Ihr Unternehmen?

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Flexoptix 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Viel Kontrolle, wenig Transparenz, keine Wertschätzung und keine echte Work-Life-Balance

2,3
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Darmstadt gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Aktuell gibt es aus meiner Sicht keine positiven Aspekte mehr. Ich bin seit mehreren Jahren im Unternehmen und weiß, dass es früher anders war: Damals machte die Arbeit für die Flexoptix-Familie Spaß. Wir hatten ein starkes Team, eine funktionierende Gemeinschaft, interessante Aufgaben und zogen gemeinsam an einem Strang. Themen wurden informell, zum Beispiel in persönlichen Gesprächen während der Arbeit, geklärt. Längere Arbeitszeiten wurden gerne übernommen, weil sie wertgeschätzt wurden und ein entsprechender Ausgleich an anderer Stelle möglich war.

Heute ist das Unternehmen jedoch zu einem Überwachungsverein geworden, der jede soziale Komponente unterdrückt. Die Atmosphäre ist geprägt von Misstrauen und Kontrolle, was dazu führt, dass viele Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Eine ausgewogene Work-Life-Balance existiert faktisch nicht mehr. Es gibt feste Anwesenheitspflichten: Teilzeitkräfte müssen täglich von 10:00–12:00 Uhr anwesend sein, Vollzeitkräfte bis 17:00 Uhr. Von Dienstag bis Donnerstag gilt eine verbindliche Präsenzpflicht ohne Ausnahmen – unabhängig von persönlichen Gründen. Unter diesen Bedingungen ist Flexibilität für Vollzeitkräfte mit 40 Stunden kaum gegeben. Vertraglich sind Vollzeitstellen so ausgelegt, dass 20 Stunden mit dem Gehalt abgegolten sind – zusätzliche Leistung wird weder fair vergütet noch adäquat ausgeglichen.

Zwischen den Jahren geltende Betriebsferien werden automatisch vom Urlaub abgezogen. Eine Übertragung von Resturlaub ins neue Jahr ist nur in gravierenden Ausnahmefällen möglich. Urlaub kann zudem nur genommen werden, wenn nicht bereits andere Teammitglieder abwesend sind – Teams bestehen oft nur aus drei Personen, mehr bedarf es nicht zu sagen. Halbe Urlaubstage oder das Abfeiern von Überstunden werden nicht gewährt.

Überstunden dürfen zwar geleistet werden, können im SCM jedoch nicht abgefeiert werden – es sei denn, der Vorgesetzte zeigt extreme Kulanz und bestimmt gleichzeitig, wann und wie frei genommen werden darf. Ganze Tage am Stück sind in der Regel nicht möglich, selbst wenn sie sachlich sinnvoll wären. Teilweise werden auf Anweisung nur kurze Pausen von einer halben Stunde oder einer Stunde gestattet. Bei Schichtarbeit (die offiziell nicht existiert) kann es vorkommen, dass allein eingegangene Aufträge noch spät in der Nacht bearbeitet werden müssen – selbst wenn dies mehrere Stunden dauert – ohne dass ein Ausgleich erfolgt. Persönliche Situationen werden dabei grundsätzlich nicht berücksichtigt.

Seit Einführung der Arbeitszeiterfassung müssen Mitarbeiter auf Unternehmensvorgabe „ausstechen“, sobald sie sich einen Kaffee holen oder in ein privates Gespräch verwickelt werden. Kollegen suchen deshalb heimlich Rückzugsorte für Telefonate. Selbst kurze Pausen werden nicht akzeptiert: Mitarbeiter sitzen mehrere Stunden starr vor dem Bildschirm, während jede Bewegung protokolliert wird. So viel zum Leitsatz „Erfolg anders machen“.

Darüber hinaus müssen Krankmeldungen oder Urlaubsabwesenheiten im firmenweiten Chat öffentlich hinterlegt werden, sodass alle informiert sind. Mitarbeiter, die dies aus persönlichen Gründen ablehnten, wurden als Sonderfälle behandelt und solange von der Geschäftsleitung bearbeitet, bis sie letztlich eingeknickt sind.

