Meine Erfahrung bei forwerts
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich würde (zumindest zu meiner Zeit) niemanden empfehlen, in diesem Unternehmen anzufangen. Ich hoffe sehr, dass forwerts ernsthaft an sich arbeitet.
Verbesserungsvorschläge
Die Zeit bei forwerts war eine der unangenehmsten Zeiten in meinem (Arbeits)Leben. Verglichen mit meinen darauffolgenden Arbeitserlebnissen, habe ich Ähnliches nicht wieder erlebt.
Ich hoffe wirklich sehr, dass Änderungen in den letzten Jahren eingetreten sind und forwerts für ALLE Angestellten angenehmer geworden ist.
forwerts versucht im Übrigen regelmäßig meine Bewertung zu löschen, ich sehe auch andere schlechte Bewertungen die mit der Zeit gelöscht werden – ich denke, das spricht für sich.
Arbeitsatmosphäre
Ehrlicherweise war das Arbeitsumfeld bei forwerts schon von Anfang an sehr toxisch und von Angst geprägt.
Besonders auffallend war die "orangene Linie" auf der Türschwelle der Eingangstüren, die den Mitarbeitenden laut Vorgesetzten suggerieren sollte, dass "privates draußen bleiben soll", und man sich nun im "professionellen Arbeitsumfeld" befinde.
Meinem Eindruck nach war es während der Arbeitszeit nicht erwünscht, miteinander zu sprechen – weder über Privates noch über Arbeitsinhalte –, was ich persönlich als problematisch empfinde, weil für viele Designer gerade der Austausch wichtig für gute Ergebnisse ist.
Jeder kleine Fehler, egal wie unbedeutend, wurde groß im Feedbackgespräch angesprochen. Zu diesen Fehlern gehörte beispielsweise minimales Zuspätkommen (unter einer Minute) oder angeblich "falsch" verfasste, interne, Emails.
Ich habe mich bei forwerts ständig überwacht gefühlt.
Höhepunkt war, dass wir, trotz der miserablen Stimmung, jeden Freitag in einem Kreis unsere Danksagung und Highlights bezüglich der Arbeit kundgeben mussten.
Kommunikation
Einige dieser Kritikpunkte habe ich damals mit meinem Vorgesetzten und der HR besprochen, worauf mir geantwortet wurde, dass forwerts sich nicht ändern wird ("forwerts sei nunmal Anspruchsvoll").
Kollegenzusammenhalt
Grundsätzlich war der Kollegenzusammenhalt auf Gleichordnungsebene gut – wir saßen ja alle im selben Boot.
Allerdings hatten ein paar Angestellte Ambitionen im Unternehmen aufzusteigen und haben hierfür auch die Unterstützung der Vorgesetzten bekommen. Da habe ich die Erfahrung gemacht, dass das leider unter anderem dazu geführt hat, dass diese Kollegen das Verhalten Anderer an den Vorgesetzten "verpfiffen" haben. Dadurch habe ich das Gefühl bekommen, dass von den Vorgesetzten, Kollegen gegenseitig ausgespielt wurden.
Work-Life-Balance
Aus meiner Sicht wirkten Überstunden wie etwas Selbstverständliches.
Außerdem hatten wir lediglich die gesetzlich vorgeschriebenen Urlaubstage, davon mussten wir uns die Tage zwischen Weihnachten und Silvester freinehmen.
Vorgesetztenverhalten
An meinem ersten Arbeitstag hat mein Vorgesetzter mir gesagt, ich dürfe ab und zu aus dem Fenster schauen, da das gut für meine Augen sei, solle aber ansonsten mich nur auf den Bildschirm konzentrieren.
Ich hatte mehrfach gebeten, an einem Kundengespräch in denen meine Arbeit besprochen wurde, teilzunehmen, dies wurde mir ein Mal gewährt, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass ich mich außerhalb der Kamera platzieren musste und nicht sprechen durfte.
Jedwede Vorgesetzte hatten keinerlei echtes Interesse an unserem Wohlbefinden, es ging immer rein um den Schein nach außen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren teilweise interessant, wobei auch dort bewusst ausgewählt wurde, wem welche Aufgabe zugeteilt wurde.
Gehalt/Benefits
Für ein Einstiegsgehalt im Designbereich, hat sich das Gehalt zunächst okay angehört. Auf Grund der Überstunden, ist das Gehalt jedoch sehr gering ausgefallen.