Ihr Unternehmen?

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Fraunhofer-Institut 
für 
Software- 
und 
Systemtechnik 
ISST
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Viele Freiheiten bei hohem Workload und internen Problemen

3,1
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Forschung / Entwicklung bei Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST in Dortmund gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Fraunhofer ist als Name und Gesamtorganisation top und hat unfassbar viele Möglichkeiten. Wer nach der Uni einen Doktor machen möchte, findet weniger besser bezahlte Promotionsstellen in Deutschland. Ich würde vielen Leuten empfehlen, bei Fraunhofer zu arbeiten, aber wenigen an diesem Institut, dem Fraunhofer ISST, zu arbeiten.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Hoher Workload, dauerhafter Druck von oben. Führungskräfte sind ungeschult. Promotion ist Freizeitvergnügen und kann in der Arbeitszeit kaum stattfinden. Wer hier anfängt und einen Doktor machen möchte, sollte viele lange Arbeitstage und unbezahlte Wochenenden einplanen. Durch die Rechtsform als Verein und den öffentlichen Dienst sind Benefits eingeschränkt und viele Nachteile vorhanden: Keine Kantine, kein Diensthandy, kein Firmenwagen, keine Essenszulage, keine Kinderbetreuung, keine kostenlosen Mitarbeiter-Events (hier wird Geld bei Weihnachtsfeier und Sommerfest eingesammelt), kein Überstundenausgleich (bspw. durch Geld), etc.

Verbesserungsvorschläge

- Führungskräfte sollten geschult werden und Kompetenzen besitzen (lieber extern mit Führungskraft-Erfahrung neu besetzen, als interne Personen ohne Erfahrungen auf die Stellen zu setzen)
- Workload ist zu hoch: Viel Arbeitslast wird auf einigen Köpfen ausgetragen
- Freiräume für Promotionen schaffen
- Es sollte Möglichkeiten geben, Überstunden abzubauen, wie in allen anderen Unternehmen (freie Tage/Wochen, Alternativ: Stempeln)
- Massive Diskrepanz zwischen Verwaltung und wissenschaftlichen Abteilungen

Arbeitsatmosphäre

Das Betriebsklima ist angespannt. Der Workload ist hoch, man hört dauerhaft, dass die Zahlen nicht stimmen. Die Leute haben so viele Freiheiten, dass einige unter der Arbeitslast untergehen, während andere das System ausnutzen und ihre persönliche Freizeit maximieren.

Image

Fraunhofer ist im deutschsprachigen Raum ein sehr renomierter, angesehener Name und öffnet daher viele Türen.

Work-Life-Balance

Vertrauensarbeitszeit ohne Überstundenausgleich in Form von freien Tagen oder Auszahlung. Urlaub wird fast immer genehmigt und kann flexibel genommen werden. Min. 2 Pflicht-Bürotage. Arbeitszeit kann prinzipiell flexibel gestaltet werden, jedoch erlaubt die Kernarbeitszeit auch an einem Freitag keinen frühen Feierabend vor 15:00 Uhr. Durch externe Kundenprojekte können Termine früh morgens starten oder spät abends enden (typisch im Beratungsgeschäft), was die Flexibilität massiv einschränkt. Auch zählt Reisezeit nicht als Arbeitszeit, wodurch Dienstreistage extrem lang werden.

Karriere/Weiterbildung

Fraunhofer bietet selbst interne Schulungs- und Weiterbildungsangebote. Auch existiert Schulungsbudget für externe Schulungen und Zertifizierungen, die jedoch beschränkt sind. Hier muss man sich aktiv selbst kümmern.

Gehalt/Benefits

Als Berufseinsteiger direkt von der Uni ist das Gehalt absolut überdurchschnittlich. Wer länger bleibt, hat jedoch wenige Möglichkeiten zum Aufstieg durch den Tarifvertrag, angelehnt an den öffentlichen Dienst (TVöD-Bund). Weihnachtsgeld ist vorhanden, Boni sind im geringen Umfang möglich.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umweltbewusstsein nicht vorhanden. Trotz neuem Gebäude keine PV-Anlage, kein nachhaltiger Strom. Im Büro gibt es nur Einwegprodukte (nicht mal Geschirrtücher in den Küchen, nur Stapel an Einwegpapier). Keine Mülltrennung in den Büros auf den Etagen.

Kollegenzusammenhalt

Sehr unterschiedlich mit verschiedenen Lagern: Manche arbeiten viel und gut zusammen, bei anderen ist man froh, wenn man mit denen nichts zu tun hat.

Umgang mit älteren Kollegen

Alt und Jung begegnen sich auf Augenhöhe.

Vorgesetztenverhalten

Das größte Problem am Fraunhofer ISST. Viele Entscheidungen und dauerhafter Druck von ganz oben. Es besteht anbleibender Druck, die finanziellen Zahlen immer weiter zu verbessern. Fast alle Abteilungsleitungen sind nicht kompetent, haben teilweise keinerlei Führungserfahrung und bilden sich nicht weiter. Kein Betriebsrat vorhanden.

Arbeitsbedingungen

Es gibt ein schönes neues Gebäude direkt am Wasser gebaut mit höhenverstellbaren Schreibtischen und viel Glas. Ansonsten bietet das Gebäude nicht viel, ist spärlich eingerichtet, ohne Pflanzen, Bilder und Deko. Man fühlt sich eher wie in einer Arztpraxis.

Anreise zum Institut mit Bahn und Fahrrad funktioniert gut, mit dem Auto ist die Parkplatzsituation eine Katastrophe und weiterhin ein ungelöstes Dauerthema. Mittagsangebote schwierig: Keine Kantine. Mitarbeiter bringen sich meist selbst Mittagessen mit.

Kommunikation

Kommunikation teilweise vorhanden. Manche Aspekte werden gut über ein Regelmeeting allen Mitarbeitenden kommuniziert. Bei abteilungsübergreifenden Themen weiß die eine Hand oft nicht, was die andere macht.

Gleichberechtigung

Vielfalt wird gelebt. Am ISST kann jede(r) arbeiten, egal wie alt man ist, von wo man kommt, ob man Deutsch spricht, o. ä. Das Kollegium ist selbst bunt gemischt und divers, es wird sowohl deutsch als auch englisch intern als Sprache verwendet.

Interessante Aufgaben

Teilweise müssen Themen und Projekte bearbeitet werden, die keinerlei Spaß machen oder Sinn ergeben. Solange es Geld gibt und die Zahlen stimmen, muss abgearbeitet werden. Manche haben Glück und dürfen frei an neuen Themen arbeiten.

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Arbeitgeber-Kommentar

Felix FrankeRecruiter

Vielen Dank für deine ausführliche Bewertung. Es freut uns sehr, dass du die Fraunhofer-Gesellschaft insgesamt als starken Arbeitgeber wahrnimmst und insbesondere die Weiterbildungsangebote, Chancengleichheit und das Image positiv hervorhebst.

Gleichzeitig nehmen wir deine kritischen Rückmeldungen sehr ernst. Insbesondere die Punkte zum Workload sowie zum Führungsverhalten sind für uns wichtige Hinweise. Uns ist bewusst, dass die Arbeitsbelastung und die Zusammenarbeit mit Führungskräften je nach Team unterschiedlich erlebt werden können. In unserer letzten Mitarbeitendenbefragung wurden allerdings sämtliche Führungskräfte insgesamt sehr positiv bewertet und das Weiterbildungsangebot wurde und wird für alle Mitarbeitendengruppen weiter ausgebaut.

Auch deine Anmerkungen zur Vereinbarkeit von Arbeit und Promotion können wir gut nachvollziehen. Gerade bei Vollzeitstellen, wie sie bei uns die meisten Promovenden haben, stellt dies eine besondere Herausforderung dar. Unser Ziel ist es, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sich beides bestmöglich verbinden lässt; unter anderem durch thematische Nähe von Projekten und Promotion sowie durch unterstützende Angebote wie unsere Research Schools und Netzwerke.

Zu einigen deiner anderen Punkte: Schau dir doch gerne einmal unsere Corporate Benefits an, unsere brandneue mobile Kidsbox oder teste ein Mittagessen vom Foodtruck oder unserem Bestellservice.
Vielen Dank nochmals für dein offenes Feedback; es hilft uns, uns als Institut weiter zu verbessern.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.