Mitarbeitergespräche werden auf Zwang initiiert. Mitarbeiter müssen einen Fragebogen ausfüllen, der Selbsteinschätzungen und Beurteilungen enthält, während der Vorgesetzte 2–4 Wochen Zeit hat, sich auf das persönliche Gespräch vorzubereiten. Die Mitarbeiter erfahren erst im Gespräch, welche Einschätzungen und Vorbereitungen der Vorgesetzte getroffen hat, und müssen situativ darauf reagieren. Die Beurteilung des Vorgesetzten wird nicht im Voraus bereitgestellt. Gehaltsverhandlungen finden in diesen Gesprächen nicht statt, sondern nur in einem gesonderten Termin - falls dieser überhaupt gewährt wird.

Verbesserungsvorschläge

1. Work-Life-Balance und Flexibilität

Einführung flexibler Arbeitszeiten und Verzicht auf starre Präsenzpflichten

Faire Regelungen für Überstunden, Abfeiern und halbe Urlaubstage

Überprüfung der Vertragsgestaltung: sicherstellen, dass geleistete Stunden angemessen vergütet werden

Unterstützung für Mitarbeiter mit Familienpflichten, z. B. flexible Urlaubsplanung

2. Mitarbeitergespräche und Feedback-Kultur

Mitarbeitergespräche nicht auf Zwang, sondern freiwillig und konstruktiv gestalten

Fragebögen und Einschätzungen des Vorgesetzten vorab zur Verfügung stellen, damit Mitarbeiter sich vorbereiten können

Gehaltsgespräche klar vom Entwicklungs- oder Feedbackgespräch trennen und transparent kommunizieren

3. Kommunikation

Verbesserung der internen Kommunikation, z. B. durch verbindliche Antworten auf einfache Fragen

Förderung eines offenen Informationsflusses, statt „Geheimniskrämerei“

4. Arbeitsatmosphäre und Teamkultur

Reduzierung des Leistungsdrucks und Überlastung im SCM

Förderung echter Zusammenarbeit und sozialen Austauschs, z. B. Pausenräume, informelle Treffpunkte

Verzicht auf übermäßige Überwachung, damit Mitarbeiter wieder Vertrauen und Motivation spüren

5. Vorgesetztenverhalten

Schulungen für Führungskräfte, um situatives, empathisches Management zu fördern

6. Karriere, Gehalt und Anerkennung

Automatische Anpassungen an Inflation und Leistung prüfen

Anerkennung und Wertschätzung der erbrachten Leistung nicht nur in Worten, sondern auch praktisch (z. B. Freizeitausgleich)

7. Image und Mitarbeiterbindung

Maßnahmen zur Senkung der Fluktuation: Verbesserung der Unternehmenskultur, ernsthafte Einarbeitung, Wertschätzung

Realistische Außendarstellung: internes Arbeitsumfeld sollte den externen Versprechen entsprechen

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist von dauerhaftem Leistungsdruck geprägt. Arbeit an Wochenenden findet faktisch statt, auch wenn sie offiziell nicht vorgesehen ist. Insbesondere im SCM herrscht regelmäßig Überlastung: Täglich werden hunderte Tickets bearbeitet bzw. geschoben. Hinweise auf diese strukturellen Missstände werden nicht ernsthaft aufgegriffen, sondern mit dem Vorwurf mangelnden Fokus oder dem Hinweis abgetan, man solle sich entsprechende Zeitfenster im Kalender blocken.

Kommunikation

Die interne Kommunikation ist seit jeher schwach und gehörte noch nie zu den Stärken des Unternehmens. Zwar gibt es mittlerweile Bestrebungen, diese zu verbessern, in der Praxis ist sie jedoch weiterhin unzureichend bis kaum vorhanden. Selbst einfache Fragen bleiben häufig unbeantwortet oder werden wie vertrauliche Informationen behandelt, was den Arbeitsalltag unnötig erschwert und sehr ermüdend macht.

Kollegenzusammenhalt

Zwar verstehen sich die Kollegen grundsätzlich gut, doch das soziale und persönliche Miteinander wird im Arbeitsalltag stark unterdrückt oder aufgrund der hohen Arbeitsbelastung praktisch unmöglich gemacht. Seit Einführung der Arbeitszeiterfassung existiert nicht einmal mehr informeller Austausch an der Kaffeemaschine. Ein echter Teamzusammenhalt ist daher faktisch nicht vorhanden. Versuche, dies durch verpflichtende Teamevents auszugleichen, finden zudem außerhalb der regulären Arbeitszeit statt oder weit über diese hinaus.

Work-Life-Balance

Ein Stern - weil es Null nicht gibt ohne beurteilenden Text:

Eine echte Work-Life-Balance existiert nicht. Starre Anwesenheitspflichten, fehlende Flexibilität bei Urlaub und Überstunden sowie strikte Kontrollen im Arbeitsalltag führen zu dauerhaftem Druck. Persönliche Situationen und Pausen werden kaum berücksichtigt. Für konkrete Beispiele und detaillierte Abläufe siehe unten.

Vorgesetztenverhalten

Auch hier ein Stern weil es keine null zu vergeben gibt:

Das Verhalten der Vorgesetzten ist stark von Kontrolle und rigiden Vorgaben geprägt. Eigeninitiative oder flexible Lösungen werden kaum unterstützt. Kritik oder Hinweise auf organisatorische Probleme werden häufig abgewiesen oder als mangelnden Fokus der Mitarbeitenden interpretiert. Entscheidungen erfolgen oft einseitig, ohne transparente Kommunikation oder Einbindung der Betroffenen. Persönliche Umstände der Mitarbeiter finden nur in Ausnahmefällen Berücksichtigung.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben im Arbeitsalltag sind überwiegend durch hohen Druck, strikte Deadlines und routinemäßige Abläufe geprägt. Kreative oder eigenverantwortliche Tätigkeiten sind selten, da die Fokussierung auf Quantität und kurzfristige Zielerreichung steht. Besonders im SCM-Bereich führt dies zu dauerhaftem Overload, wodurch inhaltlich interessante oder herausfordernde Aufgaben in der Praxis kaum Raum zur Entfaltung bieten.

Gleichberechtigung

Es werden keine Unterschiede gemacht - und das meine ich wertfrei

Umgang mit älteren Kollegen

Es werden keine Unterschiede gemacht - und das meine ich wertefrei

Arbeitsbedingungen

Die Erreichbarkeit des Standorts mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist aus vielen Richtungen, selbst aus Darmstadt, kaum zumutbar. Zwar wird eine „eigene“ Bushaltestelle beworben, diese ist jedoch öffentlich und nur mit erheblichen Umwegen und Zeitaufwand erreichbar. Viele Kollegen benötigen trotz kurzer Entfernung (ca. 30 km) täglich über drei Stunden für Hin- und Rückfahrt.

Nahezu alle Mitarbeiter sind daher auf das Auto angewiesen, doch die verfügbaren Parkplätze sind ab 8:30 Uhr praktisch vollständig belegt. Alternative Stellflächen in der Umgebung sind kaum vorhanden. Verständnis seitens der Geschäftsleitung für diese Situation gibt es nur eingeschränkt, da Führungskräfte selbst direkt auf dem Gelände wohnen und über private Parkmöglichkeiten verfügen.

Gehalt/Benefits

Es gibt keine automatischen Gehaltsanpassungen oder Inflationsausgleiche. Auf wiederholte Nachfragen dauert es teilweise bis zu einem halben Jahr, bis Entscheidungen kommuniziert werden. Zwischengespräche oder transparente Informationen darüber, welche Schritte für Gehaltserhöhungen notwendig sind, finden nicht statt.

Leistung hat im SCM-Bereich nur bedingt Einfluss auf Gehaltsentwicklungen: Mitarbeiter müssen kontinuierlich mehr leisten, ohne angemessene Gegenleistung oder Flexibilität zu erhalten. Entscheidungen über Gehaltserhöhungen erfolgen stark vom persönlichen Ermessen der Vorgesetzten abhängig, nicht auf Grundlage klarer Kriterien.

Image

Nach außen verkauft sich das Unternehmen als Vorzeigeunternehmen, doch die Realität im Innenverhältnis steht in krassem Gegensatz dazu. Die sehr hohe Fluktuation zeigt deutlich, dass die meisten neuen Kollegen nur kurze Zeit durchhalten.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.