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Bewertung

Ihr Unternehmen?

Druck, Kontrolle und Ausbeutung

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2020 im Bereich Design / Gestaltung bei First Moment in Chemnitz gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Arbeit mit Babys ist wunderbar.
Wenn man irgendwann beschließt, sich nicht mehr von den Vorgesetzen unter Druck setzen zu lassen, den Familien ohne Verkaufsdruck begegnet, sich mit kleinen Geschenken und Hilfsbereitschaft auf Station einbringt und versucht, im Zweifelsfall statt des korrekt vermessenen das schöne Foto abzugeben, kann die Arbeit wirklich schön und angenehm sein. Nur verkauft man dann natürlich nicht so viel und muss sich auf einen Besuch der Regionalleiterin und eine Vorladung zur Weiterbildung einstellen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Man ist nicht Fotografin sondern Verkäuferin mit dem Auftrag, verletzlichen junge Familien möglichst ohne Bedenkzeit Fotobücher und Fotosets zu verkaufen. Bei Zugeständnis einer Bedenkzeit kommen bei Interesse sehr viel höhere Kosten auf die Kunden zu. Der Fotografiervorgang ist null kreativ. Die Verkaufsquote immer an allererster Stelle. Die angepriesene Möglichkeit, an Verkäufen mitzuverdienen kommt praktisch nicht zum tragen. Der Betrieb kommuniziert schlecht mit dem Krankenhaus, daher ist man als unschuldige Fotografin eher geduldet und wird gemieden. Dauernde Kontrolle, Besuche durch Regionalleitung und Weiterbildungen, um in Spur gebracht zu werden.

Dieser Job richtet sich an willige Frauen ohne Ambitionen, denen man das Gefühl gibt, mit einem kreativen Job etwas Geld zu verdienen. Just don't.

Verbesserungsvorschläge

Vertrauen. Nett sein. Kunden in den Mittelpunkt stellen. Finanziell nicht ausbeuten. Zum Wohl der Fotografinnen ein gutes Verhältnis zum Krankenhaus pflegen. Bisschen Vertrauen, dass all diese wirklich lieben enthusiastischen Fotografinnen wirklich ihr bestes tun wollen. Aufhören, das ganze als kreative Tätigkeit zu verkaufen.

Arbeitsatmosphäre

Die Stimmung in der Klinik ist von vornherein eher gegen einen, was aber am Image der Firma und am intrusiven Verhalten liegt, das aufgetragen wird. Die Fotografie selbst bzw der Umgang mit den Babys ist wunderbar, aber alles wird überschattet vom allgegenwärtigen Verkaufsdruck, der Forderung, jungen Eltern für ein unzeitgemäßes Produkt das geld aus der Tasche zu ziehen.

Work-Life-Balance

Theoretisch ok, aber man weiß nie, was kommt, und muss immer wieder ganze Wochen für "Fortbildungen" freimachen. Krankschreibung bereits für einen einzigen Tag nötig.

Vorgesetztenverhalten

Respektlose Kommentare, nicht nur gegen meine Fähigkeiten und meinen Geschmack, sondern zB auch über mein Gewicht. Null Vertrauen oder Interesse an Ideen oder Verbesserungsvorschlägen.

Interessante Aufgaben

Die Babys sind toll, der Fotografievorgang aber streng durchgeplant.

Arbeitsbedingungen

Kein fester Arbeitsraum. Man hat ein Schließfach, kann, wenn man fragt, einen Besprechungsraum zum Fotografieren nutzen, der aber dann manchmal doch plötzlich während des Shootings geräumt werden muss. Sonst mit Trolli Mütter aus ihrem Bett verscheuchen, um dort shooten zu können.

Gehalt/Benefits

Reicht nirgendwohin. Komplette Ausbeutung. Dass verheiratete Frauen, deren Mann ein gutes Gehalt hat sich dadurch bisschen was dazuverdienen können wird sogar genauso als Errungenschaft kommuniziert. Kameras und Deko muss zudem selbst gekauft werden.

Karriere/Weiterbildung

Man wird regelmäßig zu Weiterbildungen nach Chemnitz beordert, was aber lediglich dazu dient, auf Linie gehalten zu werden. Aufstieg und echtes Können wird da nicht entwickelt.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.