Ihr Unternehmen?

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Fedrigoni 
Deutschland 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Wer die Arbeit macht, ist hier das Problem.

1,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2024 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Fedrigoni Deutschland GmbH in Oberhaching bei München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der Innendienst, die großen Fenster und das moderne Büro.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

siehe oben

Verbesserungsvorschläge

Mein Verbesserungsvorschlag? Einmal tief durchatmen, ein modernes Buch über Führung lesen und danach vielleicht den Mitarbeitenden einfach mal zuhören und wertschätzen. :)

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre innerhalb unserer Abteilung war durchweg positiv. Das Team hat sehr gut zusammengearbeitet, sich gegenseitig unterstützt und auch in stressigen Phasen dafür gesorgt, dass die Abläufe zuverlässig funktionieren.
Allerdings war der Innendienst im Vergleich zum Außendienst deutlich stärker belastet.
Viele Aufgaben, die eigentlich in andere Bereiche gehörten (z. B. Lager, Verwaltung und v.A. Außendienst), wurden regelmäßig an uns weitergegeben. Gleichzeitig wurde bei Problemen häufig zuerst im Innendienst nach Ursachen gesucht, was über längere Zeit für spürbare Unzufriedenheit und Erschöpfung im Team gesorgt hat. Und zu meiner Kündigung geführt hat. :)

Work-Life-Balance

Von einer echten Work-Life-Balance konnte keine Rede sein. Auf höherer Ebene wurde stark auf Kontrolle gesetzt, teils durch technische Überwachung und Einzelgespräche, in denen Arbeitszeiten oder Anwesenheiten hinterfragt wurden. Dieses Vorgehen erfolgte unabhängig von der direkten Teamleitung.
Homeoffice und flexible Arbeitszeiten existierten zwar offiziell, wurden in der Praxis jedoch nicht gelebt. Insgesamt entstand der Eindruck, dass Vertrauen zunehmend durch Kontrolle ersetzt wurde. Ein Ansatz, der langfristig weder rechtlich noch menschlich tragfähig ist.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt im Team war sehr stark. Wir haben uns gegenseitig unterstützt, gemeinsam gelacht und auch in stressigen Phasen zusammengehalten.
Ohne diesen Rückhalt wäre der Arbeitsalltag kaum zu bewältigen gewesen. Schade war nur, dass dieser Teamgeist von der Führungsebene häufig eher gebremst als gefördert wurde.

Vorgesetztenverhalten

Die direkte Teamleitung im Innendienst hat ihren Job mit Herz, Rückgrat und großem Engagement gemacht. Sie hat uns in jeder Situation unterstützt und den Rücken freigehalten, stand dabei jedoch häufig allein zwischen den Fronten.
Auf höherer Ebene dominierte ein Führungsstil, der stark von Kontrolle und Misstrauen geprägt war: ständige Überwachung, Einzelgespräche zu Arbeitszeiten und kaum echte Kommunikation auf Augenhöhe. Verantwortung wurde konsequent nach unten weitergereicht, während sich Außendienst und Management gegenseitig absicherten.
Konstruktives Feedback oder Anerkennung gab es selten. Fehlerkultur gleich null.
Insgesamt fehlte es an echter Führung, Vertrauen und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren alles andere als zeitgemäß. Es gab keine richtige Arbeitszeiterfassung, dafür umso mehr Kontrolle und Nachfragen, wann man kommt oder geht. Technisch und organisatorisch steckte vieles noch in den 90ern, Homeoffice war nur begrenzt möglich. Statt Vertrauen gab’s Überwachung, statt Wertschätzung Druck. Insgesamt wirkten die Strukturen eher wie ein Rückschritt als wie ein moderner Arbeitsplatz.

Kommunikation

Offene Kommunikation war leider kaum vorhanden. Statt Vertrauen dominierten Kontrolle und Druck – häufig hinter verschlossenen Türen. Fehler wurden nicht konstruktiv besprochen, sondern nach unten weitergereicht. Zwischen den Abteilungen herrschte oftmals Funkstille oder gegenseitige Schuldzuweisung, wobei der Innendienst am Ende regelmäßig die Verantwortung tragen musste.
Die einzige Person, die wirklich offen, ehrlich und lösungsorientiert kommuniziert hat, war unsere Teamleitung . Sie war die verbindende Kraft, die das Team und die Abläufe überhaupt noch zusammengehalten hat. Das wurde selbstverständlich nicht wertgeschätzt.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung war hier eher ein Schlagwort als gelebte Realität. Die Führungsriege bestand fast ausschließlich aus Männern, deren Denk- und Umgangsweisen deutlich aus einer anderen Zeit stammten. Frauen im Innendienst hielten den Betrieb am Laufen, wurden jedoch selten ernst genommen oder angemessen gewürdigt. Ein modernes Bewusstsein für Gleichstellung war faktisch nicht vorhanden.

Interessante Aufgaben

Eigentlich hätte die Arbeit im Innendienst viel Potenzial gehabt: Als Schnittstelle zwischen Kundschaft, Lager und Außendienst war das Aufgabenfeld abwechslungsreich und verantwortungsvoll. Statt klarer Zuständigkeiten gab es ständig Zusatzaufgaben aus anderen Abteilungen, kaum Struktur und keinerlei Anerkennung.


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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.