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Fichtner
Bewertung

Ausnutzung und falsche Versprechen - Hier stirbt Motivation

1,4
Nicht empfohlen
Ex-Auszubildende:rHat eine Ausbildung zum/zur Fachinformatiker Systemintegration im Bereich IT bei Fichtner GmbH & Co. KG in Stuttgart abgeschlossen.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Es fällt mir schwer rückblickend Positives zu sehen. Das Einzige, dass ich hier nennen kann, ist die Tatsache, dass ich meine Ausbildung abschließen konnte. Es hat einfach zu viel nicht gestimmt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

-Falsche Versprechen
-Machtkämpfe. Manche Kollegen tun gefühlt alles, um die Karriereleiter zu erklimmen
-Sehen der Azubis als billige Arbeitskräfte
-Empfundene mangelnde Wertschätzung
-Ausbildungsinhalte unzureichend. Hier wird man im User Support ausgebildet und nicht zum Fachinformatiker.

Verbesserungsvorschläge

-Kritik annehmen!!
-Keine Versprechen machen, die nachher nicht umgesetzt werden

Die Ausbilder

Der Ausbilder nimmt sich immer großzügig Zeit, um Fragen zu beantworten, allerdings muss man in fast allen Fällen aktiv auf ihn zugehen. Wissensvermittlung durch Workshops oder Projekte findet nur selten statt. Einblick in die Arbeit der unterschiedlichen Teams fehlt fast komplett. Die Einblicke, die man hier bekommt, fand ich minimal, verglichen mit dem, was einem beim Bewerbungsgespräch versprochen wurde.

Spaßfaktor

Ohne manche guten Kollegen hätte es überhaupt keinen Spaßfaktor gegeben. Leider haben viele dieser Kollegen mittlerweile gekündigt.

Aufgaben/Tätigkeiten

"Rechner aufsetzen und User Support" fasst für mich den Großteil der Ausbildung zusammen. Einblicke in andere Teams der IT gab es kaum, trotz mehrfacher Bitte und Kritik von verschiedenen Mitarbeitern und Auszubildenden.

Respekt

"Du bist nur Azubi" ist etwas, was ich fast täglich zu spüren und manchmal auch gesagt bekam. Wertschätzung für getane Arbeit gab es in meinem Empfinden kaum. Zusätzlich dazu hat sich bei Fichtner die negative Dynamik entwickelt, dass jeder sich für deinen Vorgesetzten hält und dir Anweisungen geben will, wenn du Azubi bist. Selbst andere Auszubildende, die nur ein Jahr länger dabei sind oder Kollegen aus anderen Abteilungen. Hier musste ich lernen, für mich selbst einzustehen und mir manche Dinge einfach nicht gefallen zu lassen.

Arbeitsatmosphäre

-Es herrscht extreme Lautstärke im Großraumbüro. Manche Kollegen sitzen mit Baustellenlärmschutz auf den Ohren am Schreibtisch, um konzentriert arbeiten zu können.
-Auszubildende werden außerdem in meinem Empfinden ausgenutzt. Es wird kein Geheimnis daraus gemacht, dass Azubis als billige Arbeitskräfte gesehen werden.
-Mitarbeiter und Azubis werden mit Versprechen auf Besserung hingehalten, die leider in vielen Fällen nie eintritt.

Ausbildungsvergütung

Unterdurchschnittlich. In der Berufsschule waren wir mitunter die am Schlechtesten vergüteten. Klassenkameraden verdienten im Schnitt das netto, was wir bei Fichtner brutto vergütet bekommen haben. Es war sehr hart über die Runden zu kommen.

Arbeitszeiten

Während (meines Wissens nach) der gesamte Rest der Firma Gleitzeit genießen kann, gibt es bei der Fichtner IT sture Kernarbeitszeit von 9 bis 16 Uhr. Außerdem wird an mehreren Wochenenden im Jahr Arbeit und unbezahlte(!) Bereitschaft erwartet. Hier muss man mit Diskussionen rechnen, wenn man die Bereitschaft auch vergütet haben möchte.


Variation

Karrierechancen

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Arbeitgeber-Kommentar

Thomas AgethenSenior Recruiter

Vielen Dank für das kritische Feedback,

anzumerken unsererseits als Ausbildungsbetrieb ist, dass die Ausbildung gemäß den Anforderungen des jeweiligen Berufsbildes erfolgt und entspricht dabei inhaltlich der Ausbildungsverordnung. Darüber hinaus werden unternehmensrelevante Themen und Produkte selbstverständlich vertieft behandelt.
Auch wird als Teil unserer offenen Unternehmenskultur das Prinzip der "offenen Tür" praktiziert und artikulierte Wunschthemen abseits des Alltäglichen immer gerne erläutert und behandelt.
Die Vermittlung der umfangreichen Inhalte erfordert natürlich die Anwesenheit während der betrieblichen Ausbildung.

Eine Ausbildung zum Fachinformatiker basiert auf den Anforderungen und Inhalten der Ausbildungsordnung welche Basis der zu absolvierenden Prüfungen des jeweiligen Berufsbildes darstellt. Additiv hierzu werden Unternehmensrelevante Inhalte und spezielle Fachkenntnisse vermittelt.

Im Laufe ihrer Ausbildung werden Auszubildene im Bereich Fachinformatik an die verschiedensten Themen herangeführt. Abhängig von dem Vorhandensein oder der Entwicklung von fachlicher, organisatorischer und sozialer Kompetenz werden diese einzeln oder in Gruppen eigenverantwortlich mit Themen betraut und haben die Möglichkeit sich zu Spezialisten in diesen Themen weiterzuentwickeln.

In den letzten 20 Jahren wurden 35 von 40 Auszubildenden in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen wovon 25 dieser ehemaligen Auszubildenden nach wie vor bei Fichtner angestellt sind und sich teilweise zu Führungskräfte innerhalb der IT weiterentwickelt haben.

Der Vergütungsrahmen unseres Unternehmens wird regelmäßig mit Marktbegleitern verglichen und die Ausbildungsvergütung bedarfsweise angepasst.
Darüber profitieren Auszubildende von unseren Zusatzleistungen wie Unternehmenskantine mit mehreren täglich wechselnden frisch zubereiteten Menüs, subventioniertem Deutschlandticket, Firmenparkplatz, sowie dem Fitnessprogramm E-Gym Wellpass.

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