Denn sie wissen nicht, was sie tun...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktliche Gehaltszahlung. Betriebliche Altersvorsorge gut bezuschusst.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe oben...
Ein Betriebsrat war in der AG (jetzt SE) leider nicht vorhanden und sollte meiner Meinung nach dringend durch Mitarbeitende gegründet werden - egal an welchem Standort. Dieser wäre dann als einziger auch gleichzeitig Gesamtbetriebsrat. So könnten meiner Meinung nach die wie ich finde unterirdischen Praktiken im Umgang mit Kündigungen unterbunden werden.
Verbesserungsvorschläge
Wo soll ich da nur anfangen? Mitarbeitende ernst nehmen und wertschätzen? Sich bei Konflikten auf der richtigen! Ebene auseinander setzen und nicht nach unten deligieren? Sich einig werden, wer welche Aufgaben erledigen soll?
"Der Fisch stinkt vom Kopf her" sagt man da im Allgemeinen. Und HR habe ich während meiner Tätigkeit und besonders im Rahmen der Trennung eher unprofessionell wahrgenommen.
Arbeitsatmosphäre
Verspürt habe ich oft Druck und Angst - leider oft gepaart mit Ahnungslosigkeit beim Vorgesetzten.
Kommunikation
Schlecht bis nicht vorhanden. Informationen sickerten maximal auf dem Flurfunk durch. Ich habe wahrgenommen, dass verschiedene Menschen an den gleichen Themen arbeiteten. Die Quartalsweise Infoveranstaltung des Vorstands empfand ich als Selbstbeweihräucherung.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb einer Abteilung ging es meist noch. Über Abteilungsgrenzen hinaus fand ich es manchmal schon schwierig. Im Management und zwischen Bank und IT habe ich viele Machtkämpfe wahrgenommen - und auch Zwist zwischen den Vorständen. Meiner Meinung nach Ellenbogen und Stuhlsägen pur.
Work-Life-Balance
Arbeitszeit ist Vertrauenszeit. In der Praxis bedeutete das für mich viele Überstunden, die nicht bezahlt wurden - auch an Wochenenden. Die teils sehr hohe Arbeitslast empfand ich sehr erschöpfend und latent burnoutgefährdend.
Vorgesetztenverhalten
Ich hatte das Gefühl, dass mein Chef jedem ernsthaften Konflikt (auch mit mir) aus dem Weg ging. Ich habe es so wahrgenommen, dass die Vorstände sich untereinander nicht grün waren und deshalb die Konflikte nach unten deligiert wurden. Ich nahm zwar Verantwortung und Druck für die Umsetzung wahr, aber keine Entscheidungskompetenz. So fühlte ich mich wie Don Quixote bei seinem Kampf gegen Windmühlen...
Interessante Aufgaben
... wären schon vorhanden gewesen. Doch oft ging es, wie ich fand, von oben nach unten meist nach der Devise: Ich habe keine Zeit, den Zaun zu reparieren - ich muss Hühner fangen...
Gleichberechtigung
Frauen und Männer wurden meiner Wahrnehmung nach gleich schlecht behandelt.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich habe nicht wahrgenommen, dass bei meiner Trennung Rücksicht auf Alter oder soziale Aspekte genommen worden wäre. Die Kündigung erfolgte ohne Begründung.
Arbeitsbedingungen
HomeOffice war für mich (und wie ich es wahrgenommen habe) für viele Kolleg:innen der Sweet Spot, um über die vielen Standorte hinweg effizient und effektiv zu arbeiten und keine Lebenszeit auf der Autobahn zu verschwenden. Wurde aber leider wieder zurückgefahren. Dabei ist es ja im Grunde egal, wo ich sitze, wenn ich ohnehin in Videocalls hänge. Da bin ich zuhause noch eher ungestört (und störe andere nicht, die auch in Videocalls hängen)... Ich empfand es so, dass Kontrolle offenbar wichtiger erschien, als dass man gute Arbeitsbedingungen hatte.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Habe ich jetzt über Mülltrennung hinaus nicht wahrgenommen.
Gehalt/Benefits
Gehalt fand ich eigentlich okay. Positiv fand ich die außerordentliche Prämienzahlung während / den Inflationsausgleich nach Corona. Auch die betriebliche Altersvorsorge fand ich gut bezuschusst.
Image
Nach außen wirkt die Company modern. Wenn man aber hinter die Fassade schaut...
Karriere/Weiterbildung
Eine gezielte persönlich-fachliche Weiterbildung habe ich nicht erlebt. Und viel schlimmer: ich finde, dass mein Wissen und meine Fähigkeiten nicht einmal annähernd ausgeschöpft wurden. Ich empfand es vielmehr als Kampf gegen Windmühlen. Es gibt aber ein Schulungsportal, über das Pflichtschulungen und optionale Schulungen bereitgestellt werden.
