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Bewertung

Außen hui, innen pfui - Tolles Produkt, toxisches System

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Vertrieb / Verkauf in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Produkt und die Hardware: Das ist der einzige wirklich positive Aspekt. Die Dienstleistung und die dazugehörige Hardware sind im Vergleich zum Wettbewerb hervorragend. Die Kunden sind mit der Technik und der Qualität der Dienstleistung absolut zufrieden; es gibt hier kaum Reklamationen bezüglich der Funktionalität.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Obwohl das Produkt überzeugt, wird im Vertrieb mit fragwürdigen Methoden gearbeitet. Kunden wird oft versprochen, dass sie sofort aus ihren Altverträgen bei Wettbewerbern herauskommen. In der Realität ist das meist nicht möglich, wodurch Kunden auf zwei Verträgen gleichzeitig sitzen bleiben. Das zerstört das Vertrauen massiv.

Verbesserungsvorschläge

Ehrlichkeit sollte am Anfang stehen: Hören Sie auf, Bewerbern ein falsches Bild von 'Festgehalt' und 'warmen Leads' zu vermitteln. Ein seriöses Unternehmen braucht ein echtes Fixum ohne versteckte Rückrechnungen, ein faires Gebietsmanagement und Führungskräfte, die bei Problemen erreichbar sind, statt unterzutauchen. Hören Sie auf, den Erfolg der Vorgesetzten auf dem systematischen Verschleiß von neuen Mitarbeitern aufzubauen. Ein Geschäftsmodell, das auf Fluktuation und Provisionsraub basiert, ist langfristig nicht tragbar.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre wirkt oberflächlich betrachtet prima, der kollegiale Zusammenhalt ist gut und es gibt regelmäßig Events. Schaut man jedoch hinter die Fassade, zeigt sich ein anderes Bild: Sobald die Leistung nachlässt oder es Probleme gibt, verliert man massiv an Rückhalt. Der enge Kontakt untereinander resultiert vor allem aus der extrem hohen Arbeitsbelastung. Selbst wenn das versprochene Monatsgehalt erreicht wird, ist der effektive Stundenlohn aufgrund der Überstunden ernüchternd.

Kommunikation

Die Kommunikation wirkt oberflächlich betrachtet konstruktiv und angenehm, solange alles nach Plan läuft (Schönwetter-Kommunikation). Da es jedoch an echter Führung mangelt, bricht das Niveau in Krisenzeiten sofort ein. Mangels klarer Ansagen entstehen dann schnell Missverständnisse und eine dauerhafte Unruhe im Team, was den Gesamteindruck deutlich trübt.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist eine reine Zweckgemeinschaft. Solange man im selben Boot sitzt und funktioniert, ist alles prima. Doch sobald ein Individuum schwächelt oder aus der Reihe tanzt, lässt das Rudel einen sofort fallen. Solidarität existiert hier nur bei schönem Wetter. Kunde bei jemand wegnehmen ist für Meisten unproblematisch.

Work-Life-Balance

De facto nicht vorhanden. Man arbeitet nahezu ununterbrochen, nur um auf ein akzeptables Grundgehalt zu kommen. Die versprochenen 'warmen Leads' entpuppen sich in der Realität als frustrierte Bestandskunden, die sich über den mangelhaften Service beschweren möchten. Man fungiert also eher als Blitzableiter für den Kundensupport, anstatt aktiv zu verkaufen, was die Provisionsziele in unerreichbare Ferne rückt

Vorgesetztenverhalten

Praktisch nicht vorhanden. In Krisenzeiten glänzen Führungskräfte durch Abwesenheit – angeblich immer zufällig in 'Meetings ohne Handyempfang'. Viele sind nur deshalb in Führungspositionen, weil sie durch das 'Erben' von Kundenkontakten ausgeschiedener Kollegen glänzen. Es wirkt wie ein kalkuliertes Businessmodell: Hohe Fluktuation wird genutzt, um Kundenstämme unter den Namen der Führungskräfte weiterzuführen. Echtes Coaching oder Support? Fehlanzeige.
"Vogel-Strauß-Taktik"

Interessante Aufgaben

Theoretisch bietet das Feld viel Freiheit, praktisch herrscht jedoch pures Chaos. Es gibt kein funktionierendes Gebietsmanagement, sodass man oft in Straßen akquiriert, in denen am Vortag bereits ein Kollege war. Man muss ständig aufpassen, dass einem die Kunden nicht 'weggeschnappt' werden. Zudem verbringt man viel Zeit damit, Bestandskunden zu beruhigen, die von Kollegen ignoriert wurden – eine unbezahlte Serviceleistung, die als 'warmer Lead' getarnt wird.

Gleichberechtigung

Zweiklassengesellschaft & Vergütung: Es gibt ein massives Gefälle: Skandinavier oder Mitarbeiter im Berliner Büro genießen deutlich bessere Bedingungen als der Vertrieb. Das Geschäftsmodell basiert scheinbar auf dem Verschleiß von Verkäufern: Ein Großteil wird nach den ersten 6-8 Abschlüssen entlassen. Das 'Fixgehalt' ist eine Mangelware – es werden willkürlich Beträge abgezogen, sodass man kaum auf das versprochene Geld kommt. Die in Aussicht gestellten Top-Verdienste sind völlig unrealistisch. Du bekommst keine Provision für die komplette Beziehung mit Kunde. Nur einmalig über die erste Monaten. Zudem drohen Provisionsrückforderungen, wenn der Umsatz später variiert. Ein legitimer Grund, diesem Arbeitgeber fernzubleiben.

Umgang mit älteren Kollegen

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Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind geprägt von einer massiven Diskrepanz zwischen Schein und Sein. Während die Verwaltung in Berlin oder Standorte in Skandinavien privilegiert scheinen, herrscht im Vertrieb ein gnadenloses Verschleißsystem. Ein 'Fixgehalt', das durch intransparente Abzüge keines ist, unbezahlte Service-Arbeit an frustrierten Altkunden statt echter Leads und eine Fluktuationsrate, die System hat: Viele werden nach den ersten 6-8 Abschlüssen entlassen, damit die Führungsebene die Provisionen 'erben' kann. Work-Life-Balance existiert nicht, da man für ein faires Gehalt utopische Stunden leisten muss.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Gehalt/Benefits

Gehaltsfalle, verdecktes Provisionsmodell, Schein-Fixum.

Finger weg! Das 'Festgehalt' von 2.500 EUR ist eine Mangelware und dient in der Realität nur als Vorschuss. Man wird massiv unter Druck gesetzt, Abschlüsse um jeden Preis zu machen und die Preise für Kunden extrem zu senken. Das böse Erwachen kommt im zweiten Monat: Die Provisionen sind durch die Rabatte minimal, und im Falle einer Kündigung wird das 'Fixum' einfach mit den Provisionen verrechnet. Im letzten Monat steht man oft mit leeren Händen da. Das Ende vom Lied ist der direkte Gang zum Arbeitsamt. Ein absolut unkalkulierbares finanzielles Risiko für jeden Verkäufer.

Image

Wegbleiben.

Karriere/Weiterbildung

Aufstiegsmöglichkeiten und Weiterbildungen sind eine Illusion. Karriere macht man hier nur, wenn man im Berliner Büro sitzt oder das zweifelhafte 'Glück' hat, Kundenstämme von kurz zuvor entlassenen Kollegen zu übernehmen. Es gibt keine systematische Personalentwicklung; Erfolg basiert hier primär auf dem Scheitern anderer und dem richtigen Standort, nicht auf individueller Leistung oder Förderung.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.