War mal richtig toll. Immernoch tolle Kollegen. Heute würde ich davon aber die Finger lassen, dank Management.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kollegen. Die Zusammenarbeit in den Teams und mit anderen Teams, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Die Kultur der Firma ist zu 80% super, die restlichen 20% muss man halt ignorieren soweit es geht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kurz und knapp zusammengefasst: Die Führungsebene. Das meiner Meinung nach konstante Fehlmanagement der letzten Jahre, das von Jahr zu Jahr schlimmer wird, ist wie ich finde die Hauptursache aller Probleme.
Verbesserungsvorschläge
Vieles. Meiner Meinung nach: Bessere Gehälter zahlen, keine jährlichen Entlassungsrunden, Führungsebene komplett ersetzen. Das wäre der erste Schritt. Danach kann man sich über langsame Prozesse und sowas unterhalten
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre innerhalb der Teams fand ich immer gut. Sobald es allerdings um die Atmosphäre in der Firma insgesamt geht, fand ich, dass es von Zukunftsängsten und Unzufriedenheit geprägt war, aus diversen Gründen (die in den anderen Kommentaren der Bewertung stehen).
Kommunikation
Horizontale Kommunikation fand ich meistens okay. Vertikale Kommunikation, insbesondere mit der Geschäftsführung, fand ich praktisch unmöglich bzw. hat mir komplett gefehlt; was auch daran lag, dass ich im Laufe der Zeit immer weniger Vertrauen in die immer wechselnde Geschäftsführung hatte, wovon mir eine schlechter als die andere vorkam. Zwar gibt es Umfragen zur Zufriedenheit und so, aber die Ergebnisse davon werden für nichts verwendet, was ich hätte sehen können. Dann kann man's auch einfach sein lassen.
Kollegenzusammenhalt
Kollegen auf gleicher Hierarchieebene und direkte Vorgesetzte, top Zusammenhalt. Auch nach außerhalb der Teams. Zwar gibt es immer mal Reibung, aber das ist nur menschlich und wird dann vernünftig gelöst, sodass alle zufrieden sind.
Work-Life-Balance
Fand ich mal okay. Dadurch, dass die Firma aber im Laufe der letzten Jahre fast 50% Belegschaft abgebaut hat, die Arbeit aber nicht weniger wurde, fand ich schon, dass sich das nicht zum besseren verändert hat. Im Gegenteil. Gleichzeitig werden Dinge wie Homeoffice mehr und mehr gestrichen... Das hilft natürlich nicht, wenn man dann auch noch mehr und mehr Pendeln muss, dabei geht noch mehr Lebenszeit verloren.
Vorgesetztenverhalten
Direkte Vorgesetzte: Allesamt Top, 5/5. Sobald es aber um C Level und die Ebene direkt darunter geht, fand ich das Verhalten einfach nur noch unprofessionell, unehrlich, und unangenehm, 1/5. Ich finde, man kann sich nicht auf Aussagen verlassen. Meiner Meinung nach durchweg mit Leuten besetzt, die keine Führungsqualitäten haben.
Interessante Aufgaben
Da dreimal im Jahr irgendein großes System meiner Meinung nach komplett unnötigerweise über den Haufen geworfen wird, ist auf jeden Fall Abwechslung da.
Durch den Aufbau der Teams und Verantwortlichkeiten kann man aber auch viele verschiedene Dinge lernen. Das ist echt gut.
Gleichberechtigung
Mir ist nicht aufgefallen, dass irgendjemand mal aufgrund des Geschlechts oder anderer unveränderlicher Merkmale besser behandelt worden wäre.
Umgang mit älteren Kollegen
Auch ältere Kollegen fand ich werden gleich behandelt. Besonders geschätzt oder gefördert werden dienstältere aber nicht, abgesehen von Ballons und einem Bonus für bestimmte Jubiläen.
Arbeitsbedingungen
Akzeptable Ausrüstung. Nichts, was mich jetzt super beeindruckt hätte, teilweise etwas ältere Ausrüstung, aber benutzbar.
Büro fand ich eher mittelmäßig, Klimaanlage hat nie irgendwas getan, und Parkplätze gibt es nichtmal annähernd genug, sodass es da immer Probleme gab. Mit Öffis find ich's auch eher schlecht zu erreichen, wenn man bedenkt, dass es im Zentrum von Köln liegt und man trotzdem 15+ Minuten zum Büro laufen muss vom HBF.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Viele Aktionen wie Rheinufer saubermachen, Essenspakete packen zu Weihnachten, auch am anderen Standort in Spanien. Ob das unter der jetzigen Führung aber so bleibt, kann ich nicht sagen.
Gehalt/Benefits
Benefits sind okay. Irgendwelche Sportsachen, so das Übliche halt. Gehalt fand ich jedoch katastrophal; für den Standort Zentrum Köln absolut unangemessen, und es gab durchweg kaum bis keine Gehaltsanpassungen über die letzten Jahre. Da hilft dann auch kein Jobrad mehr. Trotz der üblichen Benefits also 1/5.
Image
Ich denke, dass sich heute kaum noch jemand mit der Firma identifizieren kann, der länger als ein Jahr da ist. Das liegt meiner Meinung nach einerseits am Management, das ich menschlich wie fachlich völlig ungeeignet finde, und andererseits an der Perspektivlosigkeit, die durch schlechte Gehälter, drückende Atmosphäre, und jährliche Entlassungsrunden ausgelöst wird.
Karriere/Weiterbildung
Gibt es meiner Meinung nach nicht. Zwar kann man problemlos horizontal wechseln, aber irgendwie Karriere machen sieht schlecht aus. Davon hat man dann am Ende mehr Arbeit, ohne irgendwelche Wertschätzung zu bekommen.