Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorheben möchte ich den Zusammenhalt innerhalb vieler Club-Teams. Mit einigen Kolleginnen und Kollegen konnte ich sehr gut zusammenarbeiten und auch einzelne Führungskräfte haben mich wertschätzend behandelt. Das Unternehmen bietet außerdem ein modernes Produkt und interessante Einblicke in die Fitnessbranche.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeitsbedingungen wurden als stark von der jeweiligen direkten Führungskraft abhängig wahrgenommen. Mit einer unterstützenden Führungskraft konnte die Zusammenarbeit gut funktionieren, während es in anderen Fällen aus Sicht der Mitarbeitenden an Wertschätzung, Verlässlichkeit und einer konstruktiven Zusammenarbeit fehlte.
Als belastend wurden insbesondere kurzfristige Wechsel zwischen Früh- und Spätschichten empfunden. Teilweise begann der Arbeitstag bereits gegen 4:30 Uhr. Da das Live-Coach-Modell nicht an allen Standorten eingeführt wurde, unterschieden sich die Arbeitsbedingungen je nach Studio erheblich, ohne dass sich dies in der Vergütung widerspiegelte. Zeitweise wurde die Personalsituation als angespannt wahrgenommen, wodurch zusätzliche Aufgaben und Überstunden anfielen, sodass eine Unterbesetzung aus persönlicher Sicht eher den Regelfall als die Ausnahme darstellte.
Angesprochene Probleme wurden zwar in Gesprächen aufgenommen und Verbesserungen in Aussicht gestellt, aus persönlicher Erfahrung waren nachhaltige Veränderungen jedoch nur selten erkennbar.
Auch die Ausbildungsqualität entsprach nicht den Erwartungen. Fachliche Schulungen fanden nur eingeschränkt statt, gleichzeitig wurde erwartet, Mitglieder kompetent zu beraten und Trainingspläne zu erstellen. Die fachliche Begleitung wurde dabei als nicht ausreichend wahrgenommen.
Kritisch wurde zudem der Umgang mit gesundheitlichen Belastungen erlebt. Die dauerhaft wechselnden Arbeitszeiten wurden als gesundheitlich belastend empfunden. Aus persönlicher Sicht fehlte hierfür teilweise das notwendige Verständnis, während die Leistungsfähigkeit stärker im Fokus stand. Die Arbeitszeiten erschwerten zudem eine verlässliche Freizeitplanung, sodass regelmäßige Hobbys und sportliche Aktivitäten langfristig nur schwer aufrechterhalten werden konnten.
Auch der Umgang mit verschiedenen Mitarbeitergruppen wirkte nicht immer nachvollziehbar. Während Gleichbehandlung betont wurde, entstand der Eindruck, dass einzelne Vorteile oder Prämien nicht immer transparent vergeben wurden. Zudem wurden Unterschiede zwischen Club- und Office-Mitarbeitenden hinsichtlich Wertschätzung und Entwicklungsmöglichkeiten wahrgenommen.
Das ausgestellte Abschlusszeugnis wurde dem tatsächlichen Aufgabenumfang aus persönlicher Sicht nicht gerecht. Trotz zusätzlicher Einsätze, standortübergreifender Unterstützung und der Mitarbeit bei Neueröffnungen enthielt es überwiegend allgemeine Standardformulierungen.
Insgesamt entstand der Eindruck, dass wirtschaftliche Interessen zunehmend Vorrang vor einer nachhaltigen Mitarbeiterentwicklung hatten. Standardisierte Abläufe gewannen an Bedeutung, während individuelle Förderung und ein wertschätzender Umgang aus persönlicher Sicht zunehmend in den Hintergrund rückten.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht würden eine transparentere Kommunikation, verlässlichere Arbeitszeiten und eine stärkere fachliche Ausbildung die Arbeitsbedingungen deutlich verbessern. Außerdem wünsche ich mir mehr Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden im Club sowie nachvollziehbare Entscheidungen bei Entwicklungsmöglichkeiten, Benefits und internen Prozessen. Gesundheitliche Belastungen sollten ernst genommen und nicht als mangelnde Leistungsbereitschaft interpretiert werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hing aus meiner Erfahrung stark vom jeweiligen Team und der Führungskraft ab. Innerhalb der Club-Teams war der Zusammenhalt häufig sehr gut und Kolleginnen und Kollegen haben sich gegenseitig unterstützt. Gleichzeitig empfand ich den Umgang durch Teile der Führungsebene als wenig wertschätzend. Eigene Anliegen oder Kritik wurden zwar angehört, führten aus meiner Sicht jedoch selten zu nachhaltigen Veränderungen. Insgesamt entstand bei mir der Eindruck, dass wirtschaftliche Ziele häufig Vorrang vor dem Wohlbefinden der Mitarbeitenden hatten.
