlang daran gearbeitet und musste letztlich die Verantwortung für das Scheitern übernehmen. Ich habe auch die Aufgaben von anderen Kollegen übernommen und habe mich nicht wertgeschätzt gefühlt, weil ich das Gefühl hatte, dass nicht beachtet wurde, dass ich doppelt gearbeitet habe. Das empfand ich als sehr unfair.
Auch wenn ich Aufgaben von anderen übernommen habe, hatte ich den Eindruck, dass das weder besonders wertgeschätzt wurde noch zu irgendeiner Form von Anerkennung geführt hat. Mein persönlicher Eindruck war zudem, dass unter den Kolleg:innen viel gelästert wurde – das hat für mich das Arbeitsumfeld zusätzlich belastet.
Vorgesetztenverhalten
Aus meiner Sicht habe ich an vielen Stellen unprofessionelles Verhalten wahrgenommen. Ich hatte den Eindruck, dass sich Vorgesetzte während der Arbeitszeit private Termine einplanten oder Auszeiten einplanten. Gleichzeitig wurde es jedoch kritisch kommentiert, wenn man selbst bei einem 100 % Remote-Job die gesamte Woche im Home Office verbrachte. Das wirkte auf mich widersprüchlich und wenig nachvollziehbar. Ich persönlich habe auch oft den Eindruck gehabt, dass die fachliche Kompetenz mancher Führungskräfte nicht immer zu der jeweiligen Position gepasst hat. Außerdem empfand ich die Titelvergabe für die einzelnen Rollen seltsam. Ich hatte das Gefühl, dass Vorgesetzte sich mit ihrem Titel gebrüstet haben, der meines Erachtens zwar nach etwas großem klang, aber aus meiner Sicht nicht wirklich dem entsprach. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass einige Manager so etwas wie einen „Höhenflug“ aus meiner Perspektive erlebt haben.
Arbeitsbedingungen
Meiner Erfahrung nach wurden gemachte Versprechen nicht immer eingehalten, was bei mir für Enttäuschung sorgte. Ich hatte bereits Aufnahmen auf meinem Anrufbeantworter von einem ehemaligen Kollegen, den niemand kannte und Geräte ohne Verpackung, was ich als seltsam empfand. Ich habe mich gefragt, wie das bei einem neuen Gerät passieren kann. Zudem kam es mir so vor, als würden nur sehr eingeschränkt Zugänge zu bestimmten Portalen gewährt – möglicherweise, um Kosten zu sparen. Das alles hat bei mir den Eindruck hinterlassen, dass an vielen Ecken auf Kosten der Mitarbeitenden gespart wurde.
Kommunikation
Aus meiner Sicht wurde im Unternehmen nicht klar kommuniziert. Ich hatte oft das Gefühl, dass vieles hinter dem Rücken geschieht und man als Mitarbeitende:r kaum mitbekommt, was im Hintergrund entschieden oder besprochen wird, daher auch die plötzliche Fluktuation, bei der Kollegen entlassen wurden und ich den Eindruck hatte, dass sie nicht einmal die Möglichkeit hatten, sich vernünftig zu verabschieden. In meiner Wahrnehmung waren die Vorgesetzten nicht kritikfähig und reagierten auf Rückmeldungen eher empfindlich oder sogar nachtragend. Wenn ich etwas angemerkt habe, kam es mir so vor, als würde die Kritik scharf zurückgewiesen oder nicht ernst genommen. Gerade auch die Tatsache, dass meine Aussagen hier auf Kununu als unwahr gemeldet wurden, anstatt sie zu reflektieren, gibt mir das Gefühl, dass Kritik lieber abgelehnt als reflektiert wird.
Gleichberechtigung
Ich empfand die Gleichberechtigung als etwas fragwürdig. Natürlich hatten offiziell alle die selben Chancen. Jedoch war es so, dass ich das Gefühl hatte, dass einige Kollegen bevorzugt wurden, abhängig von der Sympathie, nicht der Kompetenz. Gerade auch im Hinblick auf Kollegen aus dem Ausland hatte ich das Gefühl, dass sie sich ebenfalls nicht ganz willkommen gefühlt haben. Ich hatte zudem ein paar Gespräche mit Kollegen, bei denen ich mich unwohl gefühlt habe, weil aus meiner Sicht sehr explizite und private Fragen gestellt wurden und Äußerungen getätigt wurden, die aus meiner Sicht ein älterer Männlicher Kollege einer jüngeren weiblichen Kollegin nicht stellen sollte.
Interessante Aufgaben
Das einzig interessante waren die Kunden. Das Unternehmen und das Produkt waren es nicht.