Karrierechancen
Die Entwicklungsmöglichkeiten wurden aus persönlicher Sicht als begrenzt wahrgenommen. Perspektiven waren häufig von der jeweiligen Führungskraft und den vorhandenen Stellen abhängig. Trotz Engagement und zusätzlicher Aufgaben entstand der Eindruck, dass langfristige Entwicklungsmöglichkeiten im Club nur eingeschränkt vorhanden waren. Zudem wurden die Aufstiegsmöglichkeiten als wenig transparent erlebt, da aus persönlicher Sicht nicht immer nachvollziehbar war, welche Kriterien für eine Weiterentwicklung ausschlaggebend waren.
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten wurden als stark vom jeweiligen Einsatzstudio und der direkten Führungskraft abhängig wahrgenommen. Besonders belastend waren häufige Wechsel zwischen sehr frühen und späten Schichten, die eine regelmäßige Tagesstruktur erschwerten. Teilweise begann der Arbeitstag bereits gegen 4:30 Uhr. Aus persönlicher Sicht führten diese wechselnden Arbeitszeiten langfristig zu gesundheitlichen Belastungen. Diese wurden im Arbeitsalltag jedoch nicht immer ausreichend berücksichtigt oder ernst genommen. Insgesamt wäre eine verlässlichere Dienstplanung und ein sensiblerer Umgang mit gesundheitlichen Belastungen wünschenswert gewesen.
Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung wurde im Verhältnis zu den Anforderungen als eher gering empfunden. Je nach Einsatzstudio unterschieden sich die Arbeitsbedingungen deutlich. Während das Live-Coach-Modell an einigen Standorten bereits eingeführt war, mussten an anderen Studios weiterhin sowohl sehr frühe als auch späte Schichten abgedeckt werden. Teilweise begann der Arbeitstag bereits gegen 4:30 Uhr. Die dadurch entstehende zusätzliche Belastung wurde bei der Vergütung nicht berücksichtigt.
Die Ausbilder
Die Betreuung durch die Ausbilder wurde aus persönlicher Sicht als wenig konstant erlebt. Solange die Studienleistungen den Erwartungen entsprachen, wurde die Zusammenarbeit als unkompliziert wahrgenommen. Bei schlechteren Prüfungsergebnissen entstand jedoch der Eindruck, dass diese eher kritisch bewertet wurden, ohne zunächst nach den Hintergründen oder möglichen Belastungen zu fragen.
Persönliche Anliegen und Probleme wurden mehrfach angesprochen. Es bestand zwar Gesprächsbereitschaft, aus persönlicher Sicht führten diese Gespräche jedoch nur selten zu konkreten oder nachhaltigen Lösungen. Der Umgang wurde insgesamt häufig als distanziert und wenig wertschätzend empfunden.
Auch die fachliche Betreuung entsprach aus persönlicher Sicht nicht den Erwartungen an ein duales Studium. Zu Beginn fand zwar eine kurze Einarbeitung durch einen Trainer statt, diese endete jedoch bereits nach kurzer Zeit. Anschließend erfolgte über einen langen Zeitraum kaum noch eine strukturierte Anleitung oder fachliche Begleitung. Viele Inhalte mussten eigenständig erarbeitet werden, obwohl gleichzeitig erwartet wurde, Mitglieder kompetent zu beraten und Trainingspläne zu erstellen.
Spaßfaktor
Der Spaß an der Arbeit entstand für mich überwiegend durch das Team und den Kontakt mit den Mitgliedern. Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen war häufig sehr gut und hat den Arbeitsalltag deutlich angenehmer gemacht.
Die überwiegend anfallenden Routine- und Reinigungsaufgaben trugen aus meiner Sicht nur wenig zur Freude an der Arbeit bei.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Betreuung von Mitgliedern sowie das Erstellen von Trainingsplänen gehörten zu den interessanteren Aufgaben. Im Arbeitsalltag überwogen jedoch Reinigungs-, Ordnungs- und Routinetätigkeiten, sodass fachliche Aufgaben und die praktische Anwendung des Studienwissens aus meiner Sicht häufig zu kurz kamen.
Variation
Die Aufgaben wiederholten sich größtenteils und boten nur wenig Abwechslung im Arbeitsalltag.
Respekt
Respekt und Wertschätzung wurden aus persönlicher Sicht nicht immer ausreichend vermittelt. Insbesondere zum Ende des Arbeitsverhältnisses hätte ich mir nach mehreren Jahren im Unternehmen einen persönlichen und wertschätzenden Abschied gewünscht